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Radtraining bei Dunkelheit? |
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Mittwoch, 02 März 2005 |
Radtraining
bei Dunkelheit? Zur kalten Jahreszeit ist es bereits am späten
Nachmittag dunkel, doch viele Athleten beenden erst jetzt ihren
Arbeitstag. Wie da noch anständig trainieren? Die Rolle ist nicht
jedermanns Sache und Spinnningeinheiten im Fitnessstudio können auf
Dauer sehr kostspielig sein. Eine gute Frontleuchte am Rad könnte
Abhilfe schaffen und das Training bei Dunkelheit ermöglichen, um so
durch die ungemütliche Jahreszeit zu kommen. TriComponents.info hat für
euch die aktuellste und leistungsstärkste Frontleuchte aus dem Hause
Cat Eye unter die Lupe genommen.
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Produkt: HL-EL500G „Power
Opticube“
Hersteller: Cat Eye
Tel.: 0 7 11 / 25 88 - 02
URL: www.cateye.com
www.paul-lange.de (Vertrieb)
Preis: 64,95 €
Details:
1 LED
ca. 6 Std. Leuchtdauer
Schnellspanner
Schwenkbarer Lampenkopf
Gewicht: 217g (Lampe,
Halterung, Batterien)
Maße: 105 x 56mm
4 AA Mignon Batterien im
Lieferumfang
Batterie-Indikator
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Funktionalität
Cat Eye preist die HL-EL500G als hellste LED-Frontleuchte in seinem
Programm an. In der Tat wirkt der „Power Opticube“ mit seiner 1-Watt
starken Diode und den um sie herum angeordneten Spiegel (Power Opticube
lens technology) erfreulich hell. Und mit der theoretischen Leuchtdauer
von etwa acht bis zehn Stunden wären selbst längere Touren
möglich. In der Praxis sieht es aber so aus, dass die Leuchtdauer der
Frontleuchte stark von der Temperatur abhängig ist. Der von Cat Eye
angegebene Optimalwert ist wohl kaum zu erreichen. Vor allem bei
kälteren Temperaturen reduziert sich die Brenndauer deutlich von den
angepriesenen acht bis zehn Stunden.
Nach der erfreulich leichten Montage begaben wir uns auf eine Testfahrt
mit dem Mountainbike. Bei Einbruch der Dämmerung ließ die Lampe keine
Mängel aufkommen, wobei auch mit mäßiger Geschwindigkeit auf der Straße
gefahren wurde. Mit zunehmender Dunkelheit wurde deutlich, dass der
Lichtkegel zwar ausreichend ist, mit erhöhter Geschwindigkeit
allerdings zu wünschen übrig lässt. Auf der Straße kann unserer Ansicht
nach die Lampe noch genügen, um bei mäßiger Geschwindigkeit zu sehen,
wo der Weg hinführt. Steigt die Geschwindigkeit wie zum Beispiel beim
Einsatz mit dem Rennrad, erschien die Lampe als gerade noch verwendbar
bis ungenügend (Geschwindigkeitsanhängig). Um gesehen zu werden
sicherlich ausreichend, aber doch litt die eigene Sicht in unseren
Tests. Punktuell scheint die Leuchte recht hell, aber der Durchmesser
flacht schnell ab.
Im Offroad bereich bei Dunkelheit war das Ergebnis nüchtern. Die
HL-EL500G reicht auch hier bis zu einem gewissen Grad an
Geschwindigkeit, aber erneut steigt mit der Geschwindigkeitszunahme der
Mangel an Sicht exponentiell und zwar schneller als auf der Straße.
Dies liegt vor allem an der Heterogenität der Strecke, die eine
permanent gute Ausleuchtung bei dieser Lampe nicht vollends gewährt.
Hinzukommen Baumwurzeln, Bodenunebenheiten, Steine und weitere
Hindernisse, die vorzeitig erkannt werden sollten, was im gewissen Maße noch möglich ist.
