Mit der zwölften Woche endete unsere Studie über den Body Transformer und seine Auskwirkungen auf das Ausdauertraining. Wir ziehen Bilanz. Was die Probanden über die Testphase sagen und inwoefern sich der Body Transformer auf messbare Leistung ausgewirkt habt, lest ihr in der folgenden Zusammenfassung.
Einleitung
Im
Folgenden fassen wir noch einmal zusammen, was unsere Trainingsdaten über den
Body Transformer aussagen können. Wir haben uns auf vier Hauptmerkmale
beschränkt, die da wären Ruhepuls morgens, Ruhepuls abends, das morgendliche
Gewicht und den Puls nach einer Body Transformer-Einheit. Neben diesen
empirisch erhobenen Daten wird das subjektive Fazit der einzelnen Probanden
dargestellt. Die Aussagekraft hierin liegt vor allem im Bereich der Integration
eines BT-Trainings im herkömmlichen Trainingsplan.
Weitere Daten wie Puls im/nach dem Training oder Zeitangaben und Verbesserungen
dieser werden hier nicht berücksichtigt, da hier zu viele weitere
Trainingsfaktoren mit einspielen. Zudem mussten wir auch einige Ausfälle der
Probanden hinnehmen, was eine Kontinuität der allgemeinen Trainingsdaten nicht
gewährleistet. Dementsprechend haben wir auch auf weitere Messdaten wie
Laktatmessung verzichtet, da eine Aussage nicht (allein) auf ein BT-Training
zurückzuführen ist.
Hingegen einer nicht ganz 100%tigen Kontinuität sind wir der Ansicht, dass sich
mit dem anstehenden Teil eine gute Einsicht über die Auswirkungen und die
Integration des BT-Trainings gewinnen lässt.
PROBAND A
Ruhepuls morgens
Proband A
war zu Beginn unserer Studie nicht mit dem Pulsmessgerät vertraut und besaß
demnach keinerlei Referenzwerte. Dennoch konnte man im Verlauf der sehen, dass
Proband A einen niedrigeren Ruhepuls bei gleich bleibender normaler
Trainingsbelastung erreichte. Dieser hielt sich zwar nicht kontinuierlich weit unten,
er wurde von zwei Peaks unterbrochen, war aber im Schnitt mit 55,74 Schlägen
pro Minute der gesamten zwölf Wochen niedriger als der Ausgangspuls mit 58
Schlägen pro Minute. Die Differenz lässt sich möglicherweise auf das Body
Transformer-Training zurückführen und kann ebenfalls möglicherweise durch eine
Ökonomisierung der inter- und intramuskulären Zusammenarbeit der angesprochenen
Muskelgruppen erklärt werden.
Von den
84 möglichen Trainingsdaten über die zwölf Wochen wurden 51 Angaben von Proband
A geliefert.
Ruhepuls abends
Bei dem
abendlichen Ruhepuls hat sich allerdings im Vergleich zum morgendlichen
Ruhepuls nahezu nichts verändert. In der Woche vor Studienbeginn schwankten die
Werte des Probanden A zwischen 42 und 55 Schlägen pro Minute. Aus den zwölf
Trainingswochen ergab sich ein Durchschnittswert von 47,33 Schlägen pro Minute.
Von den
84 möglichen Trainingsdaten über die zwölf Wochen wurden 48 Angaben von Proband
A geliefert.
Gewicht morgens
Nach
Auskunft von Proband A wo er vor der Studie durchschnittlich 63 kg. Der
Durchschnittswert über die zwölf Studientrainingswochen liegt bei 63,61 kg.
Anzunehmen war, dass sich das Körpergewicht aufgrund von Muskelzuwachs, was
unter dem BT-Training u.a. erreicht werden sollte, steigen wird. Der Durchschnittswert
über die zwölf Wochen liegt hier bei 63,61 kg. Demnach ist Proband 0,61 kg
schwerer geworden.
Von den
84 möglichen Trainingsdaten über die zwölf Wochen wurden 62 Angaben von Proband
A geliefert.
Puls nach BT
Der Puls
nach einer BT-Einheit blieb über die zwölf Wochen mit 107,38 Schlägen die
Minute konstant. Je nach Intensität, die sich von Woche zu Woche leicht
unterscheiden konnte, sind die Herzschläge pro Minute im Vergleich zur Vorwoche
unterschiedlich. Es können allerdings keine Aussagen getroffen werden, ob das
BT-Training den Pulsschlag signifikant verändert hat. Dafür spielen Faktoren
wie Tagesform, Ernährung und der Grad der Ausgeruhtheit mit ein. Anzunehmen ist
aber eine gewisse Konstanz.
