Salomon Sonic Skin Jacke
Salomon hat seinen Ruf vielmehr in der Outdoor und Trail geschaffen, im Laufbereich eher gelegentlich durch gute Trailschuhe geglänzt. Insofern gingen wir relativ unbefangen in den Test und wurden sehr schnell sehr angenehm von der Sonic Skin Jacket angesprochen.
Funktionalität:
Die Funktionalität ist durchweg „sehr gut“: die Ventilation ist zu jeglichen Intensitätsstufen optimal und es kam während unserer Tests (10km- bis 25km-Läufe) zu keinerlei Hitzestau. Ebenso wurde der Schweiß bei jeder Belastung hervorragend nach außen transportiert.
Passform:
Die Salomon ist sehr körperbetont und sportiv ausgelegt. Die Ärmel und der Bund sind verstellbar. Unter dem Strich kommt eine Jacke für den ambitionierten Athleten heraus.
Fazit:
Die Sonic Skin Jacket ist optimal für all diejenigen, die zur kalten Jahreszeit nicht auf schnelle und dynamische Einheiten verzischten wollen. Zudem hält sie äußere Einflüsse (Schnee, leichten Regen, Wind) sehr gut ab und ist hervorragend verarbeitet. Kombiniert mit einer guten zweiten Schicht sind dem Einsatzgebiet der Jacke keine Grenzen gesetzt.
Nike Goretex Windstopper Jacket
Nike versucht sich neben dem Free- und Luna-Prinzip eher dezent zu etablieren und ebenso dezent, sieht man von der Farbe ab, kommt auch die Goretex Windstopper Jacket daher. Aber schon der Name ist Programm, dies wurde uns sehr schnell klar.
Funktionalität:
Das Mikroklima der Nike-Jacke ist sehr neutral, was uns vor allem bei den langen Einheiten sehr gut gefallen hat. Aber auch bei kurzen und hohen Intensitäten stand sie in nichts nach. Und Schlecht-Wetter-Einflüsse werden ausreichend abgehalten.
Passform:
Der etwas legerere, aber dennoch ergonomische Schnitt kommt vor allem bei lockeren oder längeren Einheiten zum Tragen, wenn es eben bequem und wenig einschränkend sein darf. Die Armabschlüsse und der Bund sind verstellbar.
Fazit:
Der Auftritt der Windstopper Jacket ist sehr solidge und ideal für den Herbst. Wind, wenn es denn nicht gerade ein Sturm ist, wird gut abgehalten, ebenso leichter Regen. Allerdings ist mit drei Reflektoren die passive Sicherheit nicht die größte. Also wer eine Allroundjacke sucht, die ein neutrales Klima herstellt, ist mit der Goretex Windstopper Jacket gut bedinet.
Gore Gore-Tex Paclite System Men
Gore ist Gore. Angesichts der Tatsache, dass nebst Sympatex die Gore-Membran einfach gesetzter Standart ist, lässt darauf schließen, dass die eigenen Gore-Produkte überdurchschnittlich ausgereift sind – was meist auch seinen Preis hat.
Funktionalität:
Neutraler kann ein Klima kaum gehalten werden. Somit ist das Einsatzgebiet, ob mit oder ohne weitere Textilschichten, sehr groß: Herbst, Winder, sehr kalter Winter, aber auch kühle Frühlingsabende. Ebenso breit ist das Spektrum der Distanzen und der Intensitäten – hier geht einfach alles.
Passform:
Der lockere Schnitt resultiert daraus, dass tatsächlich nur die Membran verarbeitet wurde und keinerlei weiterer Futterstoff zum Einsatz kommt. Die Bewegungsfreiheit ist zu allen Zeiten sehr gut, ebenso auch dann, wenn man die sehr ergonomische Kapuze aufgezogen hat. Die Kapuze ist abnehmbar, die Ärmelenden und der Bund verstellbar.
Fazit:
Die Drachenhaut für jegliche Witterungen und somit treuer Begleiter. Bis auf einen Kragen, der aufgrund des Nicht-Gefüttert-Seins leicht scheuern kann, und den satten Preis gibt es hier die von uns getestete bestmögliche Funktionalität.
Under Armour Quickstet Jacket
Vielen sollte Under Armour, die Marke mit dem großen X, noch kein Begriff sein, was daran liegt, dass das dezente Marketing erst so langsam in Deutschland anläuft. Als bekanntestes Beispiel viele uns Chris McCormack als Athlet ein, der Under Armour nutzt. Wir hatten erstmalig Kontakt mit einem Textil der X-Firma.
