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Welche Räder wurden am meisten beim Ironman Hawaii gefahren? Der akteulle Bike-Count.

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Steuersache
Donnerstag, 01 Juni 2006
ImageAerolenker mit Aufsatz oder doch gleich eine komplette Zeitfahrlenkereinheit? Alles eine Frage des Komforts, des Gewichtes, der Aerodynamik und vor allem des Preises. Wir haben die derzeit meist gefahrenen Aerolenker und –aufsätze langzeitgetestet und hoffen, euch so einen guten Überblick darüber geben zu können, auf was es ankommen kann und wo die Unterschiede liegen. Viel Spaß.  

 

Einleitung

Das Schlagwort Aero ist jedem Triathleten ein Begriff. Im Kampf gegen die Uhr auf dem Rad wird an den unterschiedlichsten Ansatzpunkten versucht, dem Wind die kleinstmögliche Angriffsfläche zu bieten und windstromlinienförmig zu fahren. Bei keiner anderen Komponente wie dem Aerolenker kann man prozentual gesehen am ehesten ökonomisch fahren, begründet dadurch, dass man zum einen windschnittiger fahren und energieeffizienter auf dem Lenker liegen kann. Aber Lenker ist nicht gleich Lenker und Aufsätze ebenso nicht gleich Aufsätze. Wo liegt hier der Unterschied und was kommt eher für den Triathleten in Frage? Aerokombi oder gleich eine Monocoque-Einheit?
Im Folgenden lest Ihr über das Maß aller Dinge und über die Vielfältigkeit der Unterschiedlichkeiten von Lenker zu Lenker und Aufsatz zu Aufsatz.


A 900 Aero von OVAL 

OVAL A900Dieser Lenker könnte auch einem Science-Fiction-Film entsprungen sein. Aus einer entfernten Galaxie direkt zu uns auf die Straße. Nicht nur von den UCI ProTour-Teams im Zeitfahren genutzt sondern auch von den Top-Triathleten dieser Welt.
Unter den von uns getesteten Lenkern, der mit den meisten Verstell- und Anpassungsmöglichkeiten. Ohne integrierten Vorbau, wie Produkte anderer Hersteller, lässt sich der OVAL A900 im Neigungswinkel verstellen. Auflagepads und Extensions lassen sich in der Breite variieren. Die Pads zusätzlich im seitlichen Winkel und in der Höhe. Die Extensions lassen sich stufenlos in der Länge anpassen und drehen. Schade, dass nicht die optional erhältlichen Karbon-Extensions beiliegen. So muss man sich mit den doppelt geknickten Aluminium-Extensions zufrieden geben, die vielfältige Griffmöglichkeit bieten. Die Auflagepads und der Lenker sind aus Karbon. Trotzdem ist der A 900 nicht der leichteste im Test. Dafür aber der einzige bei dem die Bremshebel integriert sind und nicht zusätzlich erworben werden müssen.
Durch die vielen Anpassungsmöglichkeiten geht der Lenker sehr gut auf die Vorlieben des Athleten ein.
Für das letzte Quäntchen Aerodynamik sorgen die innen geführten Seilzüge zu den Bremsen und Bar-End-Schalthebeln. Damit ist ebenfalls eine saubere und anschauliche Kabelführung gewährleistet.
Problematisch kann dagegen das Anbringen des Tachos werden, wenn man keinen entsprechenden Geschwindigkeitsmesser sein Eigen nennt. Die integrierte Brücke des A 900 ist recht schmal, sodass man ein sehr kurzes Gummi braucht um den Fahrradcomputer zu fixieren. Wer seinen Tacho so wie so auf dem Vorbau anbringt hat dagegen keine Probleme.

Im Lieferumfang enthalten sind alle für die Montage notwendigen Schrauben, und Klemmen sowie Adapter für die Höhenverstellung der Auflagepads.
OVAL typisch ist die englischsprachige Bedienungsanleitung. Zwar ist das Anbringen des Lenkers auch ohne Anleitung möglich, jedoch ist es wünschenswert alle Warnhinweise und Montagetipps auch für Athleten verständlich zu machen, die der englischen Sprache nicht mächtig sind.