Von den
12 möglichen Trainingsdaten über die zwölf Wochen wurden 8 Angaben von Proband
A geliefert.
Fazit Body-Transformer-Training Proband
A
Meine
Erwartungen an den Body Transformer waren vor den 12 Einheiten hoch. Mein
primäres Ziel war der Ausgleich muskulärer Dysbalancen, insbesondere an der
Beinmuskulatur, um Knieverletzungen und weitere Knorpelabnutzung beim Rad
fahren vorzubeugen und einen bereits bestehenden leichten Knorpelschaden hinter
der Kniescheibe zu entlasten. Den gesundheitlichen Nutzen dieses
Trainingsgerätes ließ ich mir in einem Gespräch mit einem Fitnesstrainer im
INJOY bestätigen. Zweitrangig, aber auch nicht unbedeutend, strebte ich eine
Verbesserung meiner Allgemeinathletik an, um dynamischer und kraftvoller auf
dem Rad zu werden.
Während
der ersten Einheiten musste ich noch ein wenig experimentieren, welche
Intensität und Trainingsdauer mir am angenehmsten ist. Relativ schnell legte
ich mich auf 20 Minuten pro Einheit fest. Die Intensität wählte ich so stark,
dass ich nach dem Training geschafft, aber nicht total ausgepowert war. Die
Gefahr des Sich-Auspowerns besteht nämlich beim Body Transformer, was zu
Unwohlsein und Trainingsausfall an den Folgetagen führen kann. Außerdem empfahl
es sich, davor und danach gut zu essen und zu trinken. Nach den ersten
Einheiten verspürte ich anschließend häufig bis zu drei Tagen teilweise starken
Muskelkater, insbesondere in den alltags weniger beanspruchten Muskelgruppen.
Dieser legte sich jedoch im Laufe der Studie und mein Körper adaptierte schnell
die neue Belastungsform. Radtraining-Ausfälle mussten nicht hingenommen werden.
Ein Tag Ruhe nach der Einheit oder zumindest moderates Training hat sich aber
als sinnvoll erwiesen. Die Vielfalt der Übungen mit dem Gerät ist groß, sodass
keine Langeweile aufkam. Nach dem Training war ich stets gut gelaunt und konnte
locker auf dem Laufband auslaufen, was sehr wichtig ist für den Abbau von
Schadstoffen aus der Muskulatur.
Negativ
bewerte ich die umständliche und im Verhältnis zum eigentlichen Training zu
lang dauernde Anziehprozedur mit den Elektroden. Es gibt zu viele Einzelteile,
deren korrekte Position am Körper sehr wichtig ist. Bei unkorrektem Sitz
zwicken die Elektroden unangenehm. Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass die
Elektroden den Strom nicht richtig leiteten, also beispielsweise am rechten
Oberschenkel die Belastung größer war als am linken. Meiner Meinung nach kann
man bestimmte Muskelgruppen mit herkömmlichen Trainingsgeräten gezielter
trainieren, auch wenn es auf diese Art länger dauert, bis sich Ergebnisse
einstellen. Ich plädiere für Ganzkörperanzüge und eine Überarbeitung der
Gerätesoftware, die bei meinen Trainingspartnern während des Trainings manchmal
zu unangenehmen Stromfluss-Unregelmäßigkeiten führte.
Nach
einigen Einheiten ließen sich bereits erste „Erfolge“ beobachten. Die
Muskulatur wurde allgemein ausgeprägter und strukturierter. An Gewicht nahm ich
jedoch nicht zu, was meiner Meinung nach daran lag, dass überwiegend Körperfett
in Muskelmasse umgewandelt wurde. Es ist also nicht damit zu rechnen, in kurzer
Zeit zum Muskelprotz zu mutieren, was für Ausdauersportler auch ungünstig wäre.
Für
Transformer-Anfänger ist ein Trainer bei den ersten Einheiten sinnvoll, v. a.
um Übungen zu erlernen, es nicht zu übertreiben (oder zu untertreiben) und um
die einzelnen Intensitätsregler am Gerät zu bedienen. Die selbständige
Einstellung der Intensität gestaltet sich bei hoher Intensität und damit
verbundener Konzentration und Anstrengung als schwierig. Nach einiger Zeit und
Übung ist ein selbständiges Training aber problemlos möglich.
