
Hawaii steht an und spätestens hier wird man erneut mit der Frage oder den Gedanken nach dem ultimativen Schuhwerk konfrontiert. In der Tat kann man über den richtigen Schuh, die eigene Laufleistung optimieren. Unser Schuhtest zeigt mit Schwerpunkt auf Competitionschuhe und Lightweighttrainer, auf welchen Schuh man sich einlassen könnte, wenn es um schnelle Zeiten geht.
Schnell, leicht und direkt sollen sie sein – des Läufers
und Triathleten Wettkampfschuhe. Leicht ist nicht immer gleich komfortabel,
komfortabel ist oft auch nicht optimal schnell. Kompromisse sieht man oft auf
der Marathonstrecke, hier wird auf Dämpfung gesetzt. Was ist aber mit
denjenigen, die aktiv laufen und die entsprechende Muskulatur und Technik
aufweisen, auf einen sehr leichten Schuh selbst beim Marathon zu laufen? Die
Japaner machen es vor; hier ist es unglaublich, welch eine Masse Lightweight-
und Competition-Schuhe bevorzugen. Hierzulande war der Markt sehr dürftig gesät
mit derlei Schuhen, doch der Markt ist im Wandel. Für unseren Test konnten wir
überraschend viel Modelle auftreiben, die das Kriterium eines reinrassigen Wettkampfschuhs
erfüllen oder gerade so an der Schwelle stehen zwischen Lightweight-Trainer und
Wettkampfschuh.
Allgemein
Laufschuhe sind bei weitem nicht gleich Laufschuhe. Im
Groben unterteilt man in Supportschuhe, Curshion, Lighttrainer und
Competitionschuhe. Hierzwischen mögen weitere Modelle anzusiedeln sein, ein
eigenes Segment beschreiben auch die Trailschuhe oder „Natural Running“ Schuhe
wie der Free von Nike.
Sinn dieses Tests soll sein, euch einen Marktüberblick
über die derzeitigen Competitionschuhe zu geben, in vielen vorangegangenen
Tests jeglicher Medien weniger bis gar nicht beachtet, was eindeutig schade
ist, denn der Markt wird total unterschätzt.
Was in Japan schon gang und gebe ist, zieht in Deutschland immer mehr
ein – flache und direkte Schuhe, die halbe Garanten für schnelle Zeiten sind.
Dementsprechend der Fokus des diesjährigen Laufschuhtests auf absoluten
„Flitzern“.
Voraussetzung Lauftechniken
Competitionschuhe verzichten gegenüber Ihren größeren
Brüdern auf viel Dämpfung. Entsprechend sollte vor einem solchen Schuhkauf klar
sein, auf was man sich einlässt, denn nicht jeder Fußtyp kommt mit den flachen,
kaum gedämpften Rennern klar. Ebenso wichtig ist die Art des Laufstils: Leichte
und kontaktfreudige Schuhe sind sehr für aktive Läufer zu empfehlen, was
bedeutet, für diejenigen, die über den Vor- oder Mittelfuß während des
Schrittes aufzusetzen. Der passive Laufstil – erster Fußkontakt während eines
Schrittes über die Ferse – benötigt Dämpfung, denn durch den ansozialisierten
Schuh wurde der Fuß aus der natürlichen Bahn des Ballenaufsetzens gebracht. Der
Schuh übernimmt natürliche Funktionen des Fußes, die da wären, auf ihn
einwirkende Lasten selber zu kompensieren (durch aktive Muskelarbeit). Die
geraden Lasteinwirkungen bei einem solchen passiven Schritt sind sehr viel
punktueller und Gelenkbelastender als bei einem aktiven Laufstil, wo über die
Technik an sich muskulär einiges kompensiert wird. Dementsprechend sagen Competitionschuhe
eher dem aktiven Laufstil zu, denn im Fersenbereich ist die Dämpfung kein
Vergleich zum Support- oder Curshionschuhen, die Belastung auf den Gelenken
(Sprunggelenk, Kniegelenk, Hüfte) wären ungleich größer und definitiv nicht
vorteilhaft.
Teilnehmer
New Balance 902
New Balance 825
Diadora Ironmythos
Diadora Mythos Fly
Diadora Mythos Racer AX
Diadora Mythos Samurai AX
Saucony Fastwitch 2
Saucony Gride Tangent 3
Mizuno Wave Precision 7
Mizuno Wave Aero
Asics GEL-DS Trainer XII
Asics GEL-DS Racer VII
Adidas adiZERO
Nike Skylon
Nike Free 3.0
So haben wir getestet
Jeder der im Test befindlichen Schuhe wurden von einem
Kollektiv von 2 Probanden getestet. Anfangs wurde der Schuh im Alltag getragen,
meist zwei Tage, damit sich der Fuß leicht an den Schuh gewöhnen konnte.
Sportlich wurden wir zwei mal pro Schuh aktiv: ein längerer Lauf über 20km und
intensitätsreicher Lauf über 10km dienen als Grundlage unserer Ergebnisse.
Zudem wurde das Verhalten des Schuhs auf der Bahn getestet: Einlaufen, leichte
Technik, ein 400m-Interval.
Hersteller:
New Balance
Modell:
902
Gewicht: 293g
(Gr. 43)
Variationen:
orange (Herren), blau (Damen)
Preis: €
130,-
URL:
www.newbalance.de
Tel.: 0 81 42 / 47 72 - 0
Handhabung
Der 902 ist leicht zu handhaben, hier gibt es nicht viel
zu beanstanden bis auf die Tatsache, dass die Schuhzunge nicht an das
Obermaterial vernäht ist, was beim schnellen Einstig dazu führen kann, dass
sich die Zunge leicht verzieht und etwas drückend auf den Spannen wirkt.
Außerdem reicht die Zunge recht weit aus dem Schuh und legt sich deutlich
weiter über den Spannen als bei der Konkurrenz und stößt leicht in das Gelenk.
Hier muss man sich erst einmal mit dem Positionieren auseinandersetzten, bis es
dann einwandfrei losgehen kann.
Ein sehr nettes Feature ist, dass die Schnürsenkel
Segmente aufweisen: nach jedem Zentimeter verengt sich der Schnursenkel für
einige Millimeter bevor er wieder eingängliche Dicke annimmt. Die Schnürung
lässt sich so besser einstellen und macht es leicht, bei schneller Schnürung
wenig Spannung zu Verlieren.
Dämpfung
Die Dämpfung des 902 würden wir ähnlich des Wave Aero als
hervorragend bezeichnen. Der Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt
darin, dass der Aero über einen gewissen Grad von Weichheit ein sehr gutes
Bodenkontaktgefühl vermittelt, der 902 tut dies hingegen über eine sehr
ausgeglichene Sohle, die weder hart noch weich ist; sie liegt zwischen dem Aero
und dem Trainer von Asics.
Der Akzent der Dämpfung liegt klar im Mittelfußsegment,
optimal für den aktiven Laufstil. Im Fersenbereich erhält man zwar eine äußerst
gute Stabilität, für den permanenten Fersenläufer empfehlen wir den 902
allerdings nicht, hier fehlt dem Neutralschuh der Komfort, der allerdings für
unseren Fokus keine Rolle spielt.
Abrollverhalten
Auch hier kann man erneut die ähnliche hervorragende
Funktionalität des Wave Aero zum Vergleich ziehen, wobei der 902 vielfältiger
ist: eine sehr feine segmentelle Anordnung der Sohle in Kombination mit einer
nicht allzu weichen Sohle, was das Einsatzgebiet des 902 steigert.
