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Nicht nur in der Übergangszeit ist es wichtig, eine verlässliche äußerste Textilschicht zu tragen. Bei wechselhaften Klimabedingungen auch im Frühling und Sommer stellt sich die Frage: Dünn, Wind und Wasser abweisend, atmungsaktiv sowie leicht? - Wir haben für Euch getestet, was die aktuellen Modelle alles zu bieten haben.
Auch in dieser Saison präsentieren zahlreiche namhafte Hersteller ihre leichten Jackenmodelle für den Läufer. Natürlich geht es dabei grundsätzlich darum, die eigenen älteren Produkte zu verbessern, die der Konkurrenz zu übertreffen, durch Stoff-, Web- sowie Membrantechnologien und optimierter Passform dem Sportler ein Höchstmaß an Komfort zu ermöglichen – und letztlich hierdurch bessere Leistungen zu ermöglichen.
Wir haben vor diesem Hintergrund eine Auswahl von 12 aktuellen Jacken auf Herz und Nieren geprüft, um herauszufinden, welchem Anspruch welches Modell gerecht werden kann.
Gore Running Wear - Magnitude Jacket
Material: Oberstoff: 100% Polyamid
Einsatz + Futter: 100% Polyester (Mesh für Kragen, Rücken und Arme)
Geschlecht: männlich
Preis: € 189,95
URL: www.gorerunningwear.com
Tel.: 0 89 / 461 20
Gleich beim Anziehen dieser Jacke fällt zunächst einmal die heraus stechende Ergonomie auf – kein anderes Herrenmodell im Test besitzt eine derart auf die Körperkonturen abgestimmte Passform, die ohne Einschränkungen auf einen einstellbaren Gummizug im unteren Saum verzichtet. Gleichzeitig überrascht sie gerade in diesem Zusammenhang mit einer hervorragenden Bewegungsfreiheit: Beim Laufen treten keinerlei unangenehme und die Bewegung einschränkenden Spannungen in den Brust-, Bauch- oder Schulterblattpartien auf. Auch der Schnitt der Schultern sowie der Ellenbogen sorgen jederzeit für ein natürliches und komfortables Befinden.
Erfreulich dabei ist, dass sich bei Läufern mit relativ schmalem Körperbau dieser Eindruck ebenso wieder findet wie bei deutlich kräftigeren.
Wirklich innovativ in Sachen Passform sind zudem noch die Ärmelabschlüsse; anders als bei den meisten anderen Modellen im Test, gibt es hier keine Gummizüge oder Klettlaschen, sondern ein den Unterarm bis zum Ärmelsaum entlang verlaufender Reißverschluss. In Kombination mit einer recht elastischen Unterarmtextilpartie ergeben sich optimale Einstellmöglichkeiten – je nachdem, wie weit man den Reißverschluss zuzieht.
Auch der etwas höhere Kragen liegt sehr angenehm und vor Wind schützend am Hals an.
Darüber hinaus lebt die Konstruktion auch noch von ihrem extrem geringen Gewicht; gerade einmal 189 g wiegt die gesamte Jacke in der Größe M, was einem ein angenehm unbeschwertes Gefühl vermittelt.
Das dünne Obermaterial ist hierbei mit der hauseigenen Windstopper-Membran verbunden, was einerseits für absoluten Schutz gegen Wind sorgt und andererseits im Verbund mit den Mesh-Einsätzen am Kragen, Rücken und den Armen eine extrem gute Atmungsaktivität – der besten im Test – ermöglicht. Zu keiner Zeit kam es in unserem Test zu einem überhöhten Hitzegefühl oder einer zu großen Schweißansammlung im Innern der Jacke.
Die doch sehr leichte Gestaltung lässt die Magnitude Jacket jedoch bei etwas kühleren Temperaturen schwächeln. Hier muss man im Zweifelsfalle durch Kleidungsstücke unter der Jacke ausgleichen. Da sie ja aber, wie beschrieben, sehr ergonomisch geschnitten ist, ist dies nur in begrenztem Umfang möglich.
Zur weiteren Ausstattung gehören breite vertikale Reflektorbänder an Rücken, Ärmeln und Frontpartie sowie ein Reflektorlogo auf der Brust – alles in allem ein sinnvoll ausreichende und somit zufrieden stellende Sicherheit.
Diejenigen, die sich neben einer kleinen Aufbewahrungsmöglichkeit für den MP3-Player oder Schlüssel weitere Taschen wünschen, werden bei der Magnitude Jacket enttäuscht werden; denn vorhanden ist lediglich eine kleine Ärmeltasche, was das Angebot an Verstauraum doch recht spärlich ausfallen lässt.
Fazit
Alles in allem bietet sich dem Läufer mit der Magnitude Jacket von Gore Running Wear eine äußerst innovative und sehr gelungene Laufjacke zu einem verhältnismäßig wirklich fairen Preis.
Die Passform, die sich keineswegs nur auf eine geringe Bandbreite an Körperbautypen beschränkt, die extreme Atmungsaktivität sowie das geringe Gewicht sprechen für sich und suchen im Test seinesgleichen.
Die einzigen Kritikpunkte liegen bei der leicht kühlen Konstruktion und der spartanischen Ausstattung in Punkto Taschen.
Unser Testsieger bei den Herrenmodellen.