Zusammenfassend
kann man sagen, dass zwar die Technik noch nicht ausgereift ist und
Muskelgruppen bei einem Standard-Ganzkörpertraining, wie ich es durchgeführt
habe, nicht gezielt genug trainiert werden können. Ob sich muskuläre
Dysbalancen ausgegleiche haben, kann ich schlecht beurteilen. Der Body
Transformer bietet jedoch eine sinnvolle Abwechslung im alltäglichen
Trainingsprogramm eines Radsportlers. Auf dem Rad fielen mir besonders Anstiege
und die Fahrt im Wiegetritt leichter. Einbußen in der Ausdauerleitung bemerkte
ich keine. Das Training und die Teilnahme an der Transformer-Studie hat Spaß
gemacht. Man kann seiner Fantasie bei den Übungen freien Lauf lassen. Bei
Bedarf, z. B. nach einem stressigen Tag, kann man sich körperlich richtig schön
verausgaben und hat dann wieder gute Laune.
PROBAND B
Ruhepuls morgens
Bei
Proband B hat sicher der Ruhepuls nicht verändert. Zu Beginn und vor der Studie
besaß Proband einen Ruhepuls von 49 bis 52 Schlägen pro Minute (variierte je
nach Belastung am Tag). Der Durchschnittswert über die zwölf Wochen liegt bei
51,07 Schlägen pro Minute.
Von den
84 möglichen Trainingsdaten über die zwölf Wochen wurden 14 Angaben von Proband
B geliefert.
Ruhepuls abends
Aufgrund
der sehr dürftigen Datenlage kann man nur vage behaupten, dass sich der
Ruhepuls von anfänglich 54 Schlägen pro Minute auf 55,88 Schläge pro Minute im
Schnitt über die zwölf Wochen reduziert hat. Möglicherweise ist die Reduktion
des Herzschlages nicht gegeben, da eindeutig zu wenig Daten vorliegen. Es ist
aber auch denkbar, dass neben einer möglichen Auswirkung des BT-Trainings auch
das herkömmliche Training für eine Reduktion des Ruhepulses möglich ist.
Von den
84 möglichen Trainingsdaten über die zwölf Wochen wurden 8 Angaben von Proband
B geliefert.
Gewicht morgens
Nach
angaben von Proband B hat sich sein Gewicht in keiner Weise verändert.
Anfänglich wog er 71 kg, über die zwölf Trainingswochen hat sich ein
Durchschnittswert von 71,06 kg ergeben. Dies war nicht unbedingt anzunehmen,
zumal Proband B sichtbar mehr an Bizeps und Trizeps zugenommen hatte.
Von den
84 möglichen Trainingsdaten über die zwölf Wochen wurden 14 Angaben von Proband
B geliefert.
Puls nach BT
Der Puls
von Proband B variierte ebenfalls leicht, was höchstwahrscheinlich auf die
leicht unterschiedlichen Intensitäten zurückzuführen ist. So kam der Wert um
die 110 Schläge pro Minute über die zwölf Wochen verteilt häufiger vor. Aus dem
zwölf Wochen ergibt sich letztendlich ein Durchschnittswert von 108 Schlägen
pro Minute.
Von den
12 möglichen Trainingsdaten über die zwölf Wochen wurden 5 Angaben von Proband
B geliefert.
Fazit
Body-Transformer-Training Proband B
Der
Proband ist bereits mit sehr positiver Einstellung in das Body
Transformer-Training gestartet. Von der Theorie überzeugt hat er gerne das neue
Trainingsgerät in sein bisheriges Training integriert.
Proband B
stellte die Erwartung, beim Radfahren auftretende Rückenschmerzen zu mindern
und für das Radfahren mehr Kraft zu entwickeln.
Bereits
nach 4 Wochen stellten sich die ersten sichtbaren Erfolge ein. Die Muskulatur
der Arme war deutlich strukturierter und es war ein Zuwachs der Brustmuskulatur
festzustellen. In der sechsten Woche war dann auch ein etwas flacherer Bauch zu
bestaunen. Insgesamt kann man sagen, dass die Rumpfmuskulatur, die beim
Radfahren eine wichtige Rolle spielt, gestärkt wurde. Die Beinmuskulatur hat
allerdings auf sich warten lassen. Diese machte keine so deutlichen
Fortschritte, erschien nach 8 – 10 Wochen dann aber auch strukturierter und
kräftiger.
Gewichtsverlust,
Fehlanzeige! Während der gesamten Trainingsaufzeichnung hat sich das Gewicht
kaum verändert. Der Proband befürchtete zunächst eine Gewichtszunahme durch den
Muskelaufbau, welche sich aber nicht bestätigte. Als Ausdauersportler bangt man
um jedes Gramm, das man während des Trainings oder eines Wettkampfes mit sich
rumschleppen muss.
Wichtig
waren im Laufe des Trainings die Ruhetage nach den Body Transformer-Einheiten.
