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Unser Radbrillentest bietet pünktlich zum immer näher Rückenden (Trainings-) Saisonstart einen Überblick der gängigen Modelle auf dem Markt stark vertretener Hersteller. Vom unteren Preissegment bis zur Spitzenklasse, von wenig Funktionalität bis viel. Im Folgenden mehr.
Brillen, dem einen Freund, dem anderen Feind. Zumindest was die Suche nach einer passenden Brille angeht, können die Nerven darunter leiden. Viele gehen bei der Brillenwahl auch Kompromisse ein, was nicht sein sollte. Zu jeder Zeit sollte eine Radbrille in keinster Weise dem Triathleten oder Radsportler eine gute Sicht nehmen. Das bei der richtigen Wahl gut nicht gleich teuer sein muss, haben wir vor allem in unserem Test gemerkt.
adidas Evil Eye pro
Eine von adidas Vorzeigebrillen. Für keine andere Brille haben wir mehr Werbung gesehen. Tatsächlich hat sie ein breites Einsatzgebiet: vom Rennrad über Laufen bis zum Snowboard und Skateboardfahren.
 Was die Ausstattung betrifft, liegt adidas ganz vorn. Stabiles Etui, Reinigungstuch, Wechselgläser, abnehmbarer Schweißfang und ein optional erhältliches Kopfband machen die Brille zum Allround-Talent. Die Mitgelieferten orangefarbenen Gläser sind bis in die Abenddämmerung noch fahrbar. Während unserer Tests auf dem Rad und beim Laufen ist die Brille nicht beschlagen, die Beschriftung „Anti Fog“ hat uns nicht enttäuscht. Dies könnte auch damit zusammenhängen, dass die Brille nicht sehr eng am Gesicht sitzt und somit eine gute Umlüftung hatte. Insgesamt ist das Blickfeld noch gut abgeschlossen. Bügel und Nasensteg lassen sich individuell anpassen und der abnehmbare Schweißschutz ist eine nützliche Sache.
adidas Elevation ClimaCool
Die Krümmung der Gläser
der Elevation ClimaCool ist so konzipiert, dass ein nahezu perfektes Sichtfeld
geschaffen wird und somit der Einsatz in jeglicher Sportart ermöglicht wird.
Vor allem für uns Triathleten bietet die Elevation eine gute Lösung für das
Training über das ganze Jahr: Im Winter auf der Skipiste beim Langlauf, im Wald
beim Mountainbiken, im Sommer auf der Straße oder selbst beim Laufen. Von der
Funktionalität ist alles möglich. Vor allem die große Gläserauswahl macht jedes
Wetter „trainierbar“. Im Wald, bei Schnee und bei schlechtem Wetter konnten wir
uns am besten davon überzeugen: LST-Gläser nehmen unscharfe Konturen und
schaffen somit gerade bei schnellem Sichtfeld eine optimale Umfeldsdarstellung.
Das ausgeklügelte Belüftungssystem machte uns keinerlei Schwierigkeiten und bot
zu jeglicher Witterung ein angenehmes Sichtfeld - wirkliches Anti Fog.
Das Insert der Brille für den Schweißauffang und zwecks der besseren Dichtung sieht
gewöhnungsbedürftig aus, ist aber herausnehmbar. Schnell haben wir allerdings
gemerkt, dass gerade das Inser sehr viel Spaß macht. In Kombination mit dem
Kopfband hat die Brille die beste Passform von den in diesem Test vorgestellten
Brillen.
Die Elevation ClimaCool macht einfach nur Spaß und ist aufgrund ihres
vielfältigen Einsatzes ihr Geld allemal wert.
Rudy Project Ketyum
 Einen ausführlichen Überblick erfahrt ihr unter unserem bereits veröffentlichten Test.
Rudy Projekt Rydon
 Auch über diese Radbrille erfahrt ihr in unserem bereits veröffentlichten Test einen ausführlichen Überblick.
