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Der zweitgrößte Schuhher-
steller der Welt ECCO bringt
in kürze einen innovativen
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Training, leicht gemacht
Mittwoch, 12 November 2008
Image Flexibel und angenehm, unkompliziert und funktional kommt der „Unique“ aus der italienischen Fahrradschuh-Schmiede Vittoria daher. Wie sich das Leichtgewicht auf der Straße macht und was es – eigentlich als Wettkampfschuh konzipiert – auch für das Training bringen kann, legen wir Euch im Folgenden dar.









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Hersteller: Vittoria
Modell: Unique
Preis: € 249,00,-
Größen: EU 38 - 48
Farben: chromefarben, weiß-rot, schwarz
Gewicht: 195 gr.



Produktkonzept und -konstruktion
Alles in allem präsentiert sich der Unique als ein recht simpel konstruierter Schuh ohne viel Schnickschnack und Details.

Dass Vittoria hier einen Wettkampfschuh für das Straßenrennen konzipiert hat, wird vor allem anhand der sehr leichten Konstruktionsweise von 195 gr. (bei Schuhgröße 41) fassbar:
Zum einen ist die nur 3,5 mm starke Voll-Karbonsohle zu benennen. Die hier verarbeitete „Vittoria Lightech Full Carbon“-Technologie bietet Lufteinlässe für die Klimaregulierung („AIR B System“), woraus primär optimale Steifigkeit und Komfort erreicht werden sollen.
Zum anderen verbirgt sich hinter dem Namen „Vlight“ eine weitere entscheidende Innovation für das Obermaterial: Es besteht aus einer Kombination zweier sehr leichter Mikrofasern, die – mit einem Kunststofffinish versehen – einen nahtlosen Schnitt ermöglichen, welcher nicht einschrumpfen könne. Und in der Tat kann man lediglich eine Naht, die besagtes Obermaterial mit dem Laschenansatz verbindet, sowie eine im Übergang zum Fersenbereich ausmachen. Somit ergibt sich das Bild von einem quasi nahtlosen Schuhwerk, das über diverse Belüftungslöcher an den Seiten und dem vorderen Spann verfügt und mittels dreier einfacher Klettverschlüsse an den Fuß befestigt wird.

Die Ferse ist dabei durch versteiftes Material gesichert, liegt allerdings nicht in einer speziellen Konstruktion, etwa aus Hartplastik.
Bleibt noch die Oberlasche zu erwähnen; sie ist einzig am Ansatz im Spannbereich befestigt und mit einer Lasche für den mittleren Klettverschluss versehen.

In drei verschiedenen Farbvarianten – in chromfarben, weiß-rot sowie schwarz – produziert der italienische Radschuhhersteller, zu deren ausgestatteten Radsportprofis u.a. Hanka Kupfernagel sowie Alessandro Bertolini zu zählen sind. Auch Marco Pantani fuhr 1998 seinen Tour-de-France-Sieg in Vittoria-Schuhen ein.


In der Praxis

Handhabung
Aufgrund seiner einfachen und übersichtlichen Konstruktion ergibt sich grundweg ein angenehm unkomplizierter Umgang mit dem „leichten Italiener“; der Einstieg gestaltet sich denkbar mühelos, ebenso die Fixierung am Fuß – eben weil die drei Verschlüsse auch keinen großen Spielraum zulassen.

Negativ fiel bei unserem Praxistest allerdings bereits vor der Anprobe die Montage der Pedalplatten auf:
Bei unserem Testmodell waren die Gewinde teilweise mit einer dünnen Schicht Kunststoff versiegelt. Bei den meisten von ihnen konnte das Plastik problemlos durch das Eindrehen der Schrauben durchstoßen werden; bei wenigen anderen jedoch war die besagte Schicht derart hinderlich, dass sich die Schraube nicht richtig in das Gewinde drehen ließ. Wir kamen nach mehrmaligen Versuchen nicht drum herum, die Kunststoffreste mühevoll mit einem spitzen Gegenstand zu entfernen.


Passform/Komfort
Bereits beim erstmaligen Anprobieren erwies sich der leicht schmal geschnittene Unique als sehr geschmeidig und lag angenehm sanft um den Fuß. Das nahtlose Obermaterial, welches bereits beim Anfassen durch seinen weichen Griff auffiel, sowie die Verschlüsse aus selbigem Fabrikat gewährleisten diesen subjektiven Eindruck.
Unsere Tester bemerkten hierbei, dass die bei italienischen Schuhherstellern meist recht heikle Frage nach der Größe recht einfach beantwortet werden kann: Die passenden Modellgrößen deckten sich mit der gewohnten europäischen Passform - die Straßenschugröße ist 1:1 übernehmbar.

Nun mag der Eindruck entstehen, dass sich der Schuh während des Fahrens sehr schwammig verhalten und gerade während der Zugphase am Pedal dem Fuß zu viel Spielraum geben würde. Jedoch zeigte sich während unserer Probefahrten vielmehr, dass der Unique einen durchaus angenehm mittelfesten Sitz gewährleistet, der irgendwo zwischen einem sehr weichen Triathlon-Wettkampfschuh und einen festen Roadbike-Modell mit Ratschen-Fixierung anzusiedeln ist. Eine störende zu hohe Flexibilität konnte im eigentlichen Sinne so nicht beobachtet werden.
Darüber hinaus war eine positive Ventilation zu verzeichnen: Mag man der versiegelten Kunststoffoberfläche trotz der 30 Imagekleinen Luftlöcher vielleicht nicht im ersten Moment zutrauen, dass hier eine ausreichende Atmung der Haut ermöglicht wird, so bemerkten wir, dass sich während der gesamten Zeit ein zufrieden stellend neutrales Klimabefinden am Fuß einstellte.

Über die genannten Aspekte hinaus fiel Vittorias Unique grundsätzlich durch Unauffälligkeit auf: Das geringe Gewicht, eben der beschrieben neutrale Tragekomfort wie auch die ordentlich arbeitende Sohle ließen den Schuh am Fuß kaum spürbar werden, was sicherlich dem Konzept des Schuhs gerecht wird.


Fazit
Dem ambitionierten Straßenrennfahrer wird der Unique von Vittoria durchaus zu flexibel sein. Kann das angegebene Konzept als Wettkampfmodell so nicht vollends überzeugen, erscheint dieser unkomplizierte, etwas schmale Schuh als ein zufrieden stellender, angenehmer und solider Trainingspartner.
Gerade Triathleten, die gewohnt sind, im Wettkampf einen nicht allzu fest sitzenden Schuh mit weichem Obermaterial zu tragen, dürfte der Unique zusagen – jedoch sollte man sich überlegen, ob einem dieser Komfort die veranschlagten € 249,- wert sind.
Doch nicht nur die mittelfeste Passform – auch das geringe Gewicht und die durchaus gute Ventilation gewährleisten ein angenehm unauffälliges und solides Tragegefühl dieses nahezu spartanisch ausgestatteten Modells mit Kunststoffoberfläche.

Zu bedenken bleibt allerdings, dass den Einstellmöglichkeiten aufgrund der simplen Verschlusslösung Grenzen gesetzt sind.
Auch die beschriebenen Probleme mit der Pedalplattenmontage sollten nicht unerwähnt bleiben – stellen sie zwar einen zweitrangigen Negativpunkt dar, so verweisen sie doch immerhin auf einen Mangel in der Verarbeitung. Und unter dem Strich wird der Unique seinem Namen gerecht und bleibt einzigartig. Man wird Ihn lieben oder hassen. 

CW




 
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