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Bikecount Hawaii

Welche Räder wurden am meisten beim Ironman Hawaii gefahren? Der akteulle Bike-Count.

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IM Malaysia 2008
Montag, 03 März 2008
Image Die Serie mit dem roten M wurde wieder einmal durch den Ironman Malaysia eingeleitet und wie es auch dieses Jahr will, war Kjell Schiöberg für uns am Start. Wie er sich in der Hitze Langkawis schlug, lest Ihr im Folgenden.






Vor dem Rennen

Die letzte Nachtruhe vor dem ersten großen Tag in 2008 war überraschend gut und das Wettkampfhotel bietet dank seiner Lage jedem Athleten die Möglichkeit, relativ entspannt den Tag zu starten. Übliche Routine mit Badbesuch und lockern, Beutel nachkontrollieren. Gegen 5 Uhr war das Galgenfrühstück angesagt. Andre Stübs, ein Athlet aus Hamburg, nahm dies mit mir zu sich. Viel bekam ich nicht runter und der ImageKaffee schmeckte nach einer Woche Entzug auch nicht so wirklich. Aus dem Hotelzimmer die Beutel geholt und nun sollte es zu Fuß zum Start gehen. Auf dem Weg dahin nutzen wir das Angebot eines Vollunteer Trucks mitzufahren und ersparten uns somit die 2km Gehen. Dort angekommen, ging es weiter mit „Business as usual“. Erst Bodymarking, danach Special Needs abgeben, Rad fertig machen, Dixiklos besuchen und noch mal kurz Luft holen. Dank der geringen Anzahl von Athleten, ca. 700 Starter, kam man mit seinen Vorbereitungen gut durch und die Schlage am Dixiklo hielt sich in Grenzen. Auch der Pumpen-Service klappte Klasse und das Mechaniker Team ist super. Die Radverpflegung war auch sicher verstaut, dachte ich. Aber zu dem Fehler später mehr. Ich verzog mich in eine ruhige Ecke, wo ich Sonnencreme auftrug, mit Vaseline wichtige Stellen einschmierte und alles zu Recht zupfte. Startklar zu sein war nicht unbedingt ein Grund, beruhigt zu sein. Ganz im Gegenteil, der Respekt vor dieser Strecke war groß. 20 Minuten vor dem Start machte ich mich auf den Weg zum Schwimmstart und ließ die Füße ins Badewannen warme Wasser hängen. Das Wasser wirkte wärmer als die Luft. Kurzes Einschwimmen und ich versuchte mich zu orientieren, wo ich nun die nächsten 1,89km hin musste.


Die 1. Disziplin

Das Profifeld war so übersichtlich, dass es schon komisch war ohne jeglichen Körperkontakt zu starten, was aber auch bedeutete, wenn ich nicht von Anfang an jemanden zum Mitschwimmen finde, bleibe ich alleine. Und so war es auch. Nach wenigen hundert Metern waren die Gruppen weg und ich arbeite mich allein Richtung Wendepunkt. Probleme bereitete mir bei der Orientierung, die Bojenplatzierung und die Kanu-Vollunteers. Aufgrund der Strömung waren die Bojen nicht in einer Linie aufgereiht und da schon einiger Abstand dazwischen war, schwamm ich doch ziemlich Zick-Zack. Erschwerend kam hinzu, dass die Kanu-Vollunteers hin und wieder die Seiten des Schwimmkanals wechselten, was nun die Sicht auf die Bojen völlig unmöglich machte. Das Wasser war trotz eines offenen Schwimmens im Meer recht ruhig, nur die Wettkampfrichter und Boote auf ihren Jetski produzierten Wellen. Eine von diesen Wellen hatte ich unterschätzt und vor allem den Inhalt. Ich schluckte aus versehen ein Stück Qualle. Das Stück kam gleich wieder hoch und dieses Ungeschick nahm mir mein Magen sehr übel. Half ja nichts und weiter, um den Wendepunkt herum und nun gegen die Sonne, aber dafür mit besserer Bojenführung zurück in Richtung Land und T1. Hatte gehofft, den bzw. die ersten Age Grouper nicht vor mir aus dem Wasser kommen zu lassen. Doch Andre Stübs aus Hamburg erwischte einen sehr guten Tag im Wasser und kam als erster AgeGrouper aus dem warmen Nass. Ich versuchte mein Wechselprogramm abzurufen und es klappte ganz gut und zügig. Auch die Kompressions-Strümpfe kosteten nicht viel Zeit. Meine Falt-Technik funktioniert wirklich, gerade nach dem Schwimmen ist die Haut ja ein wenig aufgequollen und die Socken lassen sich sehr schwer auf die Waden ziehen.