Auf der Straße gewöhnt man sich an das kontinuierlich dahin scheinende
Licht und Sicht ist möglich, aber hält man sich an die Richtlinien der
StVZO (Straßenverkehrszulassungsordnung), die besagt, dass nach fünf
Metern nach Austritt des Lichtkegels aus der Lichtquelle die Höhe des
Lichtkegels nur noch halb so hoch sein darf wie beim Austritt aus der
Quelle, wird es enorm schwer, mit steigender Geschwindigkeit
ausreichende Sicht und somit Sicherheit zu erhalten.
Die HL-EL500G hat sich bei Schnee und Regen als außerordentlich
wasserdicht erwiesen, so wie vom Hersteller angegeben. Zu keiner Zeit
und jeglicher Witterungsbedingung gab es Funktionsstörungen.
Weiterhin positiv auffallend war der schwenkbare Lampenkopf, der in der
Horizontalen Spielraum für individuelle Ausrichtung liefert.
Montage
Der „Power Opticube“ ist komplett ohne Werkzeug montierbar. Eine
Polycarbonhalterung wird zusammen mit einem Plastikstreifen um den
Lenker gelegt, so dass der Plastikstreifen in der Fassung der Schelle
zwischen Schelle und Lenker liegt. Für diverse Unterschiede im
Lenkerdurchschnitt liefert Cat Eye Lenkeradapter gleich mit.
Handhabung
Die HL-EL500G ist in jeder Beziehung leicht zu handhaben. Das Wechseln
der Batterien erfolgt durch ein leichtes Auf- und Zudrehen des vorderen
Lampenteils. Die Befestigung der Lampe an die Halterung wird durch ein
unkompliziertes Aufstecken, die Abnahme durch die Betätigung der
Sicherung ermöglicht. Zu guter Letzt wird das An- und Ausschalten
mittels des neu entwickelten Magnetschalters selbst mit Handschuhen zum
Kinderspiel.
Verarbeitung
Cat Eyes Flaggschiff in Sachen Frontbeleuchtung ist eine ästhetisch
gestaltete LED-Lampe, die schlicht uns zeitlos wirkt. Sie ist solide
aus Polycarbonat gearbeitet und erweckt einen robusten Eindruck. Auch der gute
Verschluss von Leuchtkopf und Fassung fielen positiv auf, zumal während
unserer Tests bei Regen keinerlei Wasser in die Lampe gelangte.
Verschleißteile sind hier so gering wie möglich gehalten: Die nach
Herstellerangaben wie 1000 Kerzen starke long-life LED als auch der
Montagemechanismus weisen kaum merklich Verschleiß auf.
Fazit
Die HL-EL500G-Leuchte ist nach unserem Wissen die hellste zugelassene
Frontleuchte auf dem deutschen Markt und somit die bestmögliche
offizielle Leuchte für das Rad. Für den Trainingsbereich lässt sie aber
dennoch zu wünschen übrig. Bei Rädern bis elf Kilo sind
batteriebetriebene Leuchten als Hauptlicht genehmigt und da ein Dynamo
an Trainingsmaschinen eher die Ausnahme ist, wird vor allem für das
Rennrad und dem gedachten Einsatz bei Dunkelheit die HL-EL500G die
erste Wahl sein. Im Offroadbereich, weg vom Offiziellen, sind andere,
leistungsstärkere Lampen, die allerdings nicht nach StVZO zugelassen
sind, empfehlenswerter. Als Zusatzleuchte scheint die Cat-Eye-Leuchte
zu teuer, wäre so allerdings der kompletteste Lösungsvorschlag für ein
Training ohne Tageslicht.
Um von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden, reicht die
Leuchte allemal und für den herkömmlichen Straßenverkehr erst recht.
Aufgrund der punktuellen Strahlung des Lichtkegels ist ein weites und
breites Sichtfeld, wie bereits beschrieben und für ein Training bei
Dunkelheit nicht optimal gegeben.
Dennis Wachter
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