Kräftige Radeinheiten einen oder zwei Tage nach dem BT-Training waren nicht
möglich. Es waren eher ein bis zwei Ruhetage nach der BT-Einheit nötig,
anschließend nur lange und ausdauernde Trainingseinheiten.
Mit dem
Body Transformer besteht die Gefahr eines Übertrainings, wenn man sich nicht
zügelt. Der Körper fühlt sich sehr gut an, hat aber noch nicht die vermutete
Power. Es ist deshalb darauf zu achten, dass man seinen Trainingsplan nach der
Gesetzmäßigkeit der Superkompensation ausrichtet und einhält. Auch wenn man
sich gut fühlt und glaubt, kurz nach dem BT-Training kräftige Einheiten
vollziehen zu können, sollte man darauf verzichten.
Ein
subjektiv geringerer Konditionsverlust nach längerer Trainingspause fiel
Positiv auf. Nach dreiwöchiger, krankheitsbedingter Trainingspause war es für
den Probanden leichter, wieder in das Training einzusteigen. Auch wurde das
vorherige Niveau schneller erreicht.
Bei
ausreichender Ruhephase ist ein spürbarer Gewinn an Leistung zu erzielen. Der
Faktor Zeit spielt bei vielen Triathleten eine wichtige Rolle. Nach Meinung des Probanden ist es möglich ein- bis zweistündige Krafttrainingseinheiten durch den
Body Transformer zu ersetzen. Deutlich wurde, dass der Body Transformer allein
einen Athleten nicht besser machte. Lediglich das gezielte Einbinden des Body
Transformers in den Trainingsalltag. Positiv sieht der Proband auch, dass
der Body Transformer ohne Fitnessclub-Mitgliedschaft genutzt werden kann.
Leider sind die Preise für das Training relativ hoch.
PROBAND C
Ruhepuls morgens
Zu Beginn
der Studie und während der Winterzeit besaß Proband einen morgendlichen
Ruhepuls von 58 Schlägen pro Minute. Im Verlauf der zwölf Trainingswochen
bildete sich ein Durchschnittswert von 53,18 Schlägen pro Minute. Es besteht
hier ein signifikanter Unterschied, der möglicherweise auch auf das BT-Training
zurückzuführen sein kann. Allerdings begann Proband C mit dem Einsetzen des
BT-Trainings, seine Umfänge im herkömmlichen Trainingsalltag zu erhöhen. Die
Umfangserhöhung ist ein wahrscheinlicherer Faktor für die Reduktion des
morgendlichen Ruhepulses, dennoch wird auch das BT-Training an dieser
Signifikanz beteiligt sein, zumal durch solch ein Training intra- und
intermuskuläre Zusammenarbeiten gestärkt werden und der Körper betreffend der
trainierten Muskelgruppen ökonomischer Arbeit verrichten kann. Für eine
detaillierte Datenerhebung fehlen leider mehr Angaben. Mit 17 Angaben von 84
möglichen liegt leider keine nötige Kontinuität vor.
Von den
84 möglichen Trainingsdaten über die zwölf Wochen wurden 17 Angaben von Proband
C geliefert.
Ruhepuls abends
Die
Datenerhebung des abendlichen Ruhepulses gleicht in seinen Werten, seiner
Bedeutung uns Aussage exakt dem Teil unter „Ruhepuls morgens“. Es handelt sich
hier lediglich um einen Ruhepuls von 53,13 Schlägen pro Minute hingegen 53,18
Schlägen pro Minute beim morgendlichen Ruhepuls.
Von den
84 möglichen Trainingsdaten über die zwölf Wochen wurden 15 Angaben von Proband
C geliefert.
Gewicht
Das
Gewicht von Proband C hat sich nahezu konstant gehalten. Zu Beginn der Studie
wog Proband C 75,5 kg. Nach den zwölf BT-Trainingswochen konnte ein
Durchschnittswert von 75,75 kg vermerkt werden. Somit ist Proband C
unwesentlich 0,25 kg schwerer als zu Beginn der Studie.
Von den
84 möglichen Trainingsdaten über die zwölf Wochen wurden 20 Angaben von Proband
C geliefert.