Specialized San Remo
Designtechnisch heben sich alle Specialized Brillen vom übrigen Feld ab. Das Modell San Remo ist etwas weiter geschnitten, hat eine sehr gute Passform und damit auch sehr guten Halt. Die Brille kann nicht vom Kopf rutschen. Das Blickfeld ist rund um gut abgedeckt. Leider bietet sie keine Einstellmöglichkeiten, weder am Nasensteg noch am Bügel. Schade. Solange Fahrtwind herrscht, beschlägt die Brille nicht. Phototrope Gläser machen den Gläserwechsel überflüssig. Während unserer Tests machte sich die Brille außerordentlich gut bewährt, nicht nur auf der Straße wie vom Hersteller vorgesehen, auch auf dem MTB leistete sie guten Dienst.
Specialiced Cortina
Die Cortina sieht
auf den ersten Blick sehr unscheinbar aus, hinter ihr verbirgt sich allerdings
eine Menge. Generell minimaler als andere Brillen konzipiert, wird dennoch ein
angenehmes Sichtfeld geboten. Die phototropen Gläser in leichtem lila sind
Geschmackssache, die Sicht war aber zu jeder Tageszeit und Witterungsbedingung
angenehm.
Kein Teil ist an der
Brille verstellbar, passt sich dennoch dem Gesicht relativ gut an. Der
gummierte Nasensteg und die gummierten Brillenbügel lassen die Brille sehr eng
anliegend am Gesicht sitzen, selbst wenn man sie über einer Mütze trägt. Nahezu
daraus folgend ist zu sagen, dass aufgrund ihres engen Anliegens die Augen auf
dem Rad kaum Windzug bekommen. Bei deutlichen Minusgraden gab es auch keine
Probleme. Regen und Schnee steckt die Cortina auch verhältnismäßig gut weg.
Auch diese Brille hat uns viel Spaß gemacht und findet für das Laufen, das
Mountainbiken als auch das Radfahren ihr Einsatzgebiet bei jeglicher Witterung.
Für die meisten Gesichtstypen geeignet.
Specialized Chicane
Die Chicane vermittelt ein leichtes und angenehmes
Tragegefühl. Die Rahmenkonstruktion ist weit nach hinten reichend und
umschließt somit samt den Gläsern, die leider nicht austauschbar sind, die
Augenhöhlen sehr gut. Ein Resultat hieraus ist, dass bei Fahrtwind kaum Wind an
die Augen gelangt, wenn die Brille ganz eng an das Gesicht gepresst wird gar
keiner. Allerdings hält die Brille ihre enge Position nicht lange, da der
Rahmen für unseren Geschmack zu flexibel ist und nicht genug Spannung für einen
guten Halt bietet.
Die in den Rahmen eingearbeiteten Gläser sind in einem
angenehmen Gelbton gehalten, der allerdings deutlich Kontrastschärfe nimmt.
Speziell bei einbrechender Dunkelheit oder bei schlechtem Wetter könnten die
Konturen schärfer sein. Ein weiterer Nachteil der Brille ist der, dass bei
vorrangig kaltem Wetter die Brille relativ schnell beschlägt, wobei es sich
noch in Grenzen des Akzeptablen hält.
Specialized Singletrack
Die Singletrack ist ein eher schmales Modell aus dem Programm von Specilized. Sie bestitz ebenfalls den specilized-typisch, breiten und festen Rahmen. Das Blickfeld war bei unseren Testpersonen nicht ausreichend abgedeckt. Für das Mountain-Bike ausgelegt, findet sie im Straßenbereich keine Verwendung. Vor allem für den Triathleten, in gebückter Zeitfahrpostiion, ist die Brille nicht geeignet . Sie hat einen sehr guten Halt und kann, was beim MTB sehr wichtig ist, nicht vom Kopf rutschen. Der Blick bleibt nach dem Aufsetzen scharf, selbst im dichtem Wald war die Sicht noch ausreichend gut. Selbst bei geringem Tempo ist die brille nicht beschlagen. Das Belüftungssystem von Specialized funktioniert zufriedenstellend. Für den Triathleten, der die meißte Zeit im Zeitfahrlenker verbringt und das ganze Jahr über eine Brille trägt, dem sei ein anderes Modell empfohlen. Fahrer mit kleinem, schmalem Gesicht, wie es meißtens bei unseren weiblichen Kollegen vorkommt, sollten dieses Modell in betracht ziehen. Die Singletrack ist auch in einer bei Frauen beliebten Farbe zu haben.