Bewertung
Funktionalität
Atmungsaktivität
Windblock
Tragekomfort
Reflektoren
Gesamt |
7,75/8
7,5/8
8/8
7/8
6/8
7,1/8
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Odlo - Jacket Active Run
Material: 100% Polyester (partiell: Belüftungs-Netz-Einsätze; sonst keine Inlays)
Geschlecht: männlich
Preis: € 99,00
URL: www.odlo.de
Tel.: +41 (0)4178 / 570 70
Das Konzept dieses Modells ist zum allergrößten Teil auf dem ersten Blick zu erkennen: Im krassen Gegensatz beispielsweise zu Gores Magnitude Jacket fällt es doch sehr weit geschnitten aus.
In der Konsequenz ergibt sich eine wirklich gute Bewegungsfreiheit, die – zusammen mit dem sehr leichten Textilmaterial – für ein unbeschwertes uneinengendes Tragegefühl sorgt.
Hinzu kommt eine sehr gute Atmungsaktivität, welche auch bei leicht unterschiedlichen Temperaturbedingungen stets für ein angenehm neutrales Mikroklima sorgt. Möglich gemacht wird ebendieses durch das Obermaterial an sich – bis auf partiell angeordnete Netz-Belüftungseinlässe finden sich bei der gesamten Jacke keinerlei Inlays.
Was die Windabweisung betrifft, muss erwähnt werden, dass man beim Laufen zwar nicht wirklich einen eindeutig erfühlbaren Windzug spürt, dass man allerdings eine ganz leichte Kühle wahrnehmen kann. Alles in allem wird der Windschutz nicht zu 100%, jedoch in einem noch zufrieden stellenden Rahmen gewährleistet. Die Jacke ist auch weniger für den „Windeinsatz“ konzipiert.
Die Ärmelabschlüsse sind mittels Klett individuell und angenehm einstellbar, der etwas höhere Kragen verhält sich äußerst angenehm und mit einer Brust- und zwei Seitentaschen ist die Jacket Active Run aus dem Hause Odlo wirklich gut ausgestattet.
Die übrigen Detaillösungen der Gestaltung und Anordnung der Reflektorzonen fallen allerdings weniger positiv aus: Lediglich kleine Streifen- und Logoreflektoren sind wenig einsehbar an den Front-, Rücken und Armpartien angebracht. Auch, wenn sich unser Testmodell in quietschendem Gelb präsentiert, so könnte der Schutz bei Dunkelheit doch noch besser sein.
Fazit
Hier präsentiert sich ein Laufbekleidungsstück, das durch seinen sehr lockeren – aber auch angenehmen – Schnitt auffällt. Mit 337 g gehört sie zwar nicht zu den Modellen im Test, die mit einem sehr niedrigen Gewicht aufwarten, doch subjektiv erlebt der Läufer eine wirklich locker-leichte Jacke mit optimalem Bewegungsspielraum und überzeugender Ventilation.
Letztere ermöglicht den Einsatz auch in breiteren Klimabereichen – es sei denn, man ist wirklich starken Winden ausgesetzt.
Einzig nennenswerter Schwachpunkt der Jacket Active Run ist die Gestaltung des Reflektorenschutzes; hier hätte es ruhig ein wenig mehr sein dürfen.
Bewertung
Funktionalität
Atmungsaktivität
Windblock
Tragekomfort
Reflektoren
Gesamt |
5,9/8
6,75/8
5/8
7/8
3,75/8
6/8
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Adidas - Supernova Convertible Wind Jacket
Material: (großflächiges Belüftungsmaterial am Rücken), etwas robuster
Geschlecht: männlich
Preis: € 84,95
URL: www.adidas.com
Tel.: 0 9132 / 84 0
Wind blockend – so das zentrale Versprechen der Supernova Convertible Wind Jacket von Adidas.
Was schon durch den Namen verhießen wird, kann sich auch auf der Laufstrecke bestätigen: Zuverlässig und ohne Einschränkungen bleibt der Wind körperfern.
Hinzu kommt eine recht gute Atmungsaktivität, die auch an kühleren Tagen für Wohlbefinden sorgt; das großflächig über die Rückenpartie eingearbeitete Belüftungsmaterial sorgt in diesem Zusammenhang für einen erhöhten Wärmeabtransport.
Grundsätzlich ist sie eher robuster verarbeitet, was sie auch von dem sehr leichten Tragegefühl ihrer Konkurrenten der Marken Gore Runing Wear oder Odlo etwa abhebt. In Punkto Tragekomfort muss auch noch der leicht lockere Schnitt Erwähnung finden, welcher für eine sehr überzeugende Bewegungsfreiheit sorgt. Alles andere als überzeugend sind dem entgegen die Ärmelabschlüsse: Sehr locker gehalten, kaum flexibel und überhaupt nicht einstellbar lassen sie leider keinerlei Spielraum für die individuelle Armdicke ihres Trägers. Daher kann es – gerade bei Windböen – zu einem spürbaren Eindringen von Kühle in das Ärmelinnere kommen.
Was die Ausstattung und Detaillösungen der Supernova betrifft, so sind ein Kabeldurchlass für Kopfhörer, eine einzige Tasche im Brustbereich sowie die abnehmbaren Ärmel hervorzuheben. Ebenso der Reflektorschutz – der einzige im Herrentest, der als wirklich mangelhaft bezeichnet werden muss: Sehr kurze Bänder an den Ärmelenden und am Rücken sowie ein kleines Drei-Streifen-Logo an selbigem erhöhen kaum die Sichtbarkeit des Läufers bei schlechten Sichtverhältnissen. Der Fokus liegt hier nicht wirklich auf Laufen bei Dunkelheit.
