Der RC-1
wirkt auf Anhieb dynamisch, aber dennoch robust. Nicht ganz dem
Lightweight-Trainer zuzuordnen, läge er in etwas im Bereich Support, dennoch
wieder mit Tendenzen zur Leichtfüßigkeit. So gibt es auch die im RC-1 verbaute
Technologie wieder:
SHIFTING
UPPER CONSTRUCTION (SUC):
Der
Schaft unterstützt den Fuß und den Bandapparat durch eine neue
Konstruktionsform. Mehr Halt während der Standphase und zusätzliche
Materialeinsparung während des Abdrucks sollen optimiert und
leistungsorientiert laufen lassen. Die zusätzliche Sockenkonstruktion, in
Kombination mit neuartigem Schaum in der Zunge, bringen Leistung und Komfort
auf ein gutes Niveau.
DTB:
Die DTB
ist eine leichtgewichtige und flexible Platte aus Thermopolyurethan, welche
nahe am Fuß platziert ist. Sie stabilisiert den Fuß bei der Auftritts- und in
der Standphase und transportiert die Energie vom Rückfuß zum Vorfuß in die
Abstoßphase.
ULTRARIDE:
Das
Ultraride-Konzept besteht aus zwei unterschiedlichen EVA-Elementen. Das im
Rückfuß verwendete EVA-Element hat Schlag absorbierende Eigenschaften. Das im
Vorfuss verwendete EVA-Element hat elastische Eigenschaften, um die Abstoßphase
zu beschleunigen. Die zwei Elemente sind durch die DTB miteinander verbunden.
Ultralyte:
Speziell
für Scott entwickelter EVA-Schaum, welcher 30% leichter ist als konventioneller
und bei den meisten anderen Laufschuhen verwendeter EVA-Schaum
DualSupport:
Medial
platzierter EVA-Schaum mit höherem Härtegrad zur Reduktion der Überpronation.
Der RC-1 in der Praxis
Die
Technologien
In der
Tat ist es so, dass die SUC enorm stabilisiert. Für aktive Läufer kann die
Stabilisierung sogar als „zu viel“ empfunden werden, da der Fuß sehr geführt
wird – wenig Torsion kommt auf. Auch in Kombination mit dem DTB wird das
Gesamtkonstrukt des RC-1 sehr starr, dennoch komfortabel. Man muss den Schuh
definitiv mindestens einmal im Laden gelaufen sein, um sich mit ihm anzufreunden,
denn die Führung des Fußes im Schuh ist sehr Scott-eigen, was nicht zwingend
schlecht ist. Nur wird nicht jeder Fußtyp mit dem RC-1 bedient.

Die
Technologien „Ultraride“ und „Ultralyte“ sollen dem Schuh zu mehr Leichtigkeit
verhelfen, was sicherlich auch zu einem gewissen Grad gelungen ist. Letztlich
reicht sich aber der RC-1 im Gewicht in die Standartklasse ein, eben nur mit
einer Scott-eigenen Innovation für Gewichtsreduktion. Aber hinsichtlich der
Tatsache, dass der Schuh auch für Läufer bis 95 Kilo Körpergewicht gedacht ist,
lässt das Gewicht wieder in einem anderen Licht dar stehen.
Der
„DualSupport“ trägt in Kombination mit dem SUC und DTB zu einem korrigierenden
Schuh bei, denn die Überpronation wird tatsächlich verhindert. Darüber hinaus
ist der „Ton angebende“ RC-1 komfortabel zu laufen, gar komfortabler als so
mancher Mitkonkurrent.
Komfort
Der
Komfort des RC-1 ist ungetrübt. Er ist hervorragend für längere Einheiten, aber
auch kurze, knackige Sachen geeignet. Der Komfort hört aber auch spätestens
dann auf, wenn der Läufer nicht mit der strikten Führung des Schuhs zurecht
kommt. Wie bereits erwähnt, ist der RC-1 mit einem sehr strikten Fußbett
versehen, dass im Zusammenspiel mit den verbauten Technologien für eine
absolute Unterstützung und einer sehr geradlinigen Führung des Fußes
garantieren.
Uns ist
allerdings sehr aufgefallen, dass die Zehenkappe ungewöhnlich hart ist, so dass
bei eigentlich ausreichender Größe immer ein leichter Druckpunkt auf dem großen
Zeh spürbar war.
Abrollverhalten
Trotz der
strikten Führung erwies sich der RC-1 in unseren Tests als äußerst dynamisch im
Abrollverhalten. Für einen Support anmaßenden Schuh sicherlich sehr gut.
Fazit
Der RC-1
von Scott ist eine neue Kreation. Er vereint in diversen Bereichen neue Ansätze,
die den Schuh sehr eigen machen, was definitiv nicht abschrecken soll. Ganz im
Gegenteil: Läufer, die einen Schuh suchen, der den Fuß in jeglichem Terrain
optimal unterstützt, sind mit dem RC-1 ausgezeichnet bedient. Darüber hinaus
bietet er viel Dynamik und ein gutes Abrollverhalten, was das Einsatzgebiet
weit Streuen lässt. Generell würden wir den RC-1 als sehr langlebigen,
unterstützenden Allronud-Trainingspartner bezeichnen.
DW