Puls nach BT
Nach
Abschluss der Studie ergab sich ein Durchschnittswert von 140 Schlägen pro
Minute unmittelbar nach dem BT-Training. Anfänglich lag der Puls bei Proband C
sehr hoch (150), nahm aber konstant mit dem Training ab. Nach Aussagen des
Probanden ist hier eine Parallele zu sehen mit der Adaptionsfähigkeit des
Trainings, denn zunehmend mehr gewöhnte sich Proband C an das BT-Training und
hatte nach Erreichen eines Pulses unter 142 Schlägen die Minute keinerlei
Probleme mehr, nach dem BT-Training seinen herkömmlichen Trainingsplan zu
verfolgen. Man sieht hier also sehr schön, dass sich der Blutkreislauf mit dem
BT-Training versucht zu arrangieren, was letztendlich zu einer Reduktion des
Durchschnittsminutenpulses führen kann.
Von den
12 möglichen Trainingsdaten über die zwölf Wochen wurden 8 Angaben von
Proband geliefert.
Fazit
Body-Transformer-Training Proband C
Vor dem
BT-Training war ich recht skeptisch, da ich lieber auf natürliche/herkömmliche
Weise meine angestrebten Leistungen erreichen möchte. Ein weiterer Dorn im Auge
war mir die Tatsache, dass der Body Transformer auf Kraft trainiert, sei es
reine Kraft oder Schnellkraft. Das Prinzip der Kraftausdauer leuchtete mir zwar
ein, dennoch wollte ich mich anfangs nicht so recht überzeugen.
Nach der ersten Einheit hatte ich ein wenig Blut geleckt, da ich mich extrem
fordern konnte, was in so kurzer Zeit in keiner anderen Weise möglich ist.
Neben dem Reiz, seinen inneren Schweinehund zu überwinden und an seine Grenzen
zu gehen, habe ich anfänglich nur gemerkt, dass mein herkömmliches Training nur
noch schwer zu realisieren war. Man kann sich am BT förmlich zerschießen, wenn
man sich nicht zügelt. Ein leichtes Übertraining oder aber auch unausreichende
Regenerationsphasen sind die Quittung, die ich vor allem in den ersten drei
Wochen spürte. Nach der gefundenen Intensität und Dauer konnte mein Körper das
BT-Training deutlich besser verkraften und adaptieren. Nach den besagten drei
Wochen fraß mich der Strom nicht mehr auf, sondern brachte mich ein wenig nach
vorne: Beim Laufen erhielt ich einen deutlich leichteren Einstig nach längerer
Pause. Subjektiv konnte ich stabiler an der Schwelle laufen. Treppen waren kein
Problem, von Anstiegen jeglicher Art ganz zu schweigen. Ebenso gute Ergebnisse
konnte ich im Wasser bemerken: Meine Körperspannung war durch das BT-Training
höher als ohne, demnach besaß ich eine bessere Wasserlage. Meiner Ansicht nach
konnte ich bei weniger Kraftaufwand schneller schwimmen. Mein Zug wurde ebenso
verbessert. Zu Zeiten des BT-Trainings waren meine Schwimmzeiten besser bei
gleichem herkömmlichem Training als im Vorjahr. Beim Radfahren verspürte ich
weniger Besserung. Anstiege gingen leichter, ich kann allerdings nicht
behaupten, dass meine Grundschnelligkeit dadurch besser wurde.
Alles in
Allem kann ich schreiben, dass mit das BT-Training gefallen hat. Es hat beim
Schwimmen und Laufen seine Wirkung gezeigt, dennoch würde ich weiterhin
herkömmlicher Trainieren wollen. Das liegt maßgeblich daran, dass für mich persönlich
eine BT-Einheit zu teuer ist. Sicherlich lassen sich sehr vorteilhafte Effekte
erzielen, aber um nicht stagnieren zu wollen, werden nach einer gewissen Zeit
zwei Einheiten pro Woche äußerst empfehlenswert. Dementsprechend die Kosten.
Wenn man
allerdings seinen Einheiten bedenkenlos finanzieren kann, ist das BT-Training
eine sehr gute und effektive Ergänzung zum herkömmlichen Training uns somit
sicherlich interessant für ambitionierte Athelten.
Bemängeln
würde ich die leicht störungsanfällige Software, die bei drei Einheiten
komplett aussetzte und mitten in der Einheit neu gestartet werden musste. Zum
andere scheinen die Elektroden des Öfteren kaputt zu gehen, was während einer
Einheit zu einer diskontinuierlichen Stromreizung führt und unangenehm sein
kann.
Danksagung:
Wir bedanken uns noch einmal recht herzlich für die freundliche Unterstützung des INJOY Wentorf, das es uns ermöglicht hat, an den Body Transformer Geräten trainieren zu dürfend. Des Weiteren gilt auch unser Dank Polar, die uns mit zwei Polar S625X ausgestattet haben, um unsere Daten zu erheben.
Dennis Wachter in Zusammenarbeit mit Benjamin Foks und Thomas Külper
Anzeigen:



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