Fazit
Mit der Supernova Convertible Wind Jacket bietet sich dem Läufer eine solide, gute, jedoch wenig innovative – und daher keine herausragende – Bekleidungsmöglichkeit dar.
Zu den positiven Eigenschaften zählen sicherlich vor allem ihr absoluter Windschutz, die gute Atmungsaktivität und die sehr gute Bewegungsfreiheit.
Im Bezug zum Tragegefühl muss man allerdings betonen, dass sie sich robuster anfühlt als die meisten ihrer Konkurrenten. Wirklich störend können die Ärmelabschlüsse sein, da sie nicht verstellbar sind und bei dünneren Handgelenken in jedem Fall sehr locker sowie windanfällig ausfallen.
Letztlich bleibt noch zu erwähnen, dass Adidas den Schutz bei Dunkelheit mit diesem Modell völlig verfehlt hat – äußerst kleine Reflektoren lassen doch sehr an ihrer Effektivität zweifeln. Zum guten Einsatz kommt die Supernova bei Tempoläufen im Training oder, wenn man es mag, im kühlen Wettkampf.
Bewertung
Funktionalität
Atmungsaktivität
Windblock
Tragekomfort
Reflektoren
Gesamt |
6,9/8
5,75/8
8/8
4,5/8
2/8
5/8
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Nike - Full Zip Jacket
Material: Oberstoff: 100% Polyester; Einsätze: 90% Polyester, 10% Elastan;
Futterstoff: 100% Polyester; sporadisch Netz- und Belüftungstextil
Geschlecht: männlich
Preis: € 59,95
URL: www.nikerunning.com
Tel.: 0 6105 / 205 152
Das zweite recht locker geschnittene Modell in unserem Test verrät schon beim bloßen Betrachten einiges über sein Konzept: Nicht ganz so großzügig wie ihr Konkurrent von Odlo soll die Clima-Fit Convertible Jacket über eine weite Passform für einen bestmöglichen Bewegungsspielraum sorgen.
Nach einschlägigem Austesten muss das Fazit gezogen werden, dass ebendieses Konzept sehr wohl aufgeht, was allerdings auch nicht das anspruchsvollste ist; mit einer sehr guten Bewegungsfreiheit bei angenehmem, keineswegs schlabberndem Tragegefühl sorgt Nike für einen gelungenen Komfort. Hinzu kommt ein leichter Stoff mit sporadisch eingelassenem Netz- und Belüftungstextil, was für das Gesamtgewicht der Jacke von 239 g verantwortlich ist. Die Ärmelabschlüsse können nicht verstellt werden, sorgen aber mit einem engen wie auch sehr elastischen Gummizug stets für den richtigen Sitz.
So, wie die Passform überzeugen kann, so muss weitestgehend Gleiches für die Funktionalität der weiteren Konstruktion und des Materials bescheinigt werden:
Im Test war eine optimale Windabweisung zu verbuchen; lediglich der etwas lockere, generell recht angenehme Kragen ist leicht anfällig für einen Windzug. Wirklich überzeugen – und bei der Textildicke auch überraschen – konnte die Clima-Fit Convertible Jacket mit ihrem äußerst angenehmen Mikroklima. Sehr neutral, unabhängig von der Belastungsintensität optimal ventiliert, darf sie getrost bis in kühlere Temperaturbereiche eingesetzt werden.
Über die Ärmel und den Rücken verlaufen dünne Reflektorstreifen, die insgesamt noch etwas prägnanter hätten ausfallen können, aber recht sinnvoll platziert eine ausreichende bis befriedigende Sichtbarkeit gewährleisten.
Fazit
Mit der Clima-Fit Convertible Jacket von Nike bietet sich dem Läufer eine einfach konstruierte, weniger innovative, dafür aber überzeugend effiziente Jacke an.
Der lockere Schnitt des leichten Materials vermittelt ein angenehmes Tragegefühl bei vollständig gewährleisteter Bewegungsfreiheit. Weiter überzeugen kann sie durch ihre Klimatisierung: Vor Wind geschützt ermöglicht die optimale Atmungsaktivität angenehm neutrale Bedingungen und kann daher auch bei unterschiedlichen Temperaturen für konstantes Wohlbefinden sorgen; die Clima-Fit Convertible Jacket ist damit sehr wohl auch an kühleren Tagen einsetzbar.
Bewertung
Funktionalität
Atmungsaktivität
Windblock
Tragekomfort
Reflektoren
Gesamt |
7,5/8
7,5/8
7,5/8
6,75/8
5,25/8
6,8/8
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Reebok - Premiere Vortex Light Jacket
Material: 100% Polyester (Abdeckung des gesamten Rumpfes durch Netz)
Geschlecht: männlich
Preis: € 89,95
URL: www.rbk.com
Tel.: 0 9132 / 848 000
Dieses Modell zeichnet sich zuallererst durch einen äußerst geschmeidig fallenden Stoff aus, der eine gewisse relative Unbeschwertheit auf den entsprechenden Körperpartien vermittelt. Da die gesamte Jacke mit 335 g keineswegs eine der geringsten Gewichtangaben im Test auf die Waage bringt, ist der beschriebene Eindruck allerdings nicht derart ausgeprägt, dass sich ein allgemeines und deutliches Leichtigkeitsgefühl beim Tragen hervortut.
Die geschmeidige Konstruktion wird durch einen lockeren Schnitt unterstützt, der während des Laufens – ohne, dass das Obermaterial in irgendeiner Weise unangenehm auffiele – eine sehr gute Bewegungsfreiheit gewährleistet.
