Ivan Basso wechselt trotz ungeklärter Dopingbe- schuldigungen zu Discovery Channel. Ulrich bleibt zuver- sichtlich.
Der italienische Radprofi Ivan Basso, der wie Jan Ullrich in
diesem Jahr wegen des Dopings verdächtigt wurde, hat nun mit dem Rennstall von
Discovery Channel ein neues Team gefunden. Zwar wurde er in Italien vom
Olympischen Komitee und Radsportverband freigesprochen, seine Unschuld hat der
Ex-CSC-Fahrer jedoch noch nicht beweisen können.
Mit der Neuverpflichtung steht das US-amerikanische Team den
anderen Pro-Tour-Teams gegenüber, welche sich dem Kodex verpflichtet haben,
keinen unter Dopingverdacht stehenden Fahrer zu verpflichten.
Die Quittung für diese Vorgehensweise folgte rasch, da u.a.
der Organisator der Dänemark-Rundfahrt, Jesper Worre, verkündete, dass Basso
und Discovery Channel bei seinem Rennen unerwünscht seien und dem Italiener die
Starterlaubnis vorenthalten werden würde. Gleiches gilt für Kai Rapp,
Veranstalter der Deutschland-Tour, der verlauten ließ, dass sowohl Jan Ullrich
als auch Basso nicht starten dürften, so lange noch keine Aufklärung ihrer
Fälle vorliege und beide nicht rehabilitiert seien.
Ullrich, der nach wie vor weder Team noch Lizenz hat,
weigert sich weiterhin, den Forderungen nach einem DNA-Test nachzugeben. Zudem
sieht sich der Deutsche dem Verdacht ausgesetzt, Urinproben manipuliert zu
haben, wie ihn der schweizer TV-Sender SF 1 erhob.
Nichts desto Trotz gibt sich Ullrich zuversichtlich, bald
wieder Rennen zu bestreiten. Dieser Ansage halten eben allerdings so manche
Veranstalter klassischer Fahrten Ablehnung und Skepsis entgegen. Dass Ullrich aber
sehr wohl die Chance hat, trotz seiner Blockadehaltung von einem Rennstall
aufgenommen zu werden, zeigt das Beispiel des italienisch-russischen Teams
Tinkoff, welches den Tour-de-France-Sieger von 1997 seit einiger Zeit gerne in
seinen Reihen hätte.
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