Die 2. Disziplin

Auf dem Rad hatte ich mir vorgenommen, erstmal zu sehen und nicht zuviel Druck zu machen. Ich war ja mit den allerersten Alterklassenathleten auf die Strecke gegangen, doch diese Gruppe, inklusive eines befreundeten Japaners, wollte nicht an die Spitze der Gruppe. Ich fuhr einige Kilometer vor und war ein wenig angesäuert. Doch hielt man meist den Abstand von 10Metern ein. Somit war es nicht  ganz so schlimm. Doch wäre ich gern auch mal in der Gruppe gefahren. Als Andre sich nach vorne setzte, fuhren wir mit Thomas V. einige Zeit als Gruppe und den anderen Herren. Immer darauf bedacht, den Abstand einigermaßen einzuhalten. Racemarshalls waren wenige zu sehen, doch hat das Draften was mit dem Sport und der Einstellung dazu zu tun. Bis km 50 lief es optimal und die Beine waren gut, doch ein Kamerateam zerlegte die Gruppe gänzlich. Thomas fuhr heraus und Andre mit. Die anderen Gruppenfahrer fielen ab oder Imageversuchten dran zu bleiben. Ich versuchte es kurz, nur das war klar eine Attacke, die ich mir nicht erlauben konnte. Doch fuhr ich immer auf Sichtweite mit Andre und Thomas. An den Wendepunkten, konnte ich sehen, dass sie nicht sehr weit weg waren. Zu meinem Problem wurde mein Magen, da ich bei den Riegeln einen extremen Würgreiz bekam und das einzige was so richtig rutschte, waren Bananen und die Jelly Beans. Was muss das muss und viel Elektrolyt-Getränk trinken. Die Flaschen wurden meinst bei kleinen Kindergruppen entsorgt, die diese aufsammeln und nutzen. Warum nicht, doch leider hatte dies einen Stellenwert erreicht, dass einige wenige Kinder frech wurden. Ich hatte meine gerade frischen Flaschen nicht an zwei Jungs abgegeben und erntete dafür ein stückt Seil, welches die beiden Jungs mir versucht hatten, in die Speichen zu werfen. Zum Glück hatte ich hinten eine Scheibe drauf und so prallte das Seil nur ab und ich wurde sehr laut. Ein Racemarshall hatte die Situation auch gesehen und nahm sich die beiden Jungs vor. Auch wenn das wohl nicht viel bringt. In der dritten Runde merkte man wie die Energie verschwand und es schwer wurde, den Druck auf die Pedale aufrecht zu halten. Mein Schnitt sackte leider ein wenig ein und so beendete ich nicht wie gehofft. Faris und der Rest der Männer-Pros war schon am Laufen und die sahen alle nicht gut aus. Super dachte ich mir, doch deine Füße und auch die Beine fühlen sich alles andere als gut an. Rad weg, schnell wechseln und loslaufen.