Im Innern der Jacke erstreckt sich über die gesamte Rumpfpartie Mesh-Netz; zusammen mit dem Obermaterial sorgt es für eine hohe Atmungsaktivität und Schweißaufnahme, die zusätzlich noch unterstützt wird durch Belüftungseinlässe unter den Armen. Die sehr gelungene Klimatisierung der Premier Vortex Light Jacket wird einzig durch eine ganz leichte Kühle getrübt, die vor allem dann entsteht, wenn dem Läufer Wind entgegen kommt.
In Sachen Passform sind des Weiteren die Ärmelabschlüsse zu nennen: Sie sind auf die individuellen Maße und Anforderungen des Athleten einstellbar – eingenähte Stoffkeile, die die Ärmel faltbar machen, sowie Klettverschlüsse ermöglichen dies.
Reflektorbänder, die über die Rückenpartie und die Arme verlaufen, lassen den Läufer ausreichend erstrahlen.
Fazit
Reebok bietet mit der Premier Vortex Light Jacket eine sehr angenehm zu tragende, atmungsaktive Laufjacke an. Ihre Passform ermöglicht einen Individuellen Spielraum, der zudem noch durch die sehr gut einstellbaren Ärmelenden unterstützt wird.
Die einzige nennenswerte Einschränkung dieses ansonsten empfehlenswerten Modells ist die Tatsache, dass es bei kühlem Klima nicht so gut getragen werden kann wie die meisten seiner Konkurrenten. Dies wird umso deutlicher, je mehr man dem Wind ausgesetzt ist. Das Einsatzgebiet ist hierdurch klar definiert.
Bewertung
Funktionalität
Atmungsaktivität
Windblock
Tragekomfort
Reflektoren
Gesamt |
5,9/8
6,75/8
5/8
7/8
5,75/8
6,3/8
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Puma - Zip Off Jacket
Material: 100% Polyester (Obermaterial) (Netzinlay für Kragen und Rumpf)
Geschlecht: männlich
Preis: € 89,95
URL: www.pumarunning.com
Tel.: 0 9132 / 81 0
Mit 211 g ist die Zip Off Jacket aus Herzogenaurach das zweite Leichtgewicht im Test – gleich hinter Gore Running Wears Magnitude Jacket. Dabei wird das Obermaterial großzügiger als bei letztgenannter an Kragen und Rumpf durch ein Netz-Inlay unterstützt.
In der Konsequenz ergibt sich eine sehr gute Atmungsaktivität; es kam im Verlaufe unseres Tests zu keinerlei übermäßigen Wärmestauungen oder Ansammlungen großer Mengen an Schweiß. Der Windschutz ist darüber hinaus vollständig gewährleistet – nur die Tatsache, dass es mit dieser Jacke recht schnell ganz leicht kühl werden kann, lässt beim Mikroklima Abstriche erkennen. In diesem Zusammenhang erscheint es als erwähnenswert, dass der etwas weitere Kragen doch leicht windanfällig ist und somit einen kleinen Schwachpunkt im sonst so überzeugenden Windschutz darstellt.
Zur Passform lässt sich sagen, dass der Körperschnitt leicht ergonomisch gehalten ist – mit genügend Spielraum für verschiedenartige Körperproportionen oder weitere Kleidungsstücke unter der Jacke. Ohne jegliches Ziehen und Spannen ist hierbei die Bewegungsfreiheit in einem sehr guten Maße erhalten.
Dem entgegen hinterlässt die Zip Off Jacket – was die Reflektorzonen angeht – keinen so guten Eindruck: Lediglich zwei kurze vertikale Bänder erstrecken sich jeweils vorn und hinten, was unter Umständen gerade so noch ausreicht, doch auf jeden Fall besser hätte ausfallen können.
Zu den nennenswerten Ausstattungsmerkmalen gehören weiter die abnehmbaren Ärmel, die vom Textil freigelassenen und somit die Ventilation unterstützenden Achselpartien sowie die durch einfache Klettbänder verstellbaren Ärmelabschlüsse.
Fazit
Zwar ist dieses Modell weniger für den Einsatz an kälteren Tagen geeignet, der generell zufrieden stellend gebotene Windschutz steht leicht im Missverhältnis zum anfälligen Kragen, die Sichtbarkeit fällt im Dunkeln nicht wirklich gut aus. Ansonsten sind jedoch vor allem ihre sehr gute Atmungsaktivität sowie die wirklich überzeugende Passform als Stärken der Zip Off Jacket zu benennen; darüber hinaus lebt sie von ihrer Leichtigkeit von 211 g.
Somit lässt sich alles in allem ein ziemlich gutes – wenn auch nicht bis ins Letzte überzeugende – Bewertungsresultat ausstellen. Eine reinrassige Wettkampfjacke oder für intensitätshohe Trainingseinheiten.
Bewertung
Funktionalität
Atmungsaktivität
Windblock
Tragekomfort
Reflektoren
Gesamt |
6,9/8
6,75/8
7/8
6,75/8
3,75/8
6,2/8
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Vaude - Stretch Jacket
Material: 100% Polyester; Kein Futter (ledigleich partiell Mesh-Netz)
Geschlecht: weiblich
Preis: € 70,00
URL: www.vaude.com
Tel.: 0 7542 / 530 60
Vaude bietet mit seiner Stretch Jacket eine Jacke an, die erstens durch ein geringes Gewicht und zweitens durch ihre Unkompliziertheit besticht: Mit 243 g gehört sie zu den leichtesten Damenmodellen im Test und weist weder ein irgendwie geartetes Futter noch Belüftungseinlässe oder freigelassene Stellen im Obermaterial auf; lediglich partiell eingesetzte Mesh-Einlässe sind als einzige Inlays zu benennen.