Alpina Twist Two Phototrope Gläser sind seit der EuroBike voll im Trend. Auch Alpina bietet ein Modell, bei dem das Gläserwechseln überflüssig wird. Die Twist Two bietet durch einen Kaltverformbaren Nasensteg und verstellbare Bügel eine Anpassung an die eigene Gesichtsform. Leider sind die Bügel so verstellbar, dass man die Brille von der Stirn weg bewegt. Dies ist während des Fahrens im Zeitfahraufsatz nicht unbedingt von Vorteil. Die Brille hat im Vergleich recht kleine Gläser. Damit ist das Blickfeld nur für Sportler mit kleinerem Gesicht geeignet, ansonsten ist es nicht ausreichend vor Wind und Sonne geschützt. Für Triathleten somit nur bedingt empfehlenswert. Die Brille bietet jedoch guten Halt, Silikonstopper am Ende der Bügel verhindern das Vom-Kopf-Rutschen.
Alpina Airframe XI
Die Airframe XI ist
ähnlich wie die Cortina von Specialized eine statische Brille. Sie bietet eine
gute Sicht und die mitgelieferten orangenen Brillengläser sind sehr angenehm. Das
Design ist ansprechend, allerdings konnte uns die Funktionalität nicht voll und
ganz überzeugen: Als Radbrille propagiert, lässt sie hier in Bezug auf die
Winddurchlässigkeit unserer Ansicht nach zu viel Wind durch. Gerade während der
kälteren Jahreszeit haben wir gemerkt, dass ein wenig mehr Dichtung
wünschenswert wäre.
Die Airframe wurde auch beim Laufen getestet und machte hier einen gar nicht so
schlechten Eindruck. Das Brillengestell ist eng konzipiert und haftet dadurch
gut am Kopf. Allerdings besitzt sie keine gummierten Flächen, die eine
Rutschgefahr minimieren würden. Für das Training gut, für den Wettkampf weniger
empfehlenswert.
Trotz ihrer engen Passform bleibt die Airframe flexibel und richtet sich somit
an nahezu alle Gesichtstypen.
Alpina Tri-Guard
Das Blickfeld ist Rund um sehr gut abgedeckt. Beim ersten Aufsetzen glaubt man die Brille könne schnell vom Kopf rutschen. Dies ist auf die hohe Flexibilität und Leichtigkeit des Rahmens zurück zu führen. Der Schein Trügt jedoch. Der Halt ist während der Belastung, sei es Radfahren oder Laufen, alle Mal zufrieden stellend. Silikonstopper wie bei der Twist Two und Airframe XI wären dennoch wünschenswert, um einen noch besseren Halt zu gewährleisten. Durch den flexiblen Rahmen ist dieses Modell auch für sehr breite Gesichtstypen zu empfehlen.
Die Brille wird mit zwei zusätzlichen Wechselgläserpaaren und einem robusten Etui samt Reinigungstuch geliefert.
Auch bei der Tri-Guard gilt wie bei den meisten Brillen: Solange Fahrtwind herrscht ist die Brille gut umlüftet und somit ein Beschlagen der Gläser beinahe unmöglich. Beim Laufen mit niedrigem Tempo passierte es gelegentlich, dass die Brille zum Teil leicht beschlug. Dies war aber auf das zu dichte Tragen am Gesicht zurückzuführen. Als günstigste Brille im Feld bietet die Tri-Guard eine gute Alternative für den etwas kleineren Geldbeutel und bei der Ausstattung können sich andere Hersteller ein Beispiel nehmen.
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