 

Mit knapp 700€ ein stolzes Stück Hightech, dass an Anpassungsmöglichkeiten nicht zu übertreffen ist. Für den kleineren Geldbeutel gibt es auch eine abgespeckte Aluminium Ausführung, den A 700.

 


A 910 Carbon von OVAL

Ein Rassiger Rennlenker ist der A910 Carbon. Extensions und Pad-Halterung aus Karbon, zusammengehalten von einer Aluminium-Klemme. Die Extensions sind in ihrer Länge variabel und die Pads lassen sich in Winkel und Abstand zueinander verstellen. Jedoch sind gerade die Pads und ihre Halterung etwas unangenehm aufgefallen. Zwar sind die Pads weich genug, OVAL A910doch umschließen sie die mit Klettverschluss versehene Halterung nicht weit reichend genug. Dieser Umstand kann dazu führen, dass man nach einiger Zeit stark gereizte Unterarme bekommt.

Positiv aufgefallen sind die Verstellmöglichkeiten. Die 270 mm langen Extensions lassen sich stufenlos in der Länge verstellen. Außerdem bietet OVAL Extensions in unterschiedlichen Varianten, optional, an. Die Pads sind in drei Stufen höhenverstellbar. Dazu liefert der Hersteller Abstandhalter in den Höhen 12,5 mm und 25 mm. Diese sind zudem aerodynamisch geformt.

Die Montage ist einfach und die in der Anleitung enthaltenen Warnhinweise und Tipps leicht verständlich. Englisch-Kenntnisse vorausgesetzt. Von einer schweizerisch-amerikanisch-Italienischen Kooperation ist doch eine Mehrsprachige Anleitung zu erwarten.

Wie es sich für einen guten Zeitfahraufsatz gehört sind die Schalthebel an den Extensionenden zu befestigen.



A 700 Slam von OVAL

Der Slam lässt sich stark mit der Konzeption des CGT von Profile vergleichen, wobei der Slam Aluminum-Extentions besitzt. Die Armauflagen sind angenehm gerundet, so dass der Arm gut gebettet recht geradlinig aufliegen kann, ohneOVAL A700 Slam dass es zu unnötigen Rutschsituationen kommt. Die Armauflagen können natürlich in der Breite und somit auch leicht in der Neigung verstellt werden. Die Befestigungsschellen der Extentions sind schlicht, unauffällig und leicht zu handhabend konzipiert und ermöglichen es, die Extentions zu rotieren und auch in der Länge zu variieren. Auch die Neigung ist verstellbar, so wie bei den meisten Clip-Ons. In Punkto Einstellung gut variabel.

Aufgrund der gekrümmten Extentions sind die Griffpositionen im Vergleich zu geradlinigen Extentions vielfältig. Je nach Vorliebe kann in die erste Krümmung gegriffen werden, um aerodynamischer/gestauchter auf dem Rad zu sitzen oder an zwei weiteren Stellen im Verlauf der Extentions.
Wie der CGT ist auch der Slam ITU/DTU-komform und sehr Variabeln bei den Einstellmöglichkeiten als auch bei den Griffvariationen.


TriMax Carbon von Vision by FSA

VISION TriMax Carbon

Auch der TriMax Carbon wird von UCI ProTour Profis eingesetzt. Das nicht Ohne Grund. Immerhin ist der TriMax die leichteste Lenkereinheit im Test.

 

Die großen Auflagepads und die gut greifbaren Extensions ermöglichen eine komfortable Haltung, wenn man denn in Zeitfahrposition von Komfort reden kann.

 

Sein spacig-aerodynamisches Design macht einen soliden und stabilen Eindruck.