Funktionalität:
Die Quickstep Jacket bietet eine tadellose Ventilation, vorrangig im hohen Intensitätsbereich. Der Schweißtransport fällt ebenso gut aus. Nur ist sie nicht für das absolute schlechte Wetter ausgelegt.
Passform:
Die Jacke ist recht locker zu laufen, obwohl der Schnitt körperbetont ist. Für unsere Tester erschien die Länge der Ärmel und des Bundes als ideal, der Bund ist hingegen der Armabschlüsse verstellbar. Aber großes Manko: Der Kragen ist sehr eng konzipiert und kann sehr einschränkend wirken.
Fazit:
Hier wird einem eine überraschend vielseitige Jacke mit guten Mikroklima geboten. Ambitionierte Läufer, denen Performance auch zur kalten Jahreszeit wichtig ist, sollten der Quickstep Jacket Beachtung schenken. Ansonsten weitestgehend unspektakulär und eher für kürzere Distanzen optimal.
Adidas Supernova Convert Jacket
Die Supernova Convert Jacket ist altbewährt und auch in ihrer Neuauflage eine Nummer für sich. Wir haben uns gerne erneut bestätigen lassen, dass man eine Markenjacke unter €90,- bekommen kann, die in so ziemlich jedem wichtigen Bereich gute Werte vorweisen kann.
Funktionalität:
Die Supernova bietet einen sehr harmonischen Dreiklang aus guter Ventilation, gutem Schweißtransport und einer guten Wärmefunktion. Ebenso wird der Wind dank eigens entwickelter Windblockmembran recht gut abgehalten, wie es sich auch mit leichtem Regen verhält.
Passform:
Der nicht zu körperbetonte Schnitt bietet eine ausgezeichnete Bewegungsfreiheit, der lange Schnitt des Rumpfes und der Ärmel vermitteln ein Mehr an Schutz. Bei den Ärmeln verhält es sich allerdings so, dass diese nicht verstellbar an den Enden sind und eher locker wirken – hier kann ungewollt Wind durchkommen, wenn man die Ärmel nicht auf Armdicke hochzieht. Der Kragen ist leicht gefüttert und wirkte bei unseren Tests über alle Distanzen und Intensitäten sehr komfortabel – der beste im Test.
Fazit:
Die Supernova Convert Jacket für sich ist eine gute Herbstjacke, die kombiniert mit guten weiteren Textilschichten darunter auch gerne im Winter gelaufen werden kann. Allerdings handelt es sich nicht um eine allumfassende Schlecht-Wetter-Jacke. Ein weiterer Pluspunkt: die Westenfunktion.
Aldi Shamp
Im Zeitalter von Tschibo und Aldi gelangt oft auch das ein oder andere Textil an den Halb-Sportler, da der Preis kein hoher ist. Wie verhält sich allerdings ein „Discounter-Textil“ bei der Aktivität? Kommt der Preis da mit?
Funktionalität:
Eine erstaunlich hinreichende Funktionalität für schlechtes Herbstwetter wurde und von der Shamp-Jacke geboten. Das Feuchtigkeitsmanagement ist für eine Jacke unter zehn Euro sehr zufrieden stellend, ebenso die Ventilation.
Passform:
Der lockere Schnitt bot auf all unseren getesteten Distanzen eine gute Bewegungsfreiheit, selbst die Weste war sehr angenehm. Der Bund ist verstellbar, die Armabschlüsse leider nicht.
Fazit:
Sie suchen eine Einsteigerjacke, wollen nicht allzu viel ausgeben, aber dennoch gut durch die kühleren Jahreszeiten kommen? Schauen Sie sich dann unbedingt die Shamp-Jacke von Aldi an. Einziger Nachteil: Die Jacke ist nicht immer im Programm der Discounterkette.
Asics Zeus Run Windshirt
Asics ist in der breite sicherlich der Maßstab vieler Laufschuhbereiche und zuweilen äußerst innovativ, was neue Konzepte für den Schuh angeht. Bei der Laufbekleidung sieht es (leider) etwas anders aus, denn da reiht sich Asics in die Weiten der Textilbranche ein. So war es bis jetzt.
Funktionalität:
In Punkto Ventilation, Isolation und Feuchtigkeitsmanagement schwächelt die Zeud keinesfalls, ist allerdings sehr nüchtern und daher sichtlich gut im Bereich „Herbst“ aufgehoben. Kombiuniert mit weiteren sinnvollen Schichten taugt sie auch für den Winter, ist allerdings keine Schlecht-Wetter-Jacke.