Die 3. Disziplin

Die ersten Meter zeigten, irgendwas war nicht in Ordnung. Mir war extrem übel und ich spürte meine Füße nicht richtig. Daher war das Laufen eher ein Tastlaufen, da das Aufsetzten der Füße aus der Beinbewegung erfolgte nicht aus dem Fußgelenk. Diesen Tiefschlag zu verarbeiten und vor allem die Symptome zu beheben, kostete mich eine gute Marathonzeit, da ich erst nach guten 8km im Ansatz einen Rhythmus fand. In meiner zweiten von vier Runden traf ich Petr V. und er meinte Lauf locker so durch und du bist Top 10. Petr ist einfach irre (im Positiven), rechnet und kontrolliert sein Tempo so, dass er sich nicht abschießen muss, da ja schon bald der nächste Ironman kommt. Vor allem kann er auch hervorragend einschätzen, ob es sich überhaupt noch lohnt. Und auf Faris hatte er eine halbe Stunde bei ihm war Elmar S. den er läuferisch sicher hatte. Mir gab dies auf alle Fälle einen Pusch und ich pendelte mich bei 4:45-4:50 Minuten für den Kilometer ein. SoImage wie ich mich fühlte, sah hier jeder Läufer aus. Ich fand, dass keiner gute aussah und wirklich gut ist auch keiner gelaufen. Die Sonne versteckte sich hin und wieder mal hinter kleinen Wölkchen, doch hatte die Luft sehr viel Rauch aus Indonesien, wo sie ganz Wälder abbrennen und mit der richtigen Windrichtung, bekommt Langkawi eine Menge von diesem Rauch ab. Auf Bildern ist dies auch sehr gut zu sehen und nach dem Wettkampf klagten einige Athleten über Schmerzen in der Lunge. Aber wir müssen ja alle da durch, von daher nur hier kurz erwähnt, bevor es ins Ziel geht. Faris hatte einsam seine Kreise gezogen und mit einer halben Stunde Vorsprung gewonnen. Bei den Frauen setzte sich Belinda G. durch, die auf dem Rad die Grundlage für ihren Sieg legte. Für mich waren die Kilometer 30-35 die unangenehmsten was auch an meinen Splitzeiten zu sehen ist. Um Km 35 bekam ich eine zweite Luft und konnte trotz geplatzter Beine einigermaßen nach Hause laufen. Dort angekommen, war ich nun 17. Gesamt geworden und 9. Profi bei den Männern. Meine Gedanke zu dem Rennen, hier gehst du nie wieder hin, das ist die Hölle, es gibt so viele schöne andere Rennen, warum tust du dir diese Nummer nun schon zum dritten Mal an?!


Fazit:

Ein sehr harter Ironman, der klimatisch sicher von keinen anderen so schnell getopt wird. Die nun neunjährigen Geschichte merkt man leider nicht immer, da sich der Veranstalter immer wieder mit Organisationsdingen schwer tut. Aber es wird besser und besser von Jahr zu Jahr.


Mein persönliches Fazit dieses Rennens:

Den Ruf eines einfachen Qualifiers für Hawaii hat der Ironman Malaysia schon letztes Jahr abgelegt. Die Bedingungen und die sehr hohe Leistungsdichte macht dieses Rennen zu einem der härtesten der Serie und das bestätigen auch die meisten Finisher (von Top-Elite bis zum 16 Stunde Finisher)! Und das liegt einzig an den klimatischen Bedingungen, die auf Langkawi herrschen. Das Verpflegungssystem ist weiter verbessert worden, die erneute Streckenänderung macht das Rennen noch Interessanter und die Vor-Ort-Information sind auch verbessert worden. Dennoch gibt es immer noch einige kleine Schwierigkeiten in der Anreise, der Wettkampfwoche und am Wettkampftag. Aber mal sehen, was der Ironman Malaysia 2009 zu bieten hat. Aus den guten 700 Startern sollen 900 werden und die Organisation soll noch besser werde. Ich bin gespannt und plane dieses Rennen fest in meine Termine für 2009 ein.


Kontaktdaten:
www.ironmanlangkawi.com.my (Englisch, Deutsch)

Race Director
LIEM SDN. BHD.
2nd Floor, Wisma Sarma
16 & 18 Yap Ah Shak
53000 Kuala Lumpur, Malaysia

Tel: 603-2692 9034
Fax: 603-2698 2863
Email – Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst

TIPPS und TRICKS auf Langkawi [Insel der Legenden]:
www.emmes.net (Englisch, Deutsch)

Auf dieser Webseite sind, neben einer Vielzahl von Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Malaysia´s Kultur/Menschen/etc. auch Hotel´s zu finden und zu buchen. Und nicht vergessen, die Ironman-Woche liegt in der Regel mitten im Beginn vom Chinese New Year, das bedeutet, die Insel ist früh voll ausgebucht und gute Angebote sind rar.

Geldwechsel am Flughafen von Langkawi, dort gibt es den besten Kurs und vor allem nicht schon in Deutschland wechseln, das lohnt sich nicht!

Meine Top-to-Does: Strandbesuche, Mangroventour, Nachmärkte, „Inselhopping“, Shopping in Kuah und vor allem Sonnencreme benutzen!

Meine No-No´s
: Auf dem Nachmarkt im Strandlook erscheinen (Bikini, Speedo)!!! Das einheimische Essen meiden, wilde Tiere füttern und ohne Helm Moped fahren!

Kjell Schiöberg


 
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