Was hier so einfach erscheint, hat große Wirkung – am überzeugendsten ist die extreme Atmungsaktivität; zu jeder Zeit stellt sich ein Gefühl von optimaler Ventilation ein, die nicht die Spur eines Hitzestaus oder einer übermäßigen Schweißansammlung aufkommen lässt. Darüber hinaus wird der Wind zuverlässig und vollständig abgeblockt.
In Sachen Passform ist eine gute Ergonomie zu verbuchen, die optimalen Spielraum für die Laufbewegungen bietet – lediglich der Brustbereich spannte ein klein wenig in unserem Test. Je nach Oberweite kann sich dieser Effekt natürlich verstärken oder aber weniger deutlich ausfallen.
Der etwas erhöhte Kragen fällt durch seine Unauffälligkeit auf; weder eindringender Wind noch ein spürbares Drücken oder Reiben führen zu einem unangenehmen Gefühl.
Darüber hinaus sind die Ärmelabschlüsse der Stretch Jacket als gut zu bewerten, da sie zwar keinerlei Einstellmöglichkeiten bieten, jedoch so optimal geformt sind sowie eine derart zufrieden stellende Flexibilität gewährleisten, dass beim Laufen kaum ein Verstellen nötig wäre.
Mit einer Rücken- und zwei Seitentaschen ist sie zudem recht gut bestückt, die Ärmel sind via Reißverschluss abnehmbar.
Zuletzt bleibt noch der Reflektorschutz zu erwähnen, der mit jeweils zwei Streifen auf dem Rücken und der Brust sowie zwei Logos auf dem Rücken und dem linken Arm ausreichend gewährleistet wird.
Fazit
Eine sehr angenehm zu laufende Jacke, die sich vor allem durch ihre Leichtigkeit, ihre äußerst hochgradige Atmungsaktivität und ihre sehr gelungenen Passform überzeugen kann.
Da die Stretch Jacket schon etwas weniger innovativ ist als ihr Konkurrent von Gore Running Wear und sie vielleicht bei ganz kaltem Wetter nicht gelaufen werden sollte, liegt sie alles in allem noch knapp hinter der Air II Lady Jacket.
Bewertung
Funktionalität
Atmungsaktivität
Windblock
Tragekomfort
Reflektoren
Gesamt |
7,5/8
7/8
8/8
6,5/8
6/8
6,8/8
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Puma - Graphite
Material: 100% Polyester (mit vollflächiger Mesh-Benetzung), etwas robuster
Geschlecht: weiblich
Preis: € 129,25
URL: www.pumarunning.com
Tel.: 0 9132 / 81 0
Diese Jacke fällt im Textil ein wenig robuster aus als das Gros ihrer Vergleichsmodelle – auch, wenn insgesamt eine Gewichtsangabe von nur 248 g auf die Waage gebracht wird. Das leicht „pappige“ Obermaterial wird dabei im Innern durch eine vollflächige Meshbenetzung unterstützt. Hierbei ergibt sich eine gute Atmungsaktivität, die jedoch an ein recht kühles Mikroklima gekoppelt ist. Kühle Tage sind demnach für die Graphite nicht so sehr geeignet, auch, wenn sie mit der Windstopper-Membran aus dem Hause Gore einen vollständigen Windschutz garantiert.
Die Ärmelabschlüsse sind individuell gut verstellbar, doch die weitere Passform der Jacke fällt alles andere als erfreulich aus:
Der sehr ergonomische Schnitt bietet keinerlei Spielraum für verschiedene Oberkörpertypen; lediglich, wenn die Läuferin die durch die Jacke vorgeformte Figur besitzt, ist ein angenehmer Sitz möglich. Ansonsten – und dieser Eindruck kam in unserem Test deutlich zum Tragen – wird die Frontpartie (Schultern, Achseln, Bauch) des Körpers stark eingeengt. Gleiches gilt für die Ärmel, die recht schnell, d.h. nicht erst bei breiteren Armen, für ein deutlich spürbares und unangenehmes Spannen sorgen. Leider kommt weiter hinzu, dass sie doch sehr kurz geraten sind, was ebenso einen Nachteil in der Passform darstellt – gerade bei kühlem oder nassem Wetter, wenn ein Teil des Unterarms freiliegt.
Der einzige als wirklich positiv zu benennende Part ist der Kragen; er steht angenehm am Hals und bietet wirklichen Komfort.
Die Ausstattung mit Reflektoren fällt im Vergleich zu den übrigen Testmodellen recht gut aus: lange, vertikal über die Front, den Kragen sowie den Rücken verlaufende Bänder gewährleisten – gut sichtbar – einen überzeugenden Schutz für dunkle Sichtverhältnisse.
Fazit
Der Läuferin bietet sich mit Pumas Graphite eine Laufjacke dar, die durch eine einengende Ergonomie ohne viel Spielraum geprägt ist. Ist man im Besitz entsprechender Körperproportionen, so kann dies weniger ein Problem sein, ansonsten aber fällt sie freilich unangenehm auf und ist wenig flexibel.
Der gute Reflektorschutz kann ein eher mäßiges Gesamtergebnis auch nicht verbessern – ebenso wenig die absolute Winddichtigkeit, die mit einer guten Ventilation einhergeht. Für Kalte Konditionen ist dieses Modell überdies nicht zu empfehlen.
