News

ECCOs "Natural Running"
Der zweitgrößte Schuhher-
steller der Welt ECCO bringt
in kürze einen innovativen
"natürlichen" Schuh für das
aktive Laufen raus: Der Biom
weiter …
 

Google-Anzeigen


Home arrow Science arrow Was ist Muskelkontraktion?
Was ist Muskelkontraktion?
Sonntag, 06 November 2005
MuskelkontraktionMuskelbewegung definiert den Sport. Ohne die Muskelkontraktion wären Schwimmen, Laufen und Radfahren undenkbar. Wie läuft eigentlich die Muskelkontraktion ab? Wovon ist sie abhängig? Im Folgenden lest ihr eine kurze Übersicht über das, was Bewegung ausmacht.







Um den Vorgang der Muskelkontraktion zu veranschaulichen, sollte vorher klargestellt werden, was genau der eigentliche Muskel ist und wie er aufgebaut ist. Im Folgenden wird eine kurze Abhandlung über den Muskel an sich und seiner Kontraktionsfähigkeit gegeben.


Muskelarten

Grundlegend sind drei Muskelarten zu unterscheiden: Die glatte Muskulatur wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert und ist nicht willentlich kontrahierbar, der Herzmuskel (quergestreift) bildet, wie der Name schon sagt, das Herz und die Skelettmuskulatur (quergestreift) dient zur Mobilität und muss demnach willkürlich steuerbar sein. Zur Veranschaulichung der Muskelkontraktion wird sich auf die Skelettmuskulatur beschränkt. Die Skelettmuskulatur wird gebildet durch die rote und weiße Muskulatur. Die rote ist die für Ausdauersportarten wichtigen Muskulatur, die Sauerstoff langsam verbraucht, somit Sauerstoff langsam oxidiert. Man spricht bei den roten Muskelfasern von Typ I-Fasern. Typ II-Muskelfasern sind die weißen Muskelfasern und hauptsächlich verantwortlich für Kraft und Schnellkraft. Sie verbrauchen viel Sauerstoff (Sauerstoff wird schnell oxidiert). Die Typ II-Fasern werden unterteilt in Typ II A und Typ II B, im weiteren Verlauf des Artikels aber nicht weiter behandelt.


Funktionelle Einheiten des Muskels

Jeder sich im menschlichen Körper befindliche Muskel lässt sich in  funktionelle Einheiten einteilen, die einer gewissen Hierarchie folgen. Die größte Einheut bildet der Muskel. Der Muskel wird gebildet von Faserbündeln (100 - 1000µm), die wiederum aus Muskelfasern (= Zelle, 10 – 100 µm) bestehen. Die Muskelfasern werden letztendlich von Myofibrillen (1 µm) gebildet, die die kleinste funktionelle Einheit beinhaltet: das Sakromer. Das Sakromer wiederum wird unter anderem gebildet durch ein Drei-Filamenten-System: Aktin, Myosin und Titin.

Vom Muskel zur kleinsten funktionellen Einheit

Image

Das Sakromer und das Drei-Filamenten-System

 Image

Der Weg zur Kontraktion

Bewusster Muskelbewegung geht ein Impuls voran, der durch den spezifischen Nerv den Muskel anregt. Dieser Reiz ist elektrischer Art. Damit der potentiell initiierende Reiz auch wirklich zur Auswirkung kommt, somit weiter bis zur mechanischen Bewegung weitergeleitet wird, beträgt das Schwellenpotential für eine Reizweiterleitung -90mV (Herzmuskel -60mV). Somit redet man beim Erreichen eines Schwellenpotentials im Nachfolgenden von einem Aktionspotential. Beim Erreichen eines Aktionspotentials laufen chemische Vorgänge ab, die den elektrischen Reiz zur Geltung kommen lassen: Das Membranpotential ist von der Kalium- und Natriumkonzentration abhängig. Je nachdem, ob ein Schwellebpotential erreicht wird, kommt es zu einem umgekehrten Membranpotential (chemisch), was die elektrische Ladung von Membraninnenseite zu Membranaußenseite umkehrt. Folglich wird der Reiz zur Muskelgruppe erneut elektrisch weitergeleitet.    


Die Kontraktion

Erreicht der Reiz den spezifischen Muskel oder die Muskelgruppe, kommt es zur mechanischen Umsetzung, sprich zur Kontraktion. Hierbei sind Aktin und Myosin die für die Kontraktion verantwortlichen Filamente: Am Ende der Mysinfilamente befinden sich die Myosinköpfchen, die mit dem Aktin bei einer Kontraktion des Muskels eine Verbindung eingehen, was die eigentliche Kontraktion ausmacht. Aktin wird zuvor unter Einfluss von Kalzium (Kalzium bewirkt nach einem Schlüssel-Schloss-Prinzip die „Klebefunktion“ des Aktins) für die Myosinköpfchen verfügbar gemacht. Ein rein chemischer Vorgang. Die Myosinköpfchen greifen auf die Aktinfilamenten und üben einen Kraftschlag aus; das Myosin macht einen „Ruderschlag“ von 45° bis 90°, demnach kommt es zu einem Zusammenziehen des Filamentsystems, somit des Sakromers, was wiederum bedeutet, dass sich die Myofibrille zusammenzieht, die die Muskelfaser ausmacht (die wiederum die Faserbündel bildet und diese den tatsächlichen Muskel). Das Lösen der Kontraktion erfolgt durch den  Weichmacher ATP – Adenosintriphosphat (ATP dockt an das Myosinköpfchen an und gibt eine Phosphat ab. ADP und Energie entsteht, die zum Lösen der Verbindung benötigt wird.).

Darstellungen der Kontraktion:

Der Aktin-Myosin-Mechanismus

Image

Die Sakromerkontraktion

Image

Die zuckende Muskelfaser

Image



Kurzfassung
:

Die Kontraktion ist von elektrischen und chemischen Vorgängen abhängig. Wird eine bestimmte Schwelle erreicht, die zu einem Auslösen der Muskelkontraktion verantwortlich ist, kommt es zu einer mechanischen Umsetzung der elektrischen und chemischen Vorgänge. Die letzte Fase der Vorgänge ist chemisch und läuft innerhalb des Drei-Filamenten-Systems ab (Aktin, Myosin und Titin).

Eine ausführlichere Variante des Artikels folgt zum Ende des Jahres.

Dennis Wachter

 
< vorheriger Artikel   nächster Artikel >

- Anzeige -

ActiveEurope
Zoggs
© 2010 TriComponents.info Triathlon - Produkttests