 

Leider bietet der TriMax Carbon nur sehr wenige Einstellmöglichkeiten. Durch den integrierten Aluminium-Vorbau lässt sich der Lenker nicht neigen. Die Extensions sind fest und lassen sich weder drehen noch in der Länge verstellen. Lediglich die Auflagen lassen sich in drei mal drei Stufen verstellen. Zum einen in der Höhe, zum anderen im Abstand zu einander. Die Pads sind beigelegt und müssen eigenständig auf die Auflagen geklebt werden.
Für die meisten Hobbyfahrer ein Problem: Der Lenker muss passen, da man weder Vorbau- noch Extensionlänge im nach hinein verändern kann. Somit ist vorheriges Abmessen oder Probe fahren nötig. Davon abgesehen ist der TriMax Carbon ein formschöner, solider Lenker. Die ebenso schönen Bremshebel sind leider nicht mitgeliefert und müssen extra erworben werden. Minimalismus spricht aus den leichten, flachen, geschwungenen Aluminium-Hebeln. An diesen Lenker möchte man auch keine anderen anbringen und somit ein Muss. Seilzüge sind selbstverständlich innen verlegt. Die von den Schalthebeln kommenden Züge laufen teilweise in den Extensions. Kurz vor Ende werden diese nach außen geführt.

Vision hat für alle Vorlieben einen Lenker im Angebot. Beim TriMax sind die „Flügel“ nicht abgesenkt. Wer auf der äußeren Griffposition lieber etwas niedriger liegt, für den hat Vision den Carbon Pro im Sortiment. Wer vorzugsweise mit „S-Bend-Extensions“ fährt, für den ist der TriMax Carbon - Racing Bend die richtige Wahl. Dummerweise lassen sich die Extensions nicht tauschen. Sollten sich die Vorlieben mit der Zeit ändern steht eine Neuanschaffung ins Haus. Für den kleineren Geldbeutel gibt es auch eine Aluminium-Ausfürhung.

Im Lieferumfang enthalten sind eine Reduzierbuchse und eine Gabelendabdeckung. Die Bedienungsanleitung ist dreisprachig. Deutsch sucht man leider vergebens.

 

 

 

 

Clip-On Carbon Pro von Vision by FSA

 

Eine hochwertige und etwas teurere Alternative bietet Vision mit dem Carbon Pro. Durch seine Länge und Form bietet dieser Aufsatz vielfältige Greifmöglichkeiten. Für diesen Clip-On spricht die hervorragende Verarbeitung. Die Karbon Extensions sind ergonomisch gestaltet, sodass man sicher und fest an den VISION Carbon Protypischen Positionen greifen kann. Leider sind die Extensions nicht verstellbar. Dafür ist der Carbon Pro in vier Längen erhältltich. Besonders aufgefallen ist die große Auflagefläche für den Unterarm. Diese sind in drei stufen Variabel. Verwunderlich ist nur weshalb der Hersteller das selbst auf zu klebende Auflagepad nicht genau so groß gestaltet hat wie die Halterung dafür. Auflagepads sind standardmäßig bei jedem Hersteller mit Klettverschluss versehen. Bei einigen sind die Pads aber so klein geraten oder so ungünstig mit Kanten oder Nähten versehen, dass man auf dem Klettverschluss aufliegt und dieser dann Reizungen hervorrufen kann. Nicht so bei Vision. Die Auflagepads sind sehr gut verarbeitet.

 

Die Höhe der Auflagen ist durch die mitgelieferten Abstandshalter variabel. Vorinstalliert sind 12,5 mm hohe, aerodynamisch geformte, Halter. Diese können durch 25mm hohe ausgetauscht werden.

 

Der Carbon Pro ist auch als Carbon Pro Racing erhältlich. Bei dieser Variante sind die Extensions anders geformt. Bei beiden Aufsätzen lassen sich Shimano- und Campagnolo-Rahmenschalthebel installieren.