Bewertung
Funktionalität
Atmungsaktivität
Windblock
Tragekomfort
Reflektoren
Gesamt |
6,5/8
5/8
8/8
3/8
6,25/8
5/8
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Asics - Peric Running Jacket Detachable
Material: 100% Polyester (mit Mesh-Inlay für Kragen und Rumpf)
Geschlecht: weiblich
Preis: € 109,95
URL: www.asics.de
Tel.: 0 2131 / 380 20
Der japanische Laufschuh- und Laufbekleidungshersteller Asics richtet sich mit seiner Peric Running Jacket Detachable an all diejenigen, die einen leicht fallenden Oberstoff mit weniger ergonomischem Schnitt bevorzugen. Dieser fällt in der Tat auch weit weniger tailliert aus als etwa die Modelle von Reebok, Puma oder Gore Running Wear. In der Folge ist jedoch gerade durch die Passform eine gute und für unterschiedliche Staturen gewährleistete Bewegungsfreiheit gegeben. Ergonomischer sitzt dagegen der grundsätzlich angenehme, doch unter Umständen zu eng ausfallende Kragen an; Grund dafür, dass er bei einigen Halsdicken schon leicht spannt, ist die Tatsache, dass in seinem Nackenteil eine Kapuze eingefaltet liegt. Sie lässt sich mittels eines Reißverschlusses verstauen und erhöht dann die Kragendicke.
Festzuhalten bleibt dabei jedoch, dass die Peric Running Jacket Detachable die einzige Jacke in unserem Vergleich ist, die überhaupt über eine Kapuze verfügt – sinnvoll bei überraschend einsetzendem, leichtem Regen.
Zusammen mit dem beschriebenen Schnitt sorgt sie mit 311 g für ein leicht erhöhtes Gewicht – wenn auch, wie bereits erwähnt, der subjektive Eindruck durch das weich fallende Textil ein anderer ist.
Im Jackeninnern ist Mesh für den Rumpf und den Kragen eingearbeitet und zusammen mit dem Haupttextil ergibt sich eine sehr atmungsaktive Jacke, die außerdem den Wind zuverlässig abweist. Werden die Temperaturen jedoch kälter, so ist eine leichte Kühle zu spüren, was das Einsatzgebiet auf einen Bereich bis „leicht frisch“ eingrenzt.
Neben der Kapuze gehören zu der besonderen Ausstattung auch noch die Ärmel, die sich bei Bedarf einfach per Reißverschluss vom Rumpfteil abtrennen lassen. Befriedigend sind überdies die langen Reflektorbänder, welche ausschließlich über ebenjene Ärmel verlaufen.
Fazit
Mit diesem Modell läuft man (oder eben Frau) eine etwas weiter geschnittene Jacke. Sie kann eine sehr gute Klimatisierung für sich verbuchen, die allerdings nicht für niedrige Temperaturen ausreicht. Mit der in den Kragen eingearbeiteten Kapuze ist man auch bei leichtem Regen geschützt; man sollte allerdings in diesem Zusammenhang beachten, dass – je nach Morphologie der Athletin – der Halsausschnitt leicht einengend ausfallen kann.
Bewertung
Funktionalität
Atmungsaktivität
Windblock
Tragekomfort
Reflektoren
Gesamt |
7/8
6,75/8
7,5/8
6/8
6/8
6,4/8
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Adidas - adiSTAR Windjacket W
Material: Rumpf: 100% Polyester; Zusatz: 92% Polyester, 8 % Elastan (mit vollflächigem Mesh-Inlay), robuster
Geschlecht: weiblich
Preis: € 124,95
URL: www.adidas.com
Tel.: 0 9132 / 84 0
Wie schon für die Herren propagiert Adidas bei diesem Damenmodell bereits mit dem Namen das vorrangige Merkmal. Erreicht wird der vollständige Schutz vor Wind durch die Windstopper-Membran Gores. Wer in diesem Zusammenhang aber auch gleich eine sehr gute Atmungsaktivität erwartet (denn dafür ist die Windstopper-Membran ebenso bekannt wie für ihren lückenlosen Windschutz), der muss enttäuscht werden: In unserem Test konnte sich die adistar Windjacket W „lediglich“ durch eine zufrieden stellende Ventilation auszeichnen. Dabei scheint die eingeschränkte Klimatisierung keineswegs auf Kosten einer erhöhten Wärmefunktion gegangen zu sein, denn, wie wir die Erfahrung machten, so ist dieses Damenmodell von Adidas weniger für den Einsatz an kalten Tagen geeignet als so einige Vergleichsmodelle. Empfohlen werden kann höchstens das Tragen bis „kühlere Temperaturen“ – zu sehr kühlt der Schweiß aus, der schon ein wenig deutlicher an der vollflächig mit Mesh besetzten Jackeninnenseite kondensiert als bei den meisten Konkurrenten.
Leider kann die adistar Windjacket bei den übrigen Merkmalen noch weniger Positives verbuchen als das bislang Dargelegte: In Sachen Tragegefühl stellt sich ein robuster, gar ein wenig „pappiger“ Eindruck ein. Zwar ist Adidas bemüht, mit diesem Modell eine passgenaue Ergonomie zu schaffen, doch diese wirkt deutlich einengend: Die Brustfreiheit ist spürbar eingeschränkt (was sich selbstverständlich je nach Oberweite und Schulterbreite ver- oder entschärfen kann), die Ellenbogen spannen und die Innenseiten der Ärmelabschlüsse sind zu kurz geraten, was beim Laufen schnell ein kühles Gefühl hervorbringen kann. Einen weiteren Störfaktor in Sachen Passform stellt das obere Reißverschlussende dar: Er drückt am Hals und stört somit nachhaltig.
