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Auf der Straße und im Gelände: Der Casco Ares
Montag, 08 Dezember 2008

Image Unter der klingenden Bezeichnung des griechischen Kriegsgottes bietet Casco mit dem „Ares“ Schutz und Performance für den leistungsbezogenen Sportler. Was das Vorzeigemodell für’s Mountain- und Roadbike aus deutschen Landen bietet und wie es sich in unserem Praxistest schlug, könnt Ihr im Folgenden lesen.













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Hersteller: Casco
Modell: Ares
Preis: € 169,90,-
Größen: S-XL (52-62 cm)
Farben: schwarz, weiß, rot-weiß,
              „competition“ (schwarz-weiß-rot)
Gewicht: 290 gr.




Produktkonzept und -konstruktion

Wie alle Topmodelle der ambitionierten Fahrradhelmhersteller lässt der „Ares“ erkennen, worum es ihn geht: Leichtigkeit in Kombination mit optimaler Belüftung auch unter härtesten Bedingungen, bequemer Sitz gepaart mit einer leicht zu handhabenden Bedienung. Dass ein ausreichender Schutz hierzu treten muss, versteht sich von selbst.

Der genannte Anspruch soll dabei von folgenden Features gewährleistet werden:
Die obligatorischen Kunststoffschalen auf der Oberseite werden ergänzt durch Segmente von hellem Karbon, das sicherlich auch dem optischen Empfinden einen gewissen Reiz verleiht.
Für den richtigen Sitz soll ein herkömmliches Riemensystem inklusive eines Kinnpolsters sorgen; ergänzt wird dieses schließlich durch ein gummiertes Reglerrad zur Weitenanpassung an die Kopfgröße des Sportlers.
Die Unterkante an den Seiten und am Hinterkopf fällt dabei alles in allem recht hoch aus.
Im Übrigen bleiben die weiteren Komponenten im Bereich des Gewohnten: Eine leichte (vormontierte) Polsterung ist per Klett an das – bei allen Modellausführungen stets mittelgrauen – Styroporgerüst fixiert, mit dem man alles in allem auf ein Gesamtgewicht von 290 gr. kommt.
Zu erwähnen bleibt jedoch noch, dass sich der Helm bei der Mountainbikeausführung mithilfe eines mitgelieferten Visiers aufrüsten lässt; hierzu muss es lediglich in zwei jeweils an den Seiten befindlichen Einlässen und an eine an der Stirnseite gelegenen massiven Plastikschiene gesteckt werden.

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Praxis

Handhabung
Vor der ersten Ausfahrt lässt sich der „Ares“ unkompliziert und flexibel auf die individuellen Bedürfnisse anpassen – die Regler zur Abwinklung der das Ohr umschließenden Riemen sowie die Weiteneinstellung erreichen zuverlässig den Erwarteten Nutzen.
Als sehr praktisch erweist sich hierüber hinaus das Reglerrad zur Anpassung an den Kopfumfang: Mit einer Hand kann der weit hervorstehende Griff gepackt werden; mithilfe der sehr griffigen Gummierung kann so eine sehr sichere wie auch fein abgestimmte Drehung stufenweise in die gewünschte Richtung erfolgen.
Auch die stabile Fixierung des Gelände-Visiers erwies sich in unserem Test zunächst als positiv: Sehr fest uns sicher sitzt es an den drei genannten Punkten. Bei der Montage bzw. der Demontage sollte man jedoch besonders im Mittelteil vorsichtig sein. Denn die Klemme, mit der das Visier an der Schiene sitzt, bricht leicht ab, wendet man zu viel Gewalt; ein vorsichtiges, leicht mühevolles Vorgehen Loslösen ist hier zu empfehlen.

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Komfort und Wirkung
Schon während des ersten Anprobierens, aber auch in besonderer Weise während des Fahrens, machte sich die Passform des Ares bemerkbar – man verspürt besonders an den Seiten viel Freiraum, die Ohren haben viel Platz nach oben hin. Und auch bei der Kopfumfangregelung muss man weiter nach oben greifen, so hoch gelegen ist die Unterkante. Dabei ist in Punkto Sicherheit hier jedoch keine Schwachstelle zu bemängeln: Der untere Bereich des Helmes tritt so weit hervor, dass bei unseren Probanten der Schädelknochen oder auch die Schläfen keinerlei Angriffsfläche boten.
Erfreulich erschien hingegen, dass viel Freiraum für das Tragen einer Sportbrille besteht, denn der der hohe Abschluss vermeidet, dass sich Helmkante und Brillenbügel begegnen, oder gar letztere unter den Helm wandern müssen. Ein unangenehmes Drücken am Kopf ist in diesem Bereich also verhindert.
Hervorgerufen wurde es in unserem Test allerdings durch etwas ganz anderes, nämlich die hohe Kante selbst. Hier stellte sich teilweise durch das bloße Tragen ein leicht, jedoch wahrnehmbar unangenehmes Gefühl ein, das durch ein Drücken des Kantenbereiches an dem Schläfenansatz hervorgerufen wurde. Insbesondere beim Kauen und den hiermit verbundenen Bewegungen wurde dies verspürt.

Ansonsten fiel der Tragekomfort in Hinblick auf das Gewicht gut aus – der Ares ist auf dem Kopf kaum spürbar und auch der wirklich feste allgemeine Sitz tat hierzu sein Übriges. Auch die Polsterung im Innenbereich wurde einem sehr neutralen Sitz in diesem Bereich gerecht.

Hinzu kommt, dass das kleine längliche Kinnpolster die Riemenschnalle effektiv aus der Wahrnehmung verschwinden lässt, wobei es vor der Ausfahrt gut positioniert werden sollte; es ist nur an einer Seite fixiert und kann insbesondere bei etwas gelockerte Riemeneinstellung somit verrutschen.

Letztlich bleibt die Ventilation zu nennen, die Casco hier  in zufrieden stellendem Maße bereitgestellt hat. Die 30 Luftein- und -auslässe lieferten auch bei erhöhter Intensität einen soliden Eindruck ab.


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Fazit

Casco bietet mit dem Ares einen Helm für das Road- und Mountainbiking an, der seinem Anspruch als Performance-Modell alles in allem durchaus gerecht wird.
Der Preis von € 169,90,- lassen ihn dabei auch finanziell etwa im Mittelfeld unter seinen Konkurrenten erscheinen. Der wirklich feste Sitz, die praktische Unterkantenhöhe sowie die sehr gute und sichere Einstellmöglichkeit am hinten gelegenen Regler zählen sicherlich zu seinen Stärken. Die Ventilation erscheint zufrieden stellend und auch das Visier hinterlässt einen guten Eindruck (auch, wenn beim Anbringen/Abnehmen Fingerspitzengefühl geboten ist).
Abstriche müssen jedoch in folgendem Bereich hingenommen werden: Es kann sich (sicherlich in Abhängigkeit von der eigenen Kopfform) ein unbequemer Druck auf den Schläfenbereich ausüben, welcher sich gerade auf einem längeren Zeitraum gesehen bemerkbar macht.
Alles in allem ergibt sich ein solides Bild des karbonverstärkten Ares von Casco.

 


cw

 
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