 

 



Clip-On TT Mini von VIsion by FSA

Der in der ITU zugelassene Clip-On ist kein Aufsatz für Einsteiger. Mit den Handgelenken auf den Pads aufliegend, die Extensions mit den Händen fest umgriffen und die Arme eng beieinander. Den Oberkörper damit in einer aerodynamischen Position fixiert VISION TT Minilässt sich gute Beinarbeit leisten.
Kaum tiefer liegend als im Untergriff des Rennradlenkers dafür aber ein Stück Aerodynamischer lässt sich das Rad gut lenken.

Im Lieferumfang enthalten ist eine Aero-Brücke die sich zwischen die Extensions schrauben lässt. Auf dieser lässt sich der Radcomputer anbringen oder besser, die Daumen ablegen. Diese Brücke dient dem angenehmen greifen. Alles andere als Angenehm ist dafür die Montage des kleinen aerodynamischen Aluminium Stücks. Etwa 20 Min. haben wir beim ersten Mal allein für Montage der Brücke gebraucht. Das Anbringen der Extensions dagegen ist ein leichtes. Besonders vorteilhaft ist die Auslegung für Lenker mit einem Durchmesser von 31,8 mm. Durch die mitgelieferten Adapterplatten lässt sich der Aufsatz auch für Lenker mit Klemmdurchmesser 26,0 mm verwenden.

Außerdem enthalten ist ein zusätzliches Pad. Ein Wechsel ist dank Klettverschluss schnell und einfach möglich. Leider sind die Pads für nur eine Seite bestimmt. Im Lieferumfang enthalten ist also ein Ersatzpad für die rechte Seite. Sollte das linke Pad verloren oder kaputt gehen bleibt eine Bestellung nicht aus. Unserer Ansicht nach sehr kurios. 

 


Carbon X von Profile Design

 

PROFILE DESIGN Carbon XDer Carbon X ist einer der meist gefahrenen Aerolenkereinheiten auf der Langstrecke. Dies zu Recht? Vor der leichten Montage wurde unsere Motivation ein wenig getrübt, da die Einheit nahezu 1000 Gramm auf die Wage bringt. Etwas leichter wäre wünschenswert. Begründet wird das Gewicht vor allem durch den integrierten Vorbau, der einen nicht ganz leichten Alukern in sich birgt. Auch die Schalen der Armauflagen bestehen aus Metall, was das Gewicht unserer Meinung nach unnötig anhebt. Sieht man über die Gewichtsangabe hinweg, gibt es einen weiteren Kritikpunkt, den wir als sehr gewöhnungsbedürftig und einschränkend erachten: Da der Basislenker den Vorbau integriert, ist nicht viel Variationsspielraum ermöglicht. Einzig die Extentions, die leicht nach innen gekrümmt sind, sind in die Tiefe und rotatorisch verstellbar. Eine Neigung des gesamten Lenkers in der Vertikalen ist leider nicht möglich.

Die Extentions sind optimal für Rahmenschalthebel ausgelegt; die Seilzüge werden selbstverständlich innen verlegt, wobei man den Austrittspunkt des Seilzuges pro Seite an zwei Stellen wählen kann, je nach Vorliebe.

Im Lieferumfang des Carbon X sind keine weiteren Extras enthalten; die von Profile Design angebotenen Quick Stop 2 Bremshebel sind optional, ebenso wie die Rahmenschalthebel.

Neben dem uns zusagenden Design hat uns der Lenker neben seinen leichten, im oberen Teil beschriebenen Schwächen, durch seinen Komfort überzeugt. Die Extentions so wie die Armauflagen lassen sich sehr gut verstellen; viele unterschiedliche Einstellungen werden erlaubt. Die Extentions lassen sich sehr gut greifen, ebenso gut auch verstellen. Volle Punktzahl erhalten die Armauflagen. So wie beim CGT ist die Stofffläche der Pads großzügig gestaltet, so dass der Rand der Armauflage komplett überdeckt wird. Das Resultat ist absoluter Komfort ohne jegliche Druckstellen. Neben diesem Konzept hat uns auch die Größe der Pads überzeugt. Einfach nur bequem. Ebenso voll punkten konnte der Carbon X bei den Griffvariationen. Hingegen der High-End-Modelle anderer Hersteller ist es bei diesem möglich, nahezu den gesamten Basislenker für eine gute Griffposition zu nutzen, solange es die Armauflagen zulassen. Gerade für Triathleten, die nicht nur liegend im Aeroaufsatz ihre Kilometer sammeln, werden mit dieser komfortablen Lenkereinheit ihren Spaß haben. Für die kürzeren Strecken vielleicht etwas zu schwer, aber auf der langen eine gute Empfehlung. Selbstverständlich lässt sich beim Carbon X auch Profiles Aerodrink montieren.

 

CGT von Profile Design

Profile hat mit dem CGT einen Aeroaufsatz auf den Markt gebracht, der sich aufgrund seiner ITU- und DTU-Konformität für kurze Distanzen eignet. Neben den in der Länge verstellbaren Extentions bietet der CGT eine wunderbare Ergonomie. Die Pads sind im Verhältnis zu Syntace größer und bietet eine verlängerte Stoffkante des Pads zur komplettem PROFILE DESIGN CGTÜberdeckung der Schale der Armauflage. Absolut kein Drücken. Die großzügigen Pads und die geschwungenen, nach innen geneigten und äußerst ergonomischen Extentions machen den CGT zu einem sehr angenehmen Aeroaufsatz.

Ähnlich wie beim XXS von Syntace fanden wir, dass der CGT auch auf längeren Strecken eine gute Figur gemacht hat und dies noch ein Tick besser als der XXS, was vornehmlich an der hervorragenden Ergonomie liegt. Wirklich störend empfanden wir das Gewicht des aus Karbon bestehenden Aufsatzes: 544 Gramm sind für einen aus leichtem Werkstoff bestehenden Aufsatz etwas zu viel. Doch nimmt man die paar mehr Gramm in Kauf, erhält man mehr Komfort. Beim XXS gilt dies genau umgekehrt.


 

SLS von Syntace

Für alle Distanzen geeignet und auf der Langstrecke zu hause. Lange Distanzen sind mit dem SLS, die richtige Größe vorausgesetzt, kein Problem und angenehm zu fahren.

SYNTACE SLSSyntace setzt bewusst auf Aluminium. In der Produktpalette findet sich lediglich ein Rennradlenker aus Karbon. Mit viel Erfahrung und hohem Qualitätsstandart wurde auch der SLS umgesetzt. Daraus entstanden ist ein solider Aluminium-Lenkeraufsatz.

Das Material ist auch eine Preisfrage. So ist das Aluminium Modell günstiger und leichter als die Karbon-Konkurrenz von Vision. Ein weiterer positiver Aspekt: Syntace gewährt auf alle Produkte 10 Jahre Garantie und auf jeder Verpackung und Anleitung findet man Einstellempfehlungen für Einsteiger.

Des Weiteren liegen ein 5 mm Inbus-Schlüssel und ein Jojo bei. Ein nettes „Gimmick“.



C2 Clip von Syntace

Der C2-Clip von Syntace ist der Klassiker unter den Zeitfahraufsätzen. Er ist schlicht, bietet ein im Verhältnis niedriges Gewicht und ermöglicht aufgrund der Krümmung derSYNTACE C2 Clip Extentions ein variantenreiches Umfassen des Aufsatzes. Beide Extentions können unabhängig voneinander montiert und verstellt werden. Eine Brücke ermöglicht die Verbindung beider Extentionenden. Eine weitere „Aufrüstmöglichkeit“ ist neben der Brücke der Computer Mount zum übersichtlichen Befestigen des Radcomputers. Weiterhin kann ein Aeroshift mittig zwischen den Extentions befestigt werden, damit man Rahmenschalthebel an den Aufsatz montieren kann.