Einsatzgebiet
Der 902 ist ein reinrassiger Lighttrainer, wie wir es bei
anderen Herstellern eigentlich zunehmend mehr vermissen. Es ist auf allen
Terrains Zuhause, wohingegen er leicht auf Teer schwächelt, wenn es um
Spitzenzeiten gehen soll. Hier fehlt die klassische Profilierung der Sohle, um
ein Optimum an Vortrieb zu gewähren.
Wir sind den 902 im Training und ebenso im Wettkampf gelaufen: der Halbmarathon
im selektiven Crossgelände war zu keiner Zeit eine Farce: genügend Seiten- und
Fersenstabilität, gutes Abrollverhalten, leichtes Gewicht und eine grundlegend
gute Ergonomie. Der Schuh ist in diversen Weiten erhältlich, normale Füße so
wie Senk- oder Plattfüße werden ausgezeichnet mit dem 902 bedient.
Fazit
Auch hier passt wieder die auffällig knallige Farbe als
Indikator für hohe Ansprüche An Performance, wenn hingegen das Verhalten auf
der Straße gegenüber seinen bunten Brüdern ein wenig hinterher hinkt. Dafür ist
der 902 vielseitiger einsetzbar. Ein sehr angenehmer Trainingsbegleiter, der
auch gut und gerne in jedem Terrain und auf jeder Streckenlänge gelaufen werden
kann. Dem 902 wurde bis dato zu wenig Beachtung geschenkt. Schaut Ihn euch an,
er ist es allemal wert.
Hersteller: New Balance
Modell: 825
Gewicht: 295g (Gr. 43)
Variationen: grau/blau (Herren), weiß/gelb (Damen)
Preis: € 110,-
URL: www.newbalance.de
Tel.: 0 81 42 / 47 72 - 0
Handhabung
Der 825 macht einen sehr einfachen Eindruck.
Hier ist nichts Besonderes zu erwähnen bis auf die Schnürsenkel, die ebenso wie
beim 902 segmentiert sind und so eine komfortable Schnürung erlauben.
Dämpfung
Für einen Lighttrainer fällt der 825 eher dumpf
aus. Angesichts der Tatsache, dass es sich hier um einen Schuh für €100,-
handelt, hat nach unseren ersten Testläufen eigentlich mehr erwarten lassen.
Ebenso schlicht wie das Design ist auch die Dämpfung, die eine Spur zu hart
wirkt für die Schuhklasse. Man hat zwar einen guten Bodenkontakt, aber es fehlt
der gewisse Grad an Komfort. Es kann auch eine Kopfsache sein, denn wenn man in
einen Wettkampfschuh steigt, setzt man sich willentlich dem geringeren Komfort
aus, bei einem Trainer erwartet man etwas mehr – so auch bei dem 825.
Sieht man von der geringeren Dämpfung ab, viel
auf, dass der Schuh eine gute Ergonomie bietet, die den Fuß zwar führt, aber
dennoch neutral behandelt. Aktive Laufstile sind mit diesem Schuh wohl eher ein
Vergnügen als der passive.
Abrollverhalten
Das Abrollverhalten des 825 fällt weitestgehend
homogen aus, dennoch hätte es einen Tick runder sein können. Für
Mittelfußläufer macht das Aufsetzen des Schuhs auf den Boden wohl eher einen
platten Eindruck, denn durch die durchweg harte Zwischenwohle wird kaum
Abrollkomfort gewährleistet.
Unter dem Strich ist der 825 in Punkto
Abrollverhalten eine runde Sache, die man allerdings mögen muss.
Einsatzgebiet
Der 825 ist vielseitig einsetzbar: Straße und
Schotter sind keinerlei Probleme, der Wald ist eine Geschmackssache, denn nicht
jeder mag es dort so hart wie der 825 nun einmal wirkt. Die Stabilität des
Obermaterials als auch des Innenschuhs sind selbst vollkommen ausreichend für
schnelle Läufe selbst im Wald.
Fazit
Der Unscheinbare 825 siedelt sich im mittleren
Segment der Lighttrainer an, was er dadurch zu verdanken hat, dass er ein wenig
zu unkomfortabel wirkt und ehrlich geschrieben auch weniger Spaß macht zu
laufen als seine Mitkonkurrenten, was auch als subjektiv betrachtet werden
kann.
Alles in
allem ein Schuh für Läufer, die ein Lightweighttrainer-Aussehen bevorzugen und
zugleich auf Komfort verzichten können. Der 902 hat in der selben Liga einen
deutlich besseren Eindruck hinterlassen.
Hersteller:
Diadora
Modell:
Ironmythos
Gewicht:
262g (Gr. 44)
Variationen:
unisex
Preis: €
119,95
URL: www.diadora.com, www.diadora.de
Tel.: 0
64 34 / 2 00 82 00
Handhabung
Der Ironmythos ist der einzige reinrassige Triathlonschuh
im Testfeld. Seine Schnellschürung mit einem Velcro ist eine nette Sache, der
Schuh muss nicht nachträglich mit elastischen Schnürsenkeln nachgerüstet
werden, wie es ansonsten Gang und Gebe ist, wenn man schnell wechseln möchte.
Zu dem Schnellschnürsystem kommen für einen guten Einstieg optimalerweise zwei
großzügig konzipierte Einstieghilfen hinzu, eine an der Ferse und eine an der
eingenähten Zunge. Selbst bei hastigem und unruhigen Greifen erwischt man
nahezu immer die Schlaufen und kommt somit gut in den Schuh.
Sitzt man nun im
Schuh, sorgt die Schnellschnürung für ausreichend Fixierung des Schuhs am Fuß,
was nicht über die Tatsache hinwegtröstet, dass der Mythos mit seiner Regular
Plus-Leisten-Passform etwas „großzügig“ im Innenraum wirkt. Der Fuß ist zu
keiner Zeit exakt im Schuh fest fixiert, was kein wesentliches Problem ist.
Hier greift vielmehr die Vorliebe, wie man es gerne hätte – der Mythos ist
weit. Der Klettverschluss (Velcro) ermöglicht zwar eine zusätzliche Option auf
besseren Halt im Schuh, allerdings wird über den Mittelfußbereich hinaus kaum
mehr Festigkeit erreicht, was auch nicht zwingend nötig sein muss, denn es geht
in erster Linie darum, dass man den Schuh durch das Dehnbare
Schnellschnürsystem nicht verliert.
Wobei man bei dem Schnürsystem achten sollte ist, dass man
nicht das Fixiersystem der Schnellschnürung (Plastik-Fixierung) nach dem
Einstellen nicht unter das Velcro bekommt, was leicht der Fall sein kann. Denn
dann drückt es ungenehm auf den Spannen, was in der Regel zu leichten
Taubheitsgefühlen führen kann.
Dämpfung
Flach, direkt – unmittelbarer Bodenkontakt. Hier sollte,
wie eigentlich bei allen Wettkampfschuhen, klar sein, dass es weniger auf
übermäßige Dämpfung denn vielmehr auf direkten Bodenkontakt ankommt. Mit dem
Mythos geht das Konzept vollends auf: Einen vergleichbar guten Bodenkontakt
bieten nur noch der Mythos Racer AX und der GEL-DS Racer VII. Einen federnden
Effekt - weniger als Dämpfung, denn vielmehr als Schrittlängenoptimierung
gedacht – bietet die 3D Axeler Sohle, deren Innovation eine implementierte Feder
ist. Sie soll die bei jedem Schritt entstehende kinetische Energie in gewissen
Maßen absorbieren und während der Abdruckphase die Energie für diese erneut
freigeben. In der Praxis ist uns allerdings zu keiner Zeit aufgefallen, dass
unser Schritt durch die 3D Axeler Sohle weiter geworden ist oder wir deutlich
schneller gelaufen wären. Diese Innovation bleibt fragwürdig und bedarf für
eindeutige Ergebnisse einer standardisierten wissenschaftlichen Auswertung, was
im Rahmen unseres Tests nicht möglich war.
