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Elektronische Begleiter von Sigma
Montag, 18 Juli 2005
ImageModerne Fahrradcomputer können bei ähnlicher Funktionalität kaum unterschiedlicher sein. Wobei kommt es aber auf ein kompromissloses Modell an? Ist es die Funktionsvielfältigkeit oder die Art der Darstellung? Oder sind es kleine, von Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Innovationen? Sigma-Fahrradcomputer gelten als zuverlässig und auf das Wesentliche konzentriert. Aber warum genau haben sich vor allem Jan Ulrich und Erik Zabel für Sigma entschieden?

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Produkte:  BC 1600

Hersteller: Sigma

Tel.: 0 63 21 / 91 20 - 0

URL: www.sigmasport.com

Preis: 28,95 €

Details:
16 Funktionen
Trittfrequenz optional
großes Display (ca. 3 x 2,7 cm)
drei Funktionsknöpfe
  

 ImageProdukte: BC 1200 RDS

Preis: 34,50 €

Details:
12 Funktionen
RDS optional
zwei Funktionsknöpfe

Design

Der BC 1600 fällt in erster Linie durch sein großes und sehr angenehm unterteiltes Display auf. Selbst ein flüchtiger Blick auf den Tacho lässt das Wesentliche gut erkennen. Unterteilt wird der BC 1600 in seiner Funktion durch drei Knöpfe, die optisch kaum auffallen und ihn dadurch sehr homogen und schlicht wirken lassen. Die Farbe grün/silber metallic rundet einen zeitlosen Eindruck ab und lässt den 1600er nicht unangenehm auffallen, was für einige ein Kriterium sein könnte. 

Der BC 1200 ist der kleinere Bruder des BC 1600. Ein wesentlicher Unterschied liegt neben der Funktionalität in der Größe des Displays, was beim 1200er etwas kleiner ausfällt, aber dennoch die Daten übersichtlich darstellt. Entgegen des 1600ers lässt sich der 1200er durch zwei dezent eingelassene Knöpfe bedienen, die zusammen mit dem auch hier vorfindbaren schlichten, grün/silber metallic-Designs einen sehr schlichten und angenehmen Tacho ergeben.

Das RDS, Remote Digital System, ist deutlich größer als eine herkömmliche Fahrradcomputerhalterung. Dies liegt daran, dass in der Halterung ein Empfänger integriert ist, um das digital gesendete Signal des Magnetsensors empfangen zu können. Das grün metallic ist auch hier dominant und lässt die große Halterung dennoch unscheinbar wirken.


Verarbeitung

BC 1200 samt RDS, als auch der BC 1600 sind solide verarbeitet. Beide Modelle gleichen sich ziemlich, einzig die Größe und die Anzahl der Knöpfe unterscheiden sich. Der 1200er hat, wie bereits eingangs erwähnt, ein kleineres Display, ist aber genauso in das restliche Gehäuse eingearbeitet wie beim 1600er. Bei beiden Modellen werden die Funktionen mittels Knöpfen bedient, auf die ein gewisser Druck einwirken muss, der während unserer Tests und Wettkämpfe als äußerst angenehm empfunden wurde. Ein leichtes, mit unter unwillentliches Berühren der Knöpfe bewirkt demnach keine Verstellung der Funktion. Weiterhin scheint der Verschleiß der Knöpfe gegenüber der Vorgängerserie minimiert worden zu sein, bei der die Knöpfe deutlich unangenehmer zu Drücken waren.

Das bei dem 1600er und 1200er verwendete Twist-Lock-System (TLS) ist in der gesamten Serie üblich und verbessert unserer Ansicht nach die Sicherung des Tachos am Rad deutlich. Mittels eines Bajonett-Drehmechanismus wird auch hier der Verschleiß beim Auf- und Abstecken gegenüber den Schiebe-Klick-Mechanismen, wie u.a. bei der Vorgängerserie anzutