|
Die Stadt Hamburg präsentierte die 5. Auflage des City Man.
Nach dem Absprung des bisherigen Hauptsponsors Holsten erscheint der Hamburg
City Man in neuem, blauen Antlitz. Welche Eindrücke das TriComponents.info-Team aus Hamburg mit nimmt und was die Athleten in der Hansestadt geboten bekommen, lest ihr im Folgenden.
Von Jahr zu Jahr wuchs der Event und wurde nach und nach zum
Kult und einem weiteren Wahrzeichen für viele Hamburger. So ist der City Man in 5 Jahren zur weltweit größten
Triathlon-Veranstaltung gewachsen. 6600 Teilnehmer haben sich für die
Jedermannrennen am 9. und 10. September angemeldet. 3600 für die Sprintdistanz
weitere 3000 für die olympische Distanz.
Über die Schwierigkeit der Organisation eines solchen Events
ist nicht zu streiten.
Organisation
Bevor es am Samstag oder Sonntag an den Start ging, musste
man wie so üblich durch die Akkreditierung. Am Jungfernstieg, gesäumt von Zelten bekannter
Hersteller und Sponsoren wie Kluth, Adidas oder ORCA, war die
Startbeutelausgabe.
Ab Donnerstag von 9:00 – 19:30 Uhr, sowie noch kurz vor dem
Start an beiden Tagen war es möglich, seine Startunterlagen ab zu holen. Das war
für jeden Berufstätigen zu bewältigen.
Angenehm ist bei solch großen Veranstaltungen wie dem City
Man immer was einen im Starterbeutel erwartet. Neben dem „coolem“ Beutel, wie
er in der Vergangenheit noch hieß, gab es eine Trinkflasche, die aktuelle
Ausgabe der Zeitschrift „Triathlon“ sowie „Knabberkram“ von Kluth und
Energie-Gels von Multipower.
Das Finisher-Shirt, welches in den Zeiten des Hauptsponsors
Holsten noch inklusive war, musste in diesem Jahr für 14,90€ zusätzlich erworben
werden. Dafür erhielt man allerdings ein qualitativ hochwertiges
T-Shirt mit gesticktem Emblem.
Es gibt immer Dinge die besser gemacht werden können, so leider
auch beim Hamburg City Man. Der Einlass in die Wechselzone wurde gut kontrolliert, war
allerdings nur schwierig und über Umwege zu erreichen. Zuschauer und Athleten auf
dem Weg zum Eingang der Wechselzone teilten sich zum Teil sehr enge Wege. Besonders samstags ein Problem, da die Innenstadt gut
besucht von Touristen und Einkaufslustigen Passanten war.
Positiv: Der laufende Wettkampfbetrieb wurde nicht
behindert, da die Wettkampfstrecke nicht zwingend von Passanten überquert werden musste.
Viele, zum Teil freiwillige, Helfer waren auf der Strecke
als auch in der Wechselzone und wiesen den richtigen Weg. So kam es nur in einzelnen
Fällen dazu, dass ein Athlet lediglich eine der zwei Radrunden fuhr oder beim
laufen die falsche Richtung einschlug.
Auf allen Streckenabschnitten sorgten Polizei, Feuerwehr und
THW dafür, dass die Athleten ungehindert der gut ausgeschilderten Strecke
folgen konnten. Auf etwas entlegenen Abschnitten sorgten sie zusätzlich für die
nötige Stimmung. Schwimmen
Vom Ballindamm, der jedes Jahr aufs Neue zur Wechselzone
umfunktioniert wird, bis hin zum Start am Jungfernstieg, lagen, je nach
Startplatz, bis zu einem Kilometer.
Da die Wechselzone nicht direkt an den Schwimmstartpunkt
angrenzte, mussten alle Athleten barfuss – die wenigsten haben an Badelatschen
gedacht - und im Neoprenanzug aus der Wechselzone durch Spaziergänger,
Passanten und Fans bis zum Schwimmstart. Unglücklicher Weise wird zwischen
Ballindamm und Jungerfernstieg gebaut. Sodass, das Barfuss gehen teilweise sehr
unangenehm wurde, wenn es über einen noch nicht fertig gestellten Bürgersteig
ging. Diesen hätte man zumindest mit Teppich auslegen können, wie es in den
Vorjahren der Fall war.
Am Schwimmmausstieg am Rathausmarkt standen Helfer die einem
aus dem Wasser halfen. Die Stufen und der Weg bis zum Fahrrad waren dann mit
Teppich ausgelegt. Am Rand der Strecke waren Sonntag selbst bei den ersten Startgruppen
schon viele Fans, die für eine super Stimmung sorgten. Der Samstag viel ertwas mäßiger um die frühe Morgenstunde aus.
Radfahren
Die Radstrecke wurde leicht abgeändert. Es wurde auf
Kopfsteinpflaster-Passagen verzichtet und war leicht profiliert. Für die
Athleten auf der Sprintdistanz gab es am Samstag eine 22 km Runde zu bewältigen.
Sonntag auf der Olympischen Distanz wurden zwei 20 km Runden gefahren. Am
Wendepunkt nach etwa 10 Km gab es einen Versorgungsposten mit Wasserflaschen
Obst und Energieriegeln
Laufen
Die Laufstrecke an der Alster – wohl eine der schönsten und
beliebtesten Hamburgs – führte vorbei an Villen und Botschaften und bot
teilweise wunderschöne Ausblicke auf Alster und Innenstadt.
Nachdem der Veranstalter einräumte, die Laufstrecke in den
vergangen Jahren etwas zu knapp bemessen zu haben wurde der Wendepunkt
entsprechend verlegt.
Wer an den Fans vorbei kam, die an der Wechselzone auf ihre „Helden“
warteten und fleißig anfeuerten, erreichte nach wenigen hundert Metern den
ersten Versorgungsstand. Insgesamt gab es vier Mal die Möglichkeit sich mit
Getränken, Obst und Energieriegeln zu versorgen.
Fazit
Insgesamt war die Versorgung, Streckenführung und
–absperrung sehr gut. Im Zielbereich war ausreichend Platz und Möglichkeit
seine Energiereserven wieder zu füllen. Der Veranstalter stellte
Kleiderbeutelaufbewahrung, Möglichkeit zum Duschen und umziehen sowie Massagen bereit.
Über einen Not-Check-Out hatten Athleten der ersten Startgruppen Möglichkeit
vor offiziellem öffnen der Wechselzone ihr Rad und Equipment zu holen. Bei
diesem Not-Check-Out konnte es allerdings zu erheblichen Anstehzeiten kommen.
Da nur jeweils zehn Personen für zehn herauskommende Athleten eingelassen
wurden. Dies gewährleistete jedoch den reibungslosen Rennverlauf in
der Wechselzone.
Kurz & Knapp
Hamburg City Man
Strecke: Sprintdistanz (0,5 km, 22 km, 5 km) Teilnehmer: 3600 Kosten: 59,50€ Start: ab 8:30 Uhr (150 Teilnehmer pro Block)
Strecke: olympische Distanz (1,5 km, 40 km, 10 km) Teilnehmer: 3000 Kosten: 69,50€ Start: ab 7:40 Uhr (150 Teilnehmer pro Block)
Event: Hamburg City Man
Veranstalter:Upsolut Event GmbH
Benjamin Foks
|