Abrollverhalten
Das Abrollverhalten ist tadellos und sehr neutral. Zu
keiner Zeit spürt man eine in das Abrollverhalten eingreifende verwendete
Technik des Schuhs. Die segmentelle Anordnung der Sohle ist wie bei den meisten
Schuhen im Test überzeugend und lässt ein sehr weiches und harmonisches
Abrollverhalten zu. Gerde Vorfußläufer kommen hier auf Ihre Kosten.
Einsatzgebiet
Sicherlich ist an erster Stelle das Einsatzgebiet
Triathlon zu nennen. Hier kommt es auf schnelle Wechsel an – der Mythos ist ein
Garant dafür. Wenn man generell mit der nicht ganz so festen Passform klar
kommt und man nicht schnell wechseln muss (z.B. reine Läufer), wird man mit dem
Neutralschuh Mythos ebenso seine Freude haben, zumal er ein sehr direktes
Bodenkontaktverhältnis hat, wie man es nicht so oft auf dem Markt findet. Hinzu
kommt das leichte Gewicht von guten 260 Gramm, was nicht extrem leicht ist und
somit das Einsatzgebiet bis auf den Marathon ausweitet. Hier ist er sehr gut zu
laufen, ähnlich wie sein größerer Bruder Mythos Fly. Einzig im Gelände
schwächelt der Mythos ein wenig, hier reicht die Fixierung des Schuhs am Fuß
unserer Ansicht nach nicht ganz aus.
Fazit
Ein Bilderbuch-Wettkampfschuh für den Triathlon, wenn man
sich des leichten Spielraumes von Mittel- bis Vorfuß bewusst ist und damit klar
kommt. Auch für eine Laufveranstaltungen macht der Mythos einen angenehmen Eindruck,
ganz egal, welche Strecke zu bewältigen ist. Nur auf offenem Gelände wirkt er
nicht mehr ganz so dynamisch – die Schnürung müsste hier mehr Fixierung bieten.
Ein äußerst gelungener Schuh, der für sein konzipiertes Einsatzgebiet einmalig
ist.
Hersteller: Diadora
Modell: Mythos Racer AX
Gewicht: 249g (Gr. 44)
Variationen: unisex, Farbvarianten orange und weiß/rot
Preis: € 109,95
URL: www.diadora.com,
www.diadora.de
Tel.: 0 64 34 / 2 00 82 00
Handhabung
Die Handhabung des Racer AX fällt wie bei fast
allen Schuhen im Test recht einfach aus. Im Gegensatz zum Racer von Asics fällt
es allerdings etwas schwer, in den Schuh zu kommen, wenn bereits vorgeschnürt
wurde, wie es so oft beim Triathlon geschieht. Hier wäre es empfehlenswert,
elastische Schnürsenkel einzufädeln oder sich nach dem Einstieg in den Schuh
die Schleife zu binden. Hat man dann den Fuß im Schuh fixiert, sitzt der Schuh
perfekt - im Competitionbereich der beste Sitzt aufgrund der guten
Ergonomie.
Dämpfung
Angesichts der Tatsache, dass bei einem reinen
Wettkampfschuh viel Dämpfung eher unerwünscht ist, verhält sich der Racer AX
perfekt. Er besitzt eine dünne und zudem recht weiche Sohle samt
Dämpfungselementen, die den Schuh sehr agil und direkt machen. Ähnlich wie sein
Namensvetter von Asics ist er extrem schnell zu laufen, wie wir finden, ist der
Racer von Diadora allerdings ein Tick schneller, da er, wie bereits erwähnt,
sehr direkt wirkt und den Boden unter den Füßen gut spürbar macht, ohne dabei
auf grundlegende Dämpfungseigenschaften zu verzichten.
Abrollverhalten
Sehr überzeugend. Das Abrollverhalten wirkt
beim Racer AX harmonisch und weich, lässt den Untergrund zu keiner Zeit
schwammig erscheinen. Weiterhin wird das Abrollen stark durch die gute Passform
des Schuhs unterstützt, denn der Diadora Racer AX ist schmaler als so mancher
Konkurrent, dennoch für viele Fußtypen bis zum Senkfuß vollkommen akzeptabel.
In Punkto Abrollverhalten hat und der AX vollkommen überzeugen können.
Einsatzgebiet
Sicherlich hat der Racer wie nahezu alle
Competitionschuhe die oberste und uneingeschränkte Priorität auf der Straße.
Auf Schotter und Sandwegen macht er ebenfalls ein gutes Bild, Laufstrecken wie
in Roth sind angenehm zu bewältigen. Eine Sache der Stabilität und Direktheit
ist es dann, wenn es in den Wald gehen soll. Von diversen Athleten auch dort
gelaufen, ist dieses Thema allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn nicht
jeder weist genügend Propriozeption auf, um die fehlende Stabilität durch
eigene Muskelkraft auszugleichen.
Wir
kamen gut im Wald mit dem Racer AX klar, was bei weitem nicht für Jeden Geltung
haben mag. Aber für die Auslegung des Schuhs wurde hier das Optimum erreicht,
zumal selbst Senkfüßler mit dem Neutralschuh angesprochen werden.
Fazit
Orange steht hier tatsächlich für
Aggressivität. Der Racer AX ist sehr schön direkt und schnell zu laufen, er
kann je nach Laufstil ungemein zum Vortrieb beitragen und bietet zudem noch ein
grundlegenden Komfort, wie man ihn kaum erwarten würde. Uns hat der Racer von
Diadora sehr viel Spaß gemacht und angenehme Laufzeiten beschert. Für den
ambitionierten Läufer oder Triathleten sollte der Schuh unbedingt begutachtet
werden. In der selben Liga spielen nur noch Asics und Adidas mit.
Hersteller:
Diadora
Modell:
Mythos Fly
Gewicht: 309g
(Gr. 45)
Variationen:
unisex
Preis: € 140,-
URL: www.diadora.com, www.diadora.de
Tel.: 0 64 34 / 2 00 82 00
Handhabung
Die Lighttrainer-Variante des Ironmythos ist ebenso gut
handhabbar wie eben dieser und wirkt beim Einstieg ähnlich geräumig. Der
Einstieg in den Schuh ist großzügig, dennoch reicht nach dem Anziehen die
Gummischnürung, die man nur anhand eines Fixiermechanismusses und eines
Velcroverschlusses feststellen kann. In der Regel reicht allerdings eine „Voreinstellung“
des Schuhs nach erstmaligem Anziehen. Durch die Dehnbarkeit der Schnürung
schlüpft man sehr leichtfüßig in den Schuh. Laschen an der Ferse und an der gut
eingearbeiteten Schuhzunge erleichtern zudem den Einstieg. Wenn schnelle
Wechsel, dann mit dem Fly. Man muss nur darauf aufpassen, dass der
Verstellmechanismus des Schnürungssystems nicht unter den Vercroverschluss
kommt, ansonsten wirkt der „Plastikgnubbel“ sehr drückend auf den Fußspannen.
Dämpfung
Die Dämpfung ist beim Fly sehr angenehm und wirkt im
vorderen, mittleren als auch hinteren Segment des Schuhs gleichermaßen gut. Die
Sohle äußert sich zudem sehr kontaktfreudig und macht den Teer unter den Füßen
gut spürbar – so soll es sein. Komfort und Performance befinden sich hier gut
im Einklang.