Im Test ließ sich der C2 Clip sehr angenehm fahren. Er ist auf jeder Distanz zuhause, bietet allerdings für die längeren Distanzen etwas weniger Komfort als einige Mitkonkurrenten. Neben des soliden und unkomplizierten Charakters des Aufsatzes ist negativ aufgefallen, dass die Platzierung der Pads nie exakt bündig ist und somit auf einer Seite immer Kanten der Armauflageschale entstehen, die zuweilen drücken können (je nach Sitzposition). Auch störend empfanden wir es, dass man Rahmenschalthebel nur über ein Zusatzmodul verwenden kann, im Gegenteil zu der herkömmlichen Positionierung an den Extentionenden.

Positiv hingegen ist der Lieferumfang. Mit dem enthaltenen Inbusschlüssel lässt sich der Aufsatz montieren und einstellen. Auf der Verpackung verzeichnete Markierungen und ein beigelegtes Jojo helfen bei der Bestimmung und Justierung, der von Syntace empfohlenen, Winkel.

 

 

XXS von Syntace

 

Der XXS ist Syntaces kleinster Aeroaufsatz und richtet sich maßgeblich an DTU- und ITU-konforme Wettkämpfe. Die Extentions sind gerade konzipiert und ermöglichen kaum ein SYNTACE XXSvariantenreiches Umfassen dieser. Was aber für das Einsatzgebiet auch nicht zwingend notwendig ist. Die Pads sind so konzipiert wie beim C2 Clip und werfen selbige Probleme auf. Dennoch lässt es sich sehr gut auf dem XXS liegen und das bei erstaunlich viel Komfort.

Auf der kurzen Strecke Zuhause haben wir uns dennoch auch an lange Ausfahrten gewagt und waren für den minimalistisch konzipierten Aufsatz überrascht. Unsere Probanden fühlten bequem und locker, selbst nach 130 Kilometern. Zu Beginn muss man sich an die gerade Linie der Extentions und den Mangel an Ergonomie gewöhnen, hat man dies getan, lässt es sich auf der langen Strecke ähnlich angenehm fahren wie der C2 Clip, der eben „nur“ mehr Variationsmöglichkeiten im Griff bietet. Zudem ist der XXS für einen Aluaufsatz sehr leicht, was für Grammeinsparer nicht unwesentlich sein sollte.

 

 

 

 

 

 

OVAL A900

 

OVAL A910

 

OVAL A700 Slam

Modell:

A 900 Aero

A910 Carbon

A 700 SLAM

Hersteller:

OVAL

OVAL

OVAL

Art:

Aerolenkereinheit

Aufsatz (Clip-On)

Aufsatz (Clip-On)

Einsatzgebiet:

Zeitfahren, Triathlon

Triathlon

Triathlon

Größen:

0 - 287 mm,
42 cm Lenkerbreite

0 - 293 mm

160 - 260 mm

Gewicht:

945 g (mit Bremshebeln)

295 g

475 g

Material:

Karbon (Lenker),
Alu (Extensions, Bremshebel)

Karbon (Extensions)

 

 

Klemm-Ø:

26,0 mm

26,0 mm 
(auch 31,8 mm erhältlich)

31,8 mm / 26,0 mm (Adapter enthalten)

Preis:

698,-

199,-

139,-

Garantie:

3 Jahre

3 Jahre

3 Jahre

Fazit:

 

Viele Verstellmöglichkeiten, integrierte Bremshebel und eine gute Seilzugführung machen ihn für Einsteiger und Fortgeschrittene einsetzbar. Karbon- anstelle von Alu-Extensions wären wünschenswert.
Auflagepads sind nicht besonders bequem.

Sehr viele Einstellmöglichkeiten. Die Auflagepads sind etwas gewöhnungsbedürftig.
Ist für auf allen Distanzen einsetzbar.
Der leichteste Aufsatz im Test.