Passform:
Die Passform ist leger und somit in keiner Weise einengend. Der Bauch wirkte optisch bei all unseren Probanden recht wulstig, was allerdings während der Aktivität nicht spürbar oder hinderlich ausfiel. Der Bund und die Armenden sind verstellbar.
Fazit:
Eine Herbstjacke, die auch unter Volllast gerne gelaufen werden kann. Für den Winter reicht die Jacke an sich nicht, hier muss mit anderen Schichten kombiniert werden, allwetterbeständig wird sie hierdurch auch nicht – der Name der Jacke ist sicherlich etwas zu hoch gegriffen. Eine Angelegenheit für die versierteren Läufer.
Haglöfs Zeal Jacket
Haglöfs ist im Laufsport weniger gesetzt wie die Asics, Adidas, Nike und Co., dennoch allemal einen Blick wert, denn hinter dieser Firma versteckt sich mindestens genauso viel Know-How wie bei den eben genannten.
Funktionalität:
Dank der sehr dünnen Membran wird eine sehr gute Ventilation gewährt. Gleiches gilt für die Schweißtransport. Mit leichtem Wind und leichtem Regen kommt die Zeal klar, sobald die äußeren Wettereinflüsse zunehmen, schwächelt sie ein wenig. Wenn die Zeal auch im Winter dienlich sein soll, kommt man um eine Kombination mit weiteren Schichten nicht drum herum.
Passform:
Auch hier kommt die dünne Membran im lockeren Schnitt zu Gunsten der Bewegungsfreiheit. Es kann kein Tadel erhoben werden, ganz egal, für was die Zeal im Laufbereich eingesetzt wird.
Fazit:
Eine harmonische Jacken für den Herbst und Frühling. Kurze oder Lange Distanzen, niedrige oder hohe Intensitäten – die Zeal hat keinen Schwachpunkt. Nur warm hält sie weniger und schlechte Wettereinflüsse sind nicht die Stärke.
New Balance MRX W 852 E
New Balance bietet seit jeher ein recht ausgewogenes und überschaubares Sortiment im gesamten Laufbereich. Aber wie es sich nun mit den Textilien verhält, wollten wir seit längerem gerne erneut testen und waren recht zuversichtlich.
Funktionalität:
Die Isolation der 852 erwies sich als gut, ebenfalls die Abwärmefunktion und der Schweißtransport. Unter dem Strich kam ein dezentes Mikroklima heraus, was uns vor allem bei längeren Einheiten überzeugt hat.
Passform:
Wie viele Jacken im Test besitzt auch die 852 einen lockeren Schnitt für viel Bewegungsfreiheit. In Kombination mit den ideal langen Armen dem gut sitzenden Bund sehr komfortabel zu laufen. Ein Highlight sind die äußerst angenehmen Armabschlüsse. Der Bund ist zudem verstellbar.
Fazit:
In der Allwetterbeständigkeit hinkt die 852 ein wenig den Großen hinterher, dafür besitzt sie ein sehr komfortables Wesen, das viel Spaß auf langen Strecken macht – hier waren wir uns alle einig. Suchen Sie also eine Jacke für lange Ausläufe im Herbst, Winter oder Frühling, sollten Sie sich die 852 definitiv genauer anschauen.
Reebok Pre Jacket
Reebok ist seit längerem deutlich weniger auf dem Laufsegment präsent und etabliert, wie es vor einigen Jahren der Fall war. Konzepte anderer waren einfach stärker, doch dass Reebok nach wie vor gute Sachen herstellt, hat sich in unserem Test deutlich gezeigt.
Funktionalität:
Wir waren erstaunt, wie ausgeglichen funtionstüchtig die Pre Jacket in allen Bereichen war. Guten Gewissens können wir schreiben, dass sie ein wahrer Allrounder ist, der für die gesamte kalte Periode sehr gut Einsatz findet.
Passform:
Mit der Pre Jacket ist man locker und bequem unterwegs, die Bewegungsfreiheit ist bei schnellen Einheiten ausgezeichnet gegeben. Zudem sind Armenden und Bund verstellbar.
Fazit:
Mit der Shamp-Jacke von Aldi hat und die Pre Jacket am meisten positiv überrascht. Dass eine so unscheinbare Jacke vorher so wenig Aufmerksamkeit bekommen hat, können wir aufgrund unserer Tests nicht nachvollziehen. Die Pre Jacket ist für Läufer aller Leistungsschichten eine gute Empfehlung.