Abrollverhalten
Rund und
weich. Die Axeler-Feder – die angeblich einige Prozent mehr Vortrieb aufgrund
der Rückfederung bieten soll – ist und leider nicht tragend aufgefallen, was
meint, die Innovation war uns nicht spürbar. Unter dem Strich bietet der Mythos
Fly eines der angenehmsten Abrollverhalten im Test, was in generell sehr
harmonisch wirken lässt.
Einsatzgebiet
Das
Einsatzgebiet ist überall, wo man möchte. Es gibt kein Streckenlimit und jegliche
Profiltypen sind gut mit dem Fly zu bewältigen, wobei die Akzente auf der
Straße liegen. Da die Ferse allerdings nicht die ergonomischste ist und daher
leicht schwammig wirkt, kann je nach Fußtyp der Lauf im Gelände etwas rutschig
wirken, gerade dann, wenn nicht sorgfältig fixiert wurde.
Fazit
In Dämpfung, Einsatzgebiet, Abrollverhalten und Handhabung
ist der Mythos Fly eine wahre Erfrischung auf dem Schuhmarkt. Ausgelegt für den
Triathlon ist er allerdings ein ebenso guter Trainingspartner und Begleiter auf
jeglichen Distanzen. An Stabilität im Fersenbereich hapert es noch leicht, die
Bewegungsfreiheit ist allerdings noch tolerabel. Mit dem Fly bietet Diadora
nicht nur eine gute Alternative zum Klassiver DS-GEL Trainer, sondern vielmehr
eine wahrlich ernstzunehmende Konkurrenz mit mehr Features bei ähnlichem
Komfort.
Hersteller:
Diadora
Modell: Mythos
Samurai AX
Gewicht:
318g (Gr. 44)
Variationen: -
Preis: €
119,95
URL: www.diadora.com, www.diadora.de
Tel.: 0 64 34 / 2 00 82 00
Handhabung
Der Samurai AX verhält sich unauffällig, der Einstieg ist
unkompliziert: Die Ferse ist im Obermaterial zwar sehr steif und der Einstieg
eng, dennoch findet der Fuß seinen Weg, ohne dass Gewalt angewendet werden
muss.
Dämpfung
Von außen wirkt der Samurai recht robust, nach den ersten
Metern änderte sich allerdings unser Bild: Der Schuh ist sehr direkt,
vermittelt einen guten Bodenkontakt, der aber zugleich sehr hart ist. Hier
hätten wir uns etwas mehr Komfort über ein besseres Dämpfungsverhältnis gewünscht
und lässt an den 825 von New Balance erinnern. Der Samurai hat unseren Probanden
auf langen Laufstrecken am ehesten in den Knochen gehangen, nach einer längeren
Einlaufphase und Zeit der Gewöhnung kamen wir besser mit dem Schuh klar, was
die Tatsache nicht mindert, dass in des Samurais Schuhklasse mehr Komfort
wünschenswert wäre.
Abrollverhalten
Das Dämpfungsverhältnis tangiert das Abrollverhalten, was
soviel bedeutet, dass der Samurai durch seine Bodenkontaktfreudigkeit aufgrund
der dünnen Zwischensohle gut abrollt, was allerdings etwas weicher geschehen
könnte. Schließlich machen es der Fly und der Mythos vor.
Einsatzgebiet
Der Samurai weist einen ähnlichen Härtegrad wie reine
Competitionschuhe auf, was ihn nahezu ebenso direkt und nach Vorliebe auch
schnell macht. Dementsprechend ist er als Lightweighttrainer nicht nur für das
alltägliche Training für alle Distanzen einsetzbar, sondern auch für den
Wettkampf.
Ein klarer Akzent liegt bei diesem Schuh auf der Straße.
Schotterwege sind noch zu verkraften, Sandwege stellen kein Problem dar, der
Wald sollte nicht optimal, allerdings machbar sein.
Fazit
Der Samurai ist ein netter, harter und direkter Schuh, der
allerdings nicht vom Hocker haut. Es fehlt uns zu einem Top Schuh Harmonie in
der Abstimmung zwischen Dämpfung, Komfort und Abrollverhalten. Es ist
allerdings sehr schnell zu Laufen und bietet einen guten Grad an Stabilität.
Der Samurai beschreibt seine eigene kleine Nische, die man für sich entdecken
muss. Ein ernsthafter Konkurrent für die Liga Mizuno Wave Aero, Asics GEL DS-Trainer
und New Balance 902 stellt der Diadora Mythos Samurai AX nicht dar, wenn er
auch knapp dahinter liegt und eigene Vorzüge aufweist.
Hersteller: Saucony
Modell: Fastwitch 2
Gewicht:
Variationen: Herren, Damen, jeweils weiß/silber/rot
Preis: € 117,50
URL: www.saucony.de
Tel.: 0
89 / 89 06 85 84
Handhabung
Der „Hexer“ ist ein grundsolider Schuh, den wir
in erster Linie zu der Sektion Lightweighttrainern zählen würden und somit kein
absolut reinrassiger Wettkampfschuh ist. Dementsprechend fällt auch die
Handhabung und der Komfort aus: Der Einstieg in den Schuh ist relativ fest und
danach sehr sicher und eng am Fuß. Brooks-typischer Spielraum im Mittel- und
Vorfußbereich findet man hier nicht, die Leisten sind etwas schmaler, was für
diverse Fußtypen deutliche Vorteile bringen kann. Mit dem festen Einstieg ist
der Fastwitch 2 allerdings kein Schuh für schnelle Wechselzeiten, dafür wird
einem hervorragende Ergonomie im Schuh geboten.
Der
Komfort fällt entsprechend seiner Kategorie aus, hinreichend gedämpft, die
erwähnte Ergonomie als auch der feste Sitz am Schuh. Negativ auffallend war bei
unseren Probanden, dass wenn versucht wurde, schnell zu wechseln, der
Fersenanteil im Innenbereich leicht verrutschte und im Folgenden leicht drückend
wirkte.
Dämpfung
In der Regel ist ein Lightweighttrainer
gedämpfter als ein Competitionschuh, was auch bei dem Fastwitch 2 deutlich zu
spüren ist. Schnelle Zeiten sind zwar mit ihm möglich, die von
Competitionschuhen erwartete Bodenkontaktfreudigkeit fehlt hier allerdings.
Zudem wirkt der Schuh auf Grund seines Dämpfungskonzeptes im Vor- und
Mittelfußbereich sehr geführt.
Abrollverhalten
Das segmentelle Konzept der Fastwitch-Sohle
ist, wie bei jedwedem Schuh im Test, tadellos. Bedingt durch die Dämpfung fällt
das natürliche Abrollen nicht ganz so direkt aus, ist allerdings sehr rund und
komfortabel.
Vor allem durch die Dämpfung im Mittel- und
Vorfußbereich ist ein komfortables aber auch schnelles Laufen möglich. Für
diejenigen, die mit extrem flachen Wettkampfschuhen Probleme haben, finden mit
dem Fastwitch 2 einen relativ komplette Schuh, der im Wettkampf und im Training
schnell zu laufen ist, ganz egal, welche Distanz bevorzugt ist.
Fazit
Ein Lighttrainer mit angenehmen
Wettkampfambitionen. Durch Dämpfung und Profilierung nicht der schnellste Schuh
im Test, dafür vielseitig einsetzbar. Wir könnten und den Fastwitch einen tick
aggressiver vorstellen, hinzukommend sollte noch einmal betont werden, dass der
Schuh den Fuß gut führt; es ist wenig Spielraum vorhanden und kann als eher
schmal beschrieben werden.