Solide und günstig. Ähnlich wie der CGT eine hohe Vielfallg an Einstellmöglichkeiten und Griffpositionen. Selbst das Gewicht stimmt für Alu-Extentions. ITU und DTU-konform.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VISION TriMaxCarbon

 

VISION Carbon Pro

 

VISION TT Mini

Modell:

TriMax Carbon

Clip-On Carbon Pro

Clip-On TT Mini

Hersteller:

Vision by FSA

Vision by FSA

Vision by FSA

Art:

Aerolenkereinheit

Aufsatz (Clip-On)

Aufsatz (Clip-On)

Einsatzgebiet:

Triathlon, Zeitfahren

Triathlon

Triathlon (Olymp. u. Kurzdistanz)

Größen:

320, 340, 360, 390 mm,
41 mm Lenkerbreite

230, 250, 270 mm

170 mm (DTU/ITU-komform)

Gewicht:

850 g

400 g

450 g

Material:

Karbon (Lenker, Extensions),
Aluminium Vorbau

Karbon
Aluminium

Klemm-Ø:

1- 1-1/8" Gabelschaft

26,0 mm
(auch 31,8 mm erhältlich)

26,0 mm und 31,8 mm
(adapter enthalten)

Preis:

660,-

199,-

130,-

Garantie:

3 Jahre

3 Jahre

3 Jahre

Fazit:

 

Formschöner, solider Lenker. Leider nur sehr wenige Verstellmöglichkeiten und Bremshebel müssen extra erworben werden.
Leicht und bequem.

 

Für Karbon etwas schwer, dennoch angenehm funktional für eine gerade Führung der Extentions. Gemessen des Gewichtes etwas zu teuer. In Sachen Design klarer Vorteil gegenüber der leichteren Alternative Syntace.

Schwerer und günstiger als der Syntace XXS mit gleichem Einsatzgebiet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PROFILE DESIGN Carbon X

 

 

 

Modell:

Carbon X

 

 

CGT

Hersteller:

Profile Design

 

 

Profile Design

Art:

Aerolenkereinheit

 

 

Aufsatz (Clip-On)

Einsatzgebiet:

Zeitfahren, Triathlon

 

 

Triathlon (Olymp. und Kurzdistanz)

Größen:

100, 120 mm Vorbau,
40 cm Lenker

 

 

80 mm Längenanpassung

Gewicht:

1000 g

 

 

544 g

Material:

Karbon

 

 

Karbon

Klemm-Ø:

1- 1-1/8" Gabelschaft

 

 

26,0 und 31,8 mm Lenkerklemmung

Preis:

459,95

 

 

159,95

Garantie:

 

 

 

 

 

 

Fazit:

Eine Lenkereinheit mit vielen Griffvariationen. Sehr bequem, gut verstellbare Extentions, leider nicht in der Vertikalen verstellbar. Der Vorbau ist integriert, daher nicht viel Spielraum für Verstellungen. Der Lenker muss passen und gefallen, oder eben nicht.

 

 

Ein sehr angenehm zu greifender Aufsatz mit guten Verstellmöglichkeiten.
Die Krümmung der Extentions nach innen, die zudem sehr ergonomisch sind, bleiben Geschmackssache, erschienen uns aber als sehr angenehm zu fahren. Gerade bei Kurzdistanzen. ITU- und DTU-konform.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SYNTACE SLS

SYNTACE C2 Clip

 

SYNTACE XXS

Modell:

SLS

C2 Clip

XXS

Hersteller:

Syntace

Syntace

Syntace

Art:

Aufsatz (Clip-On)

Aufsatz (Clip-On)

Aufsatz (Clip-On)

Einsatzgebiet:

Triathlon

Triathlon

Triathlon (Olymp. u. Kurzdistanz)

Größen:

S (240 mm), M (270 mm), L (300 mm)

S (235 mm), M (265 mm), L (295 mm)

200 mm Kürzbar mit Skala (DTU/ITU-komform)

Gewicht:

328 g (M)

376 g (M)

328 g

Material:

Aluminium

Aluminium

Aluminium

Klemm-Ø:

26,0 mm

26,0 mm

26,0 mm

Preis:

189,-

149,-

149,-

Garantie:

10 Jahre

10 Jahre

10 Jahre

Fazit:

Sehr guter Allround- und Langstreckenlenker, mit gutem Preis- Leistungsverhältnis und geringem Gewicht.