Die Reflektoren müssen mit der Note ausreichend bis mangelhaft bewertet werden, da nur ein kleines Logo vorn sowie jeweils drei Streifen an den Ärmeln für Schutz sorgen sollen, allerdings in die Kategorie „verbesserungswürdig“ einzuordnen sind.
Hervorzuheben sind, was die Ausstattung angeht, großflächige, verteilte Netzeinlässe zur Belüftung, eine Innen- sowie eine Rückentasche; dafür wurde auf Seitentaschen verzichtet.
Fazit
In Sachen Passform schneidet die adistar Windjacket am schlechtesten ab – zu oft spannt oder drückt etwas. Dies ist – ähnlich wie bei Pumas Graphite – sicherlich weniger ein Problem, wenn man einen entsprechenden Körperbau besitzt; festgehalten muss jedoch, dass sie in diesem Zusammenhang wenig Flexibilität zu bieten hat. Der Tragekomfort wird überdies durch das leicht steif fallende Obermaterial ernüchtert.
Die Klimatisierung ist alles in allem in Ordnung, aber nicht gut. Bei kalten Bedingungen ist dieses Modell letztlich weniger zu empfehlen, zumal durch den engen Schnitt nicht viele Möglichkeiten bleiben, unter der Jacke weitere Bekleidungsteile zu tragen.
Bewertung
Funktionalität
Atmungsaktivität
Windblock
Tragekomfort
Reflektoren
Gesamt |
6,75/8
5,5/8
8/8
2,75/8
3/8
4,4/8
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Gore Running Wear - Air II Lady Jacket
Material: 100% Polyamid (mit vollflächiger Mesh-Benetzung)
Geschlecht: weiblich
Preis: € 129,90
URL: www.gorerunningwear.com
Tel.: 0 89 / 461 20
Dieses Damenmodell von Gore Running Wear verspricht ein sehr ähnliches Konzept wie ihr “Bruder” aus der Herrenkollektion: So wie die Magnitude Jacket verfügt die Air II Lady Jacket ebenso über ein extrem niedriges Gewicht – mit gerade einmal 208 g das geringste unter den Damenjacken. Dies macht sich auch beim Tragen bemerkbar; wie eine dünne Haut legt sie sich dank ihres gut ergonomischen Schnittes wenig spürbar an den Oberkörper.
Auch wie ihr Pandan für Männer wirkt diese leicht körperenge Passform jedoch keineswegs störend und unangenehm. Vielmehr fällt auch hier positiv auf, wie dieses Kleidungsstück genügend Spielraum für verschiedene Staturen offen lässt und eine absolute Bewegungsfreiheit gewährleistet.
Natürlich ist ebenso die Windstopper-Membran eigenen Fabrikats verarbeitet, die einen vollständigen Schutz vor Wind bietet und für eine extreme Atmungsaktivität – die beste im Test – sorgt; kein Wärmestau sowie die vergleichsweise geringsten Spuren von kondensiertem Schweiß waren bei unserem Vergleich zu konstatieren. Anders als bei der Magnitude Jacket ist das Mikroklima bei niedrigen Temperaturen jedoch noch etwas konstanter, wenn auch freilich die Grenze bei sehr kalten Bedingungen erreicht ist. Möglich macht das die von dem Herrenmodell abweichende Konstruktion: Auf der Innenseite der Jacke ist vollflächig Mesh verarbeitet und der etwas höhere Kragen glänzt im Vergleich zu seinen Konkurrenten innovativ-einfach mit einer überzeugenden Funktionalität: Wie der Rest der Jacke sehr dünn, leicht und ergonomisch gehalten, ist er zusammen mit dem feinen Reißverschluss kaum wahrnehmbar. Durch den Einsatz einer Art Mikrofleece auf der Innenseite wärmt er zudem noch und wirkt richtig angenehm.
Ähnlich gefallen die individuell einstellbaren Ärmelabschlüsse. Hier wird zwar ein leichter Gummizug mit einfachem Klett kombiniert, doch positiv fällt auf, dass die gesamte Konstruktion durch die Geschmeidigkeit des Materials an sich erst richtig angenehm wird.
Die Ausstattung fällt ansonsten – nicht übermäßig – im Rahmen des Nötigen aus: Die Reflektoren ermöglichen durch horizontale Streifen vorn und hinten sowie durch ein Windstopper-Logo hinten ausreichenden Schutz – nicht mehr, nicht weniger. Ebenso dürftig wie bei der Magnitude Jacket sind allerdings die Verstaumöglichkeiten gegeben: Lediglich eine kleine Schlüsseltasche halb hinten rechts an der Seite ist dafür vorhanden.
Fazit
Zusammengefasst ergibt sich der Eindruck einer äußerst gelungenen, hochfunktionalen sowie wohldurchdachten Laufjacke. Die Air II Lady Jacket ist ein wirkliches Leichtgewicht und kann durch einen absoluten Windschutz, eine extrem gute Ventilation und das sich hieraus ergebende sehr ausgeglichene Mikroklima überzeugen.
Hinzu kommt die optimale Passform, die in Sachen Tragegefühl und Bewegungsspielraum keinerlei Wünsche offen lässt. Zu guter letzt bleibt noch der innovative Kragen zu erwähnen, der sich ergonomisch an den Hals schmiegt und durch seine leichte Konstruktion in keiner Weise unangenehm auffällt. Mit Mikrofleece unterstützt er – leicht wärmend – sogar ein wohliges, dezentes Gefühl.