Hersteller:
Saucony
Modell: Gride
Tangent 3
Gewicht:
255g (Gr. 43)
Variationen:
Herren, Damen, diverse Farben
Preis: € 130,-
URL: www.saucony.de
Tel.: 0 89 / 89 06 85 84
Handhabung
Der Gride Tangent 3 ist auf den ersten Hinblick ein
klassischer Lighttrainerschuh, der sich dementsprechend unauffällig bei der
Handhabung verhält. Beim Komfort erweist sich der Tangend allerdings als
überdurchschnittlich angenehm: Der innere Komfort wird durch eine gute
Ergonomie in Kombination mit einer für das Verhältnis guten Polsterung gewährt.
Auffällig ist jedoch, dass die inneren Nähte des Obermaterials auf der
Innenknöchelseite leicht vorstehen, so dass man sie merkt, was sich beim Laufen
allerdings geben kann. Der Komfort wird außerdem von dem Netz-Obermaterial
abgerundet – ein hervorragendes Mikroklima.
Dämpfung
So wie guter Fußkomfort über Mittel- und Vorfußbreite
nahezu ein Synonym für Brooks ist, so verhält es sich mit dem weichen und
dennoch direktem Dämpfungssystem von Saucony. Der Tangent 3 ist recht
komfortabel, allerdings mit der Tendenz zum Vor- oder Mittelfußlauf ausgelegt.
Der Mittelfußbereich sorgt für eine gute Stabilität und macht selbst bei hohem
Vortrieb einen guten Eindruck, was wir anfänglich so nicht erwartet hätten.
Durch das Dämpfungskonzept wird der Schuh agil und kann sehr aggressiv gelaufen
werden.
Abrollverhalten
Wie bereits vorangegangen angedeutet, lässt sich der
Tangent 3 weich und direkt laufen, dementsprechend harmonisch gestaltet sich
auch das Abrollverhalten. Die leichte Pronationsstütze tut hierbei keinen
Abbruch, trägt vielmehr zur guten Ergonomie des Schuhs bei, die das Abrollen
nur positiv bestärkt. Angenehm anders zu laufen, man sollte die Erfahrung mal
gemacht haben.
Einsatzgebiet
Was wie ein klassischer Lighttrainer erscheint, entpuppt
sich nach guter Widmung als grundsolider Allrounder, der kaum Kompromisse
offenbart. Der Tangent 3 ist ein idealer Trainingspartner, ein Schuh für den
Wettkampf bei jeglichen Distanzen und selbst auf unebenem Untergrund sehr
angenehm zu laufen. Lediglich die Performance reicht nicht ganz an die „Racer“-Generation
heran, dafür wird mehr Komfort geboten.
Fazit
Rundum gelungen. Saucony war lange nicht mehr so aktiv auf
dem Markt wie jetzt, scheinbar eine Erkenntnis aus den letzten Jahren – es
musste etwas getan werden, um wieder annährend an das Image zu gelangen, was
einst Saucony hatte. Der Tangent 3 sollte genug Aufmerksamkeit bekommen, damit
Saucony wieder in der oberen Liga mitspielen kann, der Schuh stimmt zumindest.
Kaum bekommt man ein solch vielseitiges Schuhmodell, das nicht nur im Training,
sondern auch im Wettkampf gelaufen werden kann, ohne Bedenken haben zu müssen,
ob die Gelenke mit der weniger vorhandenen Dämpfung im Vergleich zum
Supportschuh über die Marathonstrecke klar kommen. Zudem bietet der Tangent 3
das optimale Mikroklima für diejenigen, die bei hohen Temperaturen laufen. Wir
waren recht angetan.
Hersteller: Mizuno
Modell: Wave Precision 8
Gewicht: 332g (Gr. 43 1/3)
Variationen: weiß/gelb, blau/silber
Preis: € 110,-
URL: www.mizuno.eu
Tel.: 0 89 / 4 50 50 - 210
Handhabung
Die Handhabung des Wave Precision ist unkompliziert, so wie man es
von den meisten Laufschuhen kennt, ohne jegliche markante Punkte. Für einen
schnellen Wechsel dient lediglich der großzügige Einstieg, Schnürungssystem und
die nicht eingenähte Zunge des Schuhs sorgen allerdings für einen gewissen
Zeitaufwand, um gut im Schuh Sitz zu finden.
Der Komfort ist ausgesprochen gut, man fühlt sich sehr bequem. Unserer Meinung
aber schon zu bequem, fast schon Supportschuh-Ausmaße.
Dämpfung
Bereits eben angedeutet: Der Precision gewährt
viel Unterstützung, vor allem im Fersenbereich, was einem klassischen
Lighttrainer oder Competitionschuh widerstrebt. Mizuno schickte uns diesen
Schuh mit dem Wissen, Kriterium sei ein leichter, Wettkampforientierter Schuh,
insofern wundert uns doch das Resultat alleine im Dämpfungsbereich. Ein aktiver
Laufstil ist hier schwerer als bei der Konkurrenz einzuhalten, da die Ferse
hoch konzipiert ist. Zudem ist der Mittel- und Vorfußbereich sehr gedämpft,
eine wirkliche Kontaktfreudigkeit zum Boden wird so nicht erbracht.
Abrollverhalten
Das Abrollverhalten des Precision fällt etwas
schwerfälliger aus als bei seinen Mitbewerbern, was am ganzen Konzept des
Schuhs liegt. Dennoch ist das Abrollverhalten rund und weich, eben nur nicht so
agil.
Einsatzgebiet
Der Wave Aero von Mizuno schließt die Lücke
zwischen Lightweight und Competition, der Precision hingegen scheinbar die
Lücke zwischen Support und Lighttrainer. Gemessen des Tests ist dies nicht
wirklich das, was wir an Ansprüchen gestellt haben, wir trösten uns dennoch
über die Tatsache hinweg, dass Mizuno ein scheinbar großes Spektrum abzudecken
gedenkt und dabei auch in Bereiche vorstößt, die bei anderen Herstellern
scheinbar nicht wirklich thematisiert werden.
Der
Precision läuft sich gut und bequem auf der Straße, die Performance leidet
allerdings aufgrund der Schwärfälligkeit und des supportähnlichen
Dämpdungssystems. Dafür ist der Precision gut geführt, er bietet ein gutes Maß
an Stabilität und lässt damit auch den Bereich Wald nicht uninteressant
erscheinen – ganz im Gegenteil. Für den
Wettkampf würden wir allerdings ein anderes Schuhmodell bevorzugen, denn die
Spitzenzeiten sollten so eher realistisch sein.
Fazit
Für Trainingseinheiten über längere Strecken
aber auch für kürzeres ist der Precision eine nette Angelegenheit, wobei
ersteres sein Schwerpunkt bilden sollte. Für den Wettkampf oder das schnelle
Training finden wir ihn allerdings etwas zu schwerfällig und nicht leichtfüßig
genug. Wer Gelenk schonend an Wettkämpfen teilnehmen möchte und dabei auf ein
Höchstmaß an Performance verzichten kann, ist mit dem Precision gut bedient.
Hersteller:
Mizuno
Modell: Wave
Aero 5
Gewicht:
283g (Gr. 43,5)
Variationen:
weiß/orange, blau/weiß
Preis: €
110,-
URL: www.mizuno.eu
Tel.: 0 89 / 4 50 50 - 210
Handhabung
Im Bereich Lightweight könnte man den Wave Aero als recht
unkompliziert bezeichnen: Leichter Einsteig, geräumiger Innenschuh, gute
Schnürung. Selbst schnelle Wechsel sind mit ihm nicht unmöglich, was man seinem
leichten Obermaterial und dem weiten Einstieg zu verdanken hat. Dennoch kein
Vergleich zum Ironmythos und Mythos Fly, die hier ganz klar die Referenz
bilden.