Der Klassiker bei jeden Distanzen. Preisgünstig und funktional. Durch die gekrümmten Extentions (nicht verstellbar) sind gute Griffvarianten möglich. Ein Leichtgewicht geeignet für Einsteiger.

Leicht und schlicht gehalten. Einfach nur gut für kurze Distanzen. Über längere Distanzen kann der Clip-On auf grund seiner fehlenden Ergonomie unbequem werden. ITU- und DTU-konform.

 

Gesamtfazit

Welchen Lenker oder Lenkeraufsatz brauche ich? Dies ist die einzige Frage die zu klären gilt. Unsere Übersicht zeigt, dass für Einsteiger ebenso wie für ambitionierte Fahrer Aufsätze und Lenker angeboten werden.

Ein solider Aluminium-Aufsatz von Syntace bildet für Hobby-Triathleten und Radmarathon-Fahrer eine gute Basis. Von der Kurz- über die Olympische- bis zur Langdistanz können die getesteten Aufsätze mit gewissem Komfort gefahren werden. Einzige Ausnahme kann der XXS bilden. Mit dem „Kürzling“ der Syntace-Familie sind lange Ausfahrten nicht jedermann Sache.
Nachteil: Syntace-Lenker passen oder sie passen nicht. Vorheriges Probefahren bietet sich an.
Vorteil: Hohe Qualität und gutes Zubehör. Im Verhältnis niedriger Preis.

Wer weniger Wert auf hohen Komfort legt, dafür aber mehr auf Gewicht und Variationsmöglichkeit,  der ist mit Aufsätzen des Herstellers OVAL bestens bedient. Längenverstellbare Extensions und vielfältige Einstellmöglichkeiten für die Auflagepads gepaart mir Karbon-Elementen machen den Triathlon-Lenkeraufsatz erst komplett.
Der Komfort hängt unter anderem mit den Extensions zusammen. Diese können bei OVAL optimalerweise getauscht werden. Je nach Strecke und bevorzugtem Greifen lassen sich optional Extensions dazu kaufen und leicht montieren.
Ebenso wie Syntace bietet Vision wenige Verstellmöglichkeiten. Dafür aber sehr gute Griffigkeit und große Auflagepads. Der amerikanische Hersteller liegt damit im guten Mittelfeld und bietet eine Alternative zu dem deutschen Traditionsunternehmen.
Kurios: Optionales Zubehör wie Computer Mount und Trinkflaschenhalter für Lenker und Aufsatz werden mit Kabelbindern befestigt.

Neben Syntace derzeit am häufigsten auf dem Markt verbaut ist Profile Design. Profile bietet für jede Preisspanne Aerolenker und Aufsetze. Das Top-Modell ist der Carbon X, leider fehlt bei den Monocoque-Lenkern die Variationsmöglichkeit. Der Vorbau ist integriert und eine Neigung somit nicht mehr möglich. Profiles Clip-Ons, im Test durch den CGT vertreten, sind sehr komfortabel, Variabel und akzeptabel im Gewicht. In Sachen Gewicht lässt der Carbon X allerdings Minuspunkte, denn in in dieser Preisklasse und für Karbon kann man erwarten, dass unter der 1000 g-Grenze kozipiert wird. Dennoch bietet Profile Design sehr viele verschiedene Alternativen und hingegen den Mitbewerbern im Test kann man den Carbon X auch angenehm am Basislenker greifen. Unserer Meinung nach der Variationsreichste Hersteller, leider fehlt ein wenig Detail.

Benjamin Foks und Dennis Wachter

 

 
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