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Specialized vs. adidas
Sonntag, 23 April 2006

Imageadidas und Specialized bringen ihre neuen Zugpferde ins Rennen. Bereits auf der Eurobike waren die beiden, Evil Eye ClimaCoolPro und Arc, zu bestaunen. Wir berichteten. Nun haben wir sie im Test und auf dem Renn- und Triathlonrad gegeneinander antreten lassen.


Produkt: Arc

Hersteller: Specialized

Tel.

URL: www.specialized.com

Preis: 190,-€ 

Details:
- Phototrope Gläser
- Titan-Bügel
- Robustes Case
- Reinigungstuch

Produkt: Evil Eye ClimaCool™ Pro

Hersteller: adidas 

Tel.: 0 7 32 / 37 11 17

URL: www.adidas.com/eyewear 

Preis: 189€

Details:
- Wechselgläser
- Robustes Case
- Reinigungstuch
- Bügel und Nasensteg verstellbar

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Tragekomfort und Design

Zwei Brillen wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Die eine rahmenlos, mit phototropen Gläsern und eher groß, die andere mit Rahmen, Wechselgläsern und sehr schmal. Lifestyle und Exklusivität verkörpern beide.

ImageSpecialized Arc: Das neuste Modell aus dem Hause Specialized ist ein wahres Leichtgewicht. Als leichteste Radbrille beworben, bringt sie nach Herstellerangaben nur 17g auf die Waage. Auf der Nase ist sie kaum zu spüren. Dies begünstigt der gut geformte, aber nicht verstellbare, Nasensteg. Leicht ist die Arc auch wegen der Titan-Bügel. Nachteil: die flexiblen Bügel sind nicht mit Gummi überzogen. Deswegen kann es dazu führen, dass die Bügel, angedrückt vom Helm, unbequem auf dem Ohr liegen.

 




Imageadidas Evil Eye ClimaCool Pro: Mit der überarbeiteten Version der Evil Eye setzt adidas eine hervorragende Modell-Linie fort. Im Gegensatz zum Vorgänger bietet das Modell 2006 aber keinen abnehmbaren Schweißfang. Dafür besticht das Design im Evil-Look, verstärkt durch das neue ClimaCool™-Ventilationssystem. Die Brille bietet individuellen Tragekomfort, dank des verstellbaren Nasenstegs und den, in drei Stufen verstellbaren, Bügeln. Wegen der schmalen Linienführung der Brille ist das Blickfeld nicht komplett abgedeckt. So kann es dazu kommen, dass man trotz Sonnenbrille von der Sonne geblendet wird, weil sie von oben herein scheint.

 

Funktionalität

Das Einsatzgebiet der Arc ist ganz klar die Straße. Das Blickfeld ist auf Grund der Größe der Brille sehr gut abgedeckt. Auch beim Fahren in der Aero-Position gibt es keine Probleme. Neben der Sonne werden die Augen auch gut vor dem Fahrtwind abgeschirmt. Während unserer Tests kam es gelegentlich dazu, dass die Brille im mittleren Teil leicht beschlug. Dies passierte immer dann, wenn sie zu dicht an die Augenbrauen rutschte. Ein Manko der Arc: Die Bügel lassen sich nicht zusammenklappen. Es ergibt sich zwangsläufig auch ein großes Aufbewahrungsetui, welches in keine Trikottasche passt. Unterwegs mal eben in der Tasche verstauen oder an den Kragen hängen ist leider nicht möglich.Image

Sehr zufrieden waren wir mit den Adaptalite™-Linsen, dem  phototropen Visier, der Arc. Selbst bei regnerischem Wetter war die Sicht gut. Der Blick wird in einen angenehmen blau-lila Ton gehüllt. Das Material, aus dem die Linsen Gefertigt sind  wird als NXT™bezeichnet. Dies ist leichter und als herkömmliches Polycarbonat und Bruchsicher.

Die Grafik erläutert vereinfacht die Funktionsweise.

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Phototrope Gläser passen sich den herschenden Lichtverhältnissen an.