Dämpfung
Der Wave Aero hat in allen drei Segmenten (Ferse, Mittel-
und Vorfuß) im Verhältnis zu jedweden Konkurrenten in diesem Test eine sehr
weiche Dämpfung, die allerdings zu keiner Zeit und auf keine Terrain einen
schwammigen Eindruck hinterlässt. Ganz im Gegenteil: Für einen
Lightweight-Trainer mit absoluten Wettkampfambitionen ist der Bodenkontakt
hervorragend. Ähnlich wie bei reinen Competition-Schuhen, die nahezu keine bis
kaum Dämpfung aufweisen und dadurch direkt wirken, gelingt es Mizuno, mit einer
relativ guten Dämpfung über den Mittelsohlenanteil, der, wie bereits
geschildert, weich wirkt, ein sehr gutes direktes Bodenkontaktgefühl zu
vermitteln. Wir waren erstaunt, wie sehr es Spaß machen kann, mit einem Trainer
jegliche Distanzen ordentlich zu laufen und dabei keine Kompromisse im Komfort
und in der Dämpfung einzugehen.
Abrollverhalten
Wie bereits bei der Dämpfung erwähnt, sind jegliche
Anteile der Sohle alles andere als hart und dies meinen wir überwiegend
positiv. Dementsprechend fein segmentiert fällt auch das Abrollverhalten des
Wave Aero aus, was weniger über fein gegliederte Filamente der Sohle ausfällt,
denn viel mehr eine Kombination aus durchdachter Unterteilung der Laufsohle und
dem weichen Material der Mittelsohle.
Einsatzgebiet
Für Vor- oder Mittelfußläufer sollte der Aero besonders
interessant sein, normal statuierte Fersenläufer sollen keine Probleme
bekommen, insofern sie nicht an ein Übermaß an stützender Technik angewiesne sind.
Zudem ist der Wave Aero als neutral zu bezeichnen, was ihn auch zum hervorragenden
Partner macht für all diejenigen, die mit Einlagen laufen.
In erster Linie
richtet sich der Aero an die Straße, sprich, optimierte Eigenschaften für Teer.
Weniger gut fällt das Verhalten auf schotterigen Wege aus, hierfür die die
Dämpfung recht weich und nicht jedermann Sache (der ein oder andere Stein wird
deutlich spürbar). Im Wald is er ebenfalls gut zu laufen, hier solle man sich
allerdings erst recht sein eigenes Bild erlangen, denn nicht jeder mag es direkt
und weich, hinzukommend kaum eine Führung für Fußstabilität.
Über das Terrain hinaus ist der Aero auf allen Distanzen
Zuhause. Kurze Strecken bis hoch zum Marathon sind gut laufbar, zudem ist er
kein reiner Trainingsschuh sonder vielmehr zwischen Lightweight und Competition
anzusiedeln. Der Missing Link?
Fazit
Wie bereits angedeutet, waren wir sehr überrascht, nachdem
wir den Wave Aero von Mizuno das erste Mal gelaufen sind. Das lag wohl
anfänglich daran, dass der Schuh optisch unterschätzt wurde. Schon die
farbliche Komposition des Schuhs ließ erstes Schmunzeln aufkommen, aber seit
den knalligen Farben des Racers und Co. stehen Design und Funktionalität schon
lange nicht mehr im Verhältnis. Ein klares Understatement.
Einmal gelaufen, kristallisierte sich der Wave Aero zu einer wahren Freude. Im
Wettkampf sind wir ihn (leider) noch nicht gelaufen, was aber schon bald
nachgeholt wird. Und unserer Meinung nach spielt der Wave Aero erst recht seine
Stärke auf Teer aus, je länger die Strecke wird. Marathonis oder Langdistanzler
sollten sich den Schuh unbedingt ansehen. Die Verbindung zwischen
Lightweight-Trainer und Competition-Schuh. Eine gute Empfehlung.
Hersteller: Asics
Modell: GEL-DS Racer VII
Gewicht: 222g (Gr. 44)
Variationen: unisex
Preis: € 122,95
URL: www.asics.de
Tel.: 0 21 31 / 38 02 - 0
Handhabung
Guter Einstieg, schnelle Schnürung und
Geräumigkeit lassen den lassen den Racer VII tadellos erscheinen. Es wäre
allerdings wünschenswert gewesen, wenn die Schuhzunge innen vernäht wäre, denn
es kommt nicht selten vor, dass bei einem zügigen Einstieg in den Schuh die
Zunge ungünstig verrutscht und eine Korrektur angebracht wäre. Im Wettkampf ist
dies kaum störend, da wenig auf leichte Störfaktoren geachtet wird, dennoch ist
es nicht optimal. Die Tatsache, dass die Zunge nicht vernäht ist, bietet aber
die Option, diese in der Länge stark zu variieren – sie kann deutlich länger
als bei der Konkurrenz herausgezogen werden, was je nach Vorliebe den Einstieg
erleichtern und den Komfort erhöhen kann.
Dämpfung
Für einen reinen Wettkampfschuh besitzt der
Racer VII von Asics im Verhältnis optimale Dämpfungsverhältnisse, hier stimmt
einfach die Mischung aus Direktheit von Fuß zu Boden und der nötige Komfort
durch die dämpfenden Zwischenlagen. Im Probandenkollektiv zeigte sich, dass mit
dieser Rennmaschine weniger Gelenkprobleme über längere Distanzen auftraten,
als Pendants anderer Hersteller. Zum Racer von Diadora ist der Unterschied
marginal, dennoch spürbar – das Quäntchen mehr macht es. Nicht unwichtig für
Läufer, die schnell unterwegs sein wollen, aber aufgrund von diversen Problemen
des passiven und aktiven Bewegungsapparates durch den flachen Wettkampfschuh
vor ebendiesen scheuen. Mizuno wäre hier die bessere Wahl, aber dennoch sollte
man den Racer VII in Erwägung ziehen, denn der Schuh hat es in sich.
Abrollverhalten
Mit einfachen Worten: so soll es sein. Das
Abrollverhalten ist rund und wirkt nicht synthetisch denn vielmehr natürlich,
was daran liegt, dass die Sohle eben sehr dünn ist. Dies wiederum erspart die
Option, solch einen Wettkampfschuh im Sohlenbereich zu segmentieren, um
Elemente zu schaffen, die sich voneinander unabhängig bewegen können und so ein
Abrollen „flüssiger“ gestalten. Hier spielt der Racer VII in der gleichen Liga
wie sein Namensbruder Racer von Diadora und dem Adidas adizero. Sehr angenehm
im Abrollverhalten.
Einsatzgebiet
Der Racer VII von Asics ist ganz klar ein
Straßenschuh, der auf allen Distanzen gelaufen werden kann. Die Profilierung
der Sohle ermöglicht einen ausgezeichneten Vortrieb – ein Garant für schnelle
Zeiten. Für Fersenläufer, dies sollte allerdings auf selbstverständlich sein,
wäre der Schuh nicht zu empfehlen. Hier geht es um einen Spitzenschuh für
Spitzenzeiten, die man erwiesenermaßen nur über einen natürlichen, aktiven
Laufstil erreicht.
Ebenso positiv auffallend ist, dass der Schuh
eine angenehme Breite besitzt und nicht seitlich eng ist wieder Diadora Racer.
Für Normalfuß bis Plattfußindianern wäre der Schuh denkbar, zudem ist der Schuh
neutral und verfälscht den Auftritt und die Abdruckphase in keinster Weise.
Für das Gelände ist der Racer fraglich, dies
sollte jeder für sich herausfinden, ob vor allem die Stabilität genügt. Wir
konnten ihn im Gelänge gut laufen.