Allein bei der Ausstattung mit Taschen wurde gespart – die Läuferin muss sich mit einem einzigen kleinen Schlüsselfach begnügen.
Unser Testsieger bei den Damenmodellen.
Bewertung
Funktionalität
Atmungsaktivität
Windblock
Tragekomfort
Reflektoren
Gesamt |
7,6/8
7,25/8
8/8
7,25/8
5,5/8
7/8
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Reebok - Running Jacket
Material: 100% Polyester; kein Futter (nur großflächig Mesh)
Geschlecht: weiblich
Preis: € 89,95
URL: www.rbk.com
Tel.: 0 9132 / 848 000
Bei dieser Laufjacke lautet das Konzept der Konstruktion: Ergonomie und Bewegungsfreiheit mit größtmöglicher Ventilation – so, wie es Gang und Gebe sein soll. Tatsächlich ist mit der Trinity Light Jacket ein guter – wenn auch kaum hautenger – Körperschnitt gegeben, der, durch das geschmeidige Obermaterial unterstützt, für das relativ niedrige Gesamtgewicht von 249 g sorgt und einen angenehm unbeschwerten Eindruck hinterlässt. Ebenso gerecht wird sie ihrem Anspruch beim Bewegungsspielraum: Zu keiner Zeit ist ein unangenehmes Spannen, Ziehen oder Drücken zu spüren, die Körperagilität wird nicht beeinträchtigt.
Zu diesem guten Verhältnis zwischen Ergonomie und Bewegung kommt noch in der Tat eine sehr gute Atmungsaktivität hinzu. Das Obermaterial sorgt mithilfe einer vollständigen Mesh-Benetzung dafür, dass Wärme weder übermäßig gestaut wird, noch sich größere Mengen an Schweiß unter der Jacke ansammeln.
In Punkto Mikroklima ist dem entgegen jedoch ein allgemein leicht kühles Gefühl zu verzeichnen, das gerade dann deutlich wird, wenn Wind aufkommt. Ebenso anfällig fallen die Ärmelenden aus – sie sind vergleichsweise sehr weit geraten und nicht verstellbar.
Die Arme lassen sich abtrennen und die Jacke somit einfach zur Weste umfunktionieren.
Unter dem Gesichtspunkt des Schutzes in der Dunkelheit sorgt Reebok mit der Gestaltung dieses Modells für ein äußerst mangelhaftes – wenn nicht gar katastrophales – Ergebnis: Nur ein Minilogo seitlich unter dem Hals soll die Läuferin für andere sichtbar machen, wobei unser Testmodell mit der vorherrschenden Farbe schwarz selbst schon undeutlich zu erkennen ist. Daran können auch die breiten, vertikal und am unteren Saum horizontal verlaufenden helltürkisen Streifen nichts ändern. Eine völlig unzureichende Ausstattung, die als schlechteste im Test nicht mit ruhigem Gewissen für den Einsatz bei widrigen Sichtbedingungen empfohlen werden kann.
Fazit
Hier zeigt sich ein angenehm zu laufendes, ergonomisches Modell mit sehr guter Ventilation.
Diese zählt mit der Leichtigkeit von 249 g geschmeidigen Obermaterials sowie der gelungenen Symbiose aus guter Ergonomie und guter Bewegungsfreiheit zu den Stärken der Trinity Light Jacket.
Schon bei leichtem Wind schwächelt das Mikroklima jedoch, was an einer leichten Kühle auszumachen ist und in der Konsequenz weniger für eine Eignung für die kälteren Tage spricht. Gleiches gilt für die ebenso windanfälligen weiten Ärmelabschlüsse.
Leider steht der wirklich erschreckend schwache Reflektorschutz im Missverhältnis zu dem Eindruck einer ansonsten recht ordentlichen Laufjacke. Für den Einsatz bei dunklen Bedingungen ist dieses Modell daher kaum geeignet.
Bewertung
Funktionalität
Atmungsaktivität
Windblock
Tragekomfort
Reflektoren
Gesamt |
5,9/8
6,75/8
5/8
6,5/8
1/8
5,1/8
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Gesamturteil
Viele Jacken für viele Bedingungen. Alle Modelle haben allerdings gemein, dass sie sich hervorragend für die kühlen Frühlings- und Sommertage nutzen lassen. Vor dem Kauf sollte man sich deutlich im Klaren sein, welche Ansprüche man Pflegt, denn z.B. Wärmeschutz kann oft auch zugunsten von Ergonomie und Performance in den Schatten gestellt werden. Erschreckend ist allerdings, dass viele Jacken, auch über die im Test befindlichen Modelle heraus, kaum ausreichend Reflektoren aufweisen. Ganz egal, ob eine leichte Laufjacke, Softshell oder Thermojacke: Zu jeder Jahreszeit sind Läufe im Dunklen nicht unwahrscheinlich, wenn nicht sogar sehr zahlreich.
Als äußerst Empfehlenswert erachten wir die beiden Gore-Modelle. Im Männer- und Frauensegment gibt der Amerikaner hier nach wie vor den Ton an, denn speziell die beiden hier getesteten Modelle sind rundum komplett: Funktionalität im höchsten Grad, perfekte Passform. Abgerundet wird das ganze durch einen durchaus gerechtfertigten und guten Preis. Insofern sind die Gore-Jacken nicht nur unsere eindeutigen Testsieger, sondern auch in Punkto Preis/Leistung ungeschlagen.
Christian Wachter
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