 

Während unserer Ausfahrten ist die Evil Eye von adidas kein einziges Mal beschlagen. Zum einen dank des neuen ClimaCool™-Systems, zum anderen sind die Linsen anti-beschlag beschichtet. Eine unschlagbare Kombination während jeder Radtour und -rennen. Während dessen bleibt die Evil Eye auch dort wo sie hin gehört. Traction Grip™ heißt das System, mit dem die Bügel ausgestattet sind, bereits bekannt vom älteren Modell. Druckfrei und mit gutem Halt liegen die Bügel am Kopf. Ohne, dass die Brille verrutschen oder gar herunterfallen kann. Fahrer, bei denen das Gestell näher am Gesicht sitzt, hilft das neue Ventilationssystem. Direkt in Rahmen und Visier eingelassen sind Belüftungslöcher, die für eine gute Umlüftung der Brille sorgen und damit das Beschlagen verhindern.

Eine Brille mit Rahmen kann in manchen Fällen hinderlich sein. Nämlich immer dann, wenn man die Kante des Rahmens ständig im Blickfeld hat. Um dem vorzubeugen, ist es erforderlich, das Objekt der Begierde zuvor einmal aufgesetzt oder sogar Probe gefahren zu haben. Im Hinblick auf die individuelle Anpassung ist die Verstellmöglichkeit von Nasensteg und Bügeln ein weiterer Vorteil. Der Nasensteg, welcher am Visier befestigt ist, lässt sich in zwei Stufen verstellen. Die Bügel haben eine drei-stufige Verstellmöglichkeit.

Gute Sicht während unserer Ausfahrten lieferten die LST-Linsen, die schon in unserem großen Vergleichstest am besten abgeschnitten haben. Diese sind ebenso wie Rahmen und Bügel bruchsicher und konturenverstärkend.

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Verarbeitung

Beide Brillen sind sehr gut und mit hohem Aufwand gefertigt. Bei adidas steckt die Besonderheit in vielen kleinen Feinheiten und Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger-Modell. Specialized bietet schlichte aber hochqualitative Solidität. Nasensteg und Bügel sind mit dem rahmenlosen Visier verschraubt. An der Oberkante, an der die Bügel befestigt sind, macht es den Eindruck, als könnte diese Stelle bei einem Sturz oder ungeschickter Handhabung zu einer Bruchstelle führen.

Das Visier der Arc ist aber sehr Flexibel, so dass es nicht ab zu sehen ist, bei welcher Beanspruchung es zu einem Schaden kommen könnte.

 

Pflege

Beide Hersteller liefern die Möglichkeit, seine Brille zu säubern mit. Bei Specialized Arc ist es ein herkömmliches Brillenputztuch. Bei adidas sind es gleich zwei, die auch als Aufbewahrungsbeutel, zum einen für die Brille und zum anderen für das Wechselvisier, dienen.


Fazit

Evil Eye als auch Arc sind in zwei verschiedenen Größen erhältlich. Das Blickfeld wird abhängig von Gesichtsform und -größe mehr oder weniger gut vor Sonne und Wind geschützt. Wegen ihrer Form liegt die Specialized Arc in dieser Hinsicht aber vorn.

adidas hingegen bietet etwas für Individualisten. Die Evil Eye ClimaCool™ Pro steht in sechs verschiedenen Rahmenfarben zur Auswahl. Des Weiteren gibt es die ausgezeichneten LST-Linsen in vier verschiedenen Abstufungen. Mit verstellbarem Nasensteg und Bügeln sowie optional erhältlichem Performence Insert™ bietet sie sehr gute Anpassungsmöglichkeiten. Der Punkt für Individualität und Anpassung geht somit an adidas.

Ausstattung, Anpassung und bequemer Sitz bei der Evil Eye ClimaCool™ Pro stehen einem gut abgedeckten Blickfeld und Phototropen Gläsern, welche das wechseln überflüssig machen, gegenüber. Im Duell der beiden liegt die Evil Eye ClimaCool™ Pro um eine Nasenspitze vorn. Edles Design mit zu wenig Funktionalität. Die Bügel der Specialized Arc, zwar sehr flexibel aber nicht gummiert und nicht einklappbar, haben den Ausschlag gegeben. Für den Alltag vielleicht zu minimalistisch.

Über besser oder schlechter entscheidet letztendlich aber die Gesichtsform und der eigene Geschmack des Käufers.


Letztendlich richten sich die beiden Brillen an ein unterschiedliches Publikum.

Benjamin Foks


 
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