Fazit
Ein sehr gelungener Wettkampfschuh, der schnell
ist, einen guten Komfort in jeglicher Hinsicht bietet (Dämpfung, Weite, etc.)
und leicht zu handhaben ist. Wie wir finden, Asics’ beste Kreation, die genau
das erfüllt, was die Erwartungen an einen schnellen Wettkampfschuh angeht. Um
diesen Schuh kommt man nicht drum herum, wenn es auf dem Asphalt heiß her gehen
soll.
Hersteller:
Asics
Modell:
GEL-DS Trainer XII
Gewicht:
Variationen:
Damen, Herren
Preis: €
139,95
URL:
www.asics.de
Tel.: 0 21 31 / 38 02 - 0
Handhabung
Hier sei nichts Auffälliges zu erwähnen bis darauf, dass
der Trainer nicht für schnelle Wechsel ausgelegt ist, wenn man Ihn als
Triathlon-Wettkampfschuh einsetzen möchte, denn der Einstieg ist hart (da die
Ferse sehr robust gearbeitet ist, was zu Gunsten der Stabilität geht).
Dämpfung
Über die Jahre scheint der Trainer immer ein Tick härter
geworden zu sein, was wir nicht ganz nachvollziehen können. Der aktuelle
Trainer XII dämpft hingegen der bereits geäußerte Kritik ausgezeichnet und
macht ihn hinsichtlich dieses Aspektes vor allem im Verhältnis zu seinem
Gewicht äußerst vielseitig einsetzbar. Mit seiner Konzeption der Dämpfung plus
der leichten Pronationsstütze spricht der Trainer XII ein sehr breites Spektrum
der Läufer an, in Kreisen gilt nach wie vor „mit dem Schuh kannst Du nichts
verkehrt machen“. In Zügen mag dies stimmen, vor allem bedingt durch seine für
einen Lighttrainer guten Dämpfungseigenschaften und dem nötigen Support durch
innovative Techniken. Unserer Meinung nach hört hier aber auch der Mythos auf.
Abrollverhalten
Ähnlich wie bei Mizunos Wave Aero wirkt sich das
Dämpfungskonzept des Trainers auch auf das Abrollverhalten aus, allerdings nicht
ganz vorteilhaft: Die eigentlich gute Segmentierung der Laufsohle wir hier
nicht (wie es beim Aero der Fall) zugunsten des leichten Abrollens unterstützt.
Gerade die Dämpfung im Mittelfußbereich trägt hierzu bei. Der Trainer XII wirkt
hart beim Auftritt und dies beim Vor-, Mittel- und Fersenlauf. Im Verhältnis
zur Dämpfung sicherlich in Ordnung, eben aber Performance mindernd, was
eigentlich der Schwerpunkt dieses Tests ist.
Ansonsten
Grundlegend zurecht eines der besten Lightweight-Schuhe im Trainingsbereich, der
ebenso eine solide Vorstellung auf der Halb- und Langdistanz bietet.
Einsatzgebiet
Das Einsatzgebiet des Trainer XII gehört sicherlich zu den
vielfältigsten überhaupt, denn in ihm kommt es zur Komposition vieler wichtiger
Charakteristika: Leicht, dennoch robust, sehr gute Dämpfungseigenschaften,
relativ flach konzipiert und bis auf eine leichte Pronationsstütze
weitestgehend neutral und ein gutes Abrollverhalten.
Er ist von Mittel-, Vorfuß- und Fersenläufern gleichermaßen laufbar und bietet
hier breitgefächert Komfort, obgleich die Performance ein wenig darunter
leidet.
Allemal gut für das Training auf der Straße und selbst im
nicht zu anspruchsvollen Gelände, denn hier wird dem Fuß noch ein Grundmaß an
Stabilität gewährt. Die Vorteile sind unserer Meinung nach auf das ambitionierte Training und auf
längere Strecken im Wettkampf zu verorten.
Fazit
Der Trainer gilt sicherlich nach wie vor als der Klassiker
für Training und Wettkampf. Was will man denn mehr als ein Schuh, der alles in
allem in sich vereint? Den Ansprüchen unseres Tests bezüglich optimaler
Performance genügt er allerdings nicht, dass muss man leider so schreiben.
Zumal sich der Trainer über die Jahre immer ein Tick mehr zu einem
Light-Supporrschuh entwickelt hat, lässt und ein wenig Trübsal blasen. Es sie
hier aber auch zu nennen, das weitere, neuere Schuhmodelle scheinbar das
kompensieren, was dem Trainer als ursprüngliches Charakteristikum verloren
gegangen zu sein scheint (Noosa, etc.). Sieht man von der Performance ab, die
hier dennoch von höchster Entscheidung ist, wirkt der Trainer mit Sicherheit
als eines der komplettesten Schuhe. Weitere Hersteller holen aber in diesen
Segmenten auf und es bleibt zu meinen, dass Asics sich nicht mehr auf dem Image
ausruhen kann. Der Rang des absoluten Spitzen-Competition-Schuhs haben sie
bereits verloren und sich letztlich nur auf Support zu konzentrieren sollte zu
Zeiten des natürlichen Laufens nicht das Maß sein.
Hersteller: Adidas
Modell: adiZERO Light
Gewicht: 209g (Gr. 44)
Variationen: weiß/rot, orange/blau
Preis: € 114,95
URL: www.adidas.com
Tel.: 0 91 32 / 84 - 0
Handhabung
Die Handhabung des adiZERO Light kann man als
äußerst gelungen beschreiben. Die Schuhzunge ist vertikal des Schuhs vernäht –
optimaler Sitz beim Einstieg. Lediglich die nicht vernähte Seite (vertikale
Linie direkt beim Schuheinstieg) kann dazu führen, dass die Zunge minimal
verrutscht, was sich allerdings nach den ersten Schritten von alleine
normalisiert.
Ein weiteres dickes Plus erhält der adiZERO durch sein Drei-Velkro-Verschluss.
Die Tatsache des Klettverschlusses ermöglicht ein An- als auch Ausziehen des
Schuhs in kürzester Zeit und konkurriert so erfrischend neu mit den Schuhen,
die eine Schnellschnürung bereits ab Werk verzeichnen (siehe Diadora). Beim
Fixieren des Schuhs am Fuß sind ähnlich wie beim Radschuh in der Regel nur die
obersten Velkro-Verschlüsse zu öffnen oder schließen. Wir sind rech angetan
gewesen vom adiZERO light, der auf eine andere Art die Referenz mit dem Mythos
Fly und dem Ironmythos bildet, was die Handhabung und den Einstiegskomfort
angeht.
Dämpfung
Der adiZero ist ähnlich direkt wie der Racer
von Diadora und Asics, wirkt allerdings ein Tick dichter am Boden. Und das
Überraschende hieran: Trotz der immensen Bodenkontaktfreudigkeit leiden die
Gelenke für einen Competitionschuh nicht übermäßig mehr als bei den
Mitkonkurrenten. Dennoch ist Vorsicht geboten bei jeglichen Trainingsläufen
über 12 Kilometer; Der Schuh wäre hier nicht jedermanns Sache.
Für den Wettkampfbereich geht es kaum direkter
und im Verhältnis so komfortabel. Adidas ist hier etwas Innovatives gelungen.
Abrollverhalten
Das Abrollen des Zero ist weniger segmentell
konzipiert, dennoch sehr gleichmäßig rund und harmonisch, was durch die recht
dünne Sohle des Schuhs gewährt wird. Generell ist das Verhalten anstandslos,
wenn nicht sogar Referenz bildend. Wir waren erstaunt, wie gut sich ein Schuh
auf Anhieb so subjektiv gut laufen lässt, was das ganz und gar nicht schwammig
oder zu harte Abrollverhalten samt Dämpfung um ein Vielfaches unterstreicht.
Einsatzgebiet
Als Wettkampfschuh konzipiert ist der adiZero
sicherlich auf dem Asphalt zu Hause und offenbart hier seine recht große Stärke.
Für Schnelles im Wald, auf Schotter oder Feldwegen ist er allerdings ebenso
wenig zu verkennen, was ihn zu einem recht vielseitig laufbaren Wettkampfschuh
werden lässt. Zumal der flach geschnittene Schuh über seine Agilität hinaus
auch sehr stabil am Fuß wirkt und so Torsionskräfte besser bewältigt als die
Familie Racer.
Fazit
Der adiZero ist der pure Wettkampfschuh, vor
allem für den Triathlon. In ihm werden mehrere Symbionten miteinander vereint,
auf die es bei einem Wettkampfschuh ankommen sollte: Direktheit,
Bodenkontaktfreudigkeit, Schnelligkeit, Komfort, hervorragender Umgang,
schnelle Wechselzeiten. Diesen Schuh muss man zumindest einmal Probe gelaufen
sein, bevor die Entscheidung für die Waffe auf Asphalt getroffen wird. Erfrischend
anders.
Hersteller: Nike
Modell: Skylon
Gewicht: 285g (Gr.
42,5)
Variationen: -
Preis: € 110,-
URL: www.nike.com
Tel.: -
Handhabung
Wie in der Regel für einen Lightrainer üblich, ist der Skylon
angenehm unkompliziert: Leichter Einstieg bei schneller und homogener Fixierung
des Schuhs am Fuß.
Dämpfung
Es fällt sofort auf, dass der Skylon für 2007
deutlich weniger weich gestaltet wurde als sein Vorgänger aus 2006. Skylonfans
werden sicherlich ein wenig betrübt sein, denn die doch sehr weiche Dämpfung
ist bei weitem nicht mehr so weich, was 2006 deutliches Charakteristikum war.
Dies soll bei weitem nicht bedeuten, dass die aktuelle Variante des Skylon hart
in der Dämpfung ist. Im Gegensatz zum Trainer von Asics oder dem Samurai von
Diadora absorbiert der Skylon deutlich mehr, was ich in unserem
Probandenkollektiv recht schnell zum optimalen Trainingsschuh hat werden
lassen. Die Dämpfung ist vor allem für all diejenigen empfehlenswert, die einen
komfortablen Schuh für lange Strecken suchen, dennoch einen gewissen Grad an
Agilität haben möchten.
Abrollverhalten
Der Skylon bietet ein hervorragendes
Abrollverhalten. Die sehr segmentell gehaltene Sohle erinnert etwas an die
Generation Free, ist allerdings bei weitem nicht so flexibel, was für den
Trainingsschuhbereich auch gut ist. Gerade Mittel- und Vorfußläufer werden mit
diesem stabilen Schuh ihre Freude haben, aber auch die Ferse ist nicht außer
Acht zu lassen. Diese ist sehr stabil gehalten und wirkt gut und keineswegs
übermäßig führend. In Punkto Abrollverhalten ist dies der Allrounder im
Testfeld, ohne Kompromisse eingehen zu müssen.
Einsatzgebiet
Auf jeder Strecke fühlt man sich mit dem
Skylon gut bedient. Dies gilt ebenso für jegliches Terrain. Nur für wirkliche
Tempoeinheiten fehlt es leicht an Dynamik, für Wettkämpfe demnach erst ab dem
Halbmarathon Kräfte entfaltend.
Fazit
Unserer Ansicht nach einer der wenigen
optimalen Trainingsschuhe für alle Bereiche und Bodenbeläge. Komfortabel,
stabil, dennoch spritzig – eine angenehme Kombination, die allerdings nicht
ganz für den Wettkampf mit Bestzeit reichen sollte.
Hersteller: Nike
Modell: Free 3.0
Gewicht: 189g (Gr. 44)
Variationen: diverse Farben, diverse unterschiedliche Modelle (5.0,
7.0)
Preis: € 100,-
URL: www.nike.com
Tel.: -
Handhabung
Des einen Freud, des anderen Leid: Im Vergleich
zu den Vorgänger-Free-Modellen ist der 3.0 in der Ferse endlich gelungen stabil
und reist nicht ein. Der Nachteil hierbei liegt darin, dass man deutlich
schwerer in den Schuh kommt, da die Ferse recht unflexibel ist. Außerdem wird
die Schuhzunge beim erschwerten Einstieg leicht depositioniert, was keineswegs
unangenehm wirkt, allerdings sichtlich unordentlich wirkt.
Dämpfung
Alle Free-Vorgänger waren bis dato recht weich,
da dies an dem doch recht hohen Schuhkonzept lag, hingegen aber sehr natürlich
wirkte. Der neue 3.0 hingegen kommt mir einen doch dichteren Bodenfeeling daher
und hat uns sehr überzeugt. Die Dämpfung ist dafür sehr minimal, was aber
Angesichts des propagierten Schuhkonzeptes allerdings kein wesentlicher Faktor
sein sollte. Die Dämpfung soll schließlich über den aktiven Bewegungsapparat
erfolgen, was auch trefflich gelingt, wenn die bedürftige Muskulatur vorhanden
ist oder eben durch den 3.0 langsam entwickelt wird.
Abrollverhalten
Kein Schuh zuvor rollt so natürlich ab wie der
Free 3.0. Hinter Nikes Marketingkonzept stecken keineswegs leere Worte sondern
sehr viel natürliche Funktionalität. Die innovative Segmentierung der
Schuhsohle sucht mit Abstand seines Gleichen und sorgt zu jeder Zeit für
optimale Harmonie. Der Free 3.0 bietet ein Erlebnis für sich. Hinzu kommt, dass
alleine durch das Abrollverhalten des Frees die Fußmuskulatur beim Tragen im
Alltag trainiert wird. Nicht selten ist bei Free-Nutzern zu verzeichnen, dass
sich das Fußgewölbe dadurch leicht aufrichten lässt und so der Fuß mehr
natürliche Funktionalität zurückgewinnt, da der Schuh eben nicht dem Fuß
vorgreift und durch Technologien eine aktive Fußmuskulatur „unnötig“ macht.
Einsatzgebiet
Der Free 3.0 hat ein recht großes Spektrum,
wenn man bedenkt, dass durch das Tragen im Alltag selbst Trainiert wird.
Tatsächliches Training ist ebenso möglich, allerdings sollte man hier nicht in
den Distanzen anfänglich übertreiben, denn der Free ist nun mal sehr flach und
wenig gedämpft, was bei vielen Läufern Probleme hervorrufen könnte. Hat man
sich an Ihn gewöhnt, sind Trainingseinheiten bis zwölf Kilometer für
Hartgesottene kein Hindernis. Der Wettkampf ist dann eher eine Sache der
Vorliebe. Da, wie bereits erwähnt, der Free auf Dämpfung verzischtet und sehr
direkt ist, böte sich der Free optimal für den Wettkampf an, wurde aber kaum in
der Wechselzone gesehen. Die Probe wäre hier allemal wert, solange man den
Schuh über eine gewisse Distanz schnell laufen kann und der schwere Einstieg
nicht ins Gewicht fällt.
Fazit
Für die Freizeit und bedingt für das Training
ein hervorragender Schuh, schwerpunktmäßig für den aktiven Laufstil. Für den
Wettkampf mir Vorsicht zu genießen, einen Versuch ist es allerdings allemal
wert. Der Free 3.0 könnte eine Waffe sein, wenn man mit ihm klar kommt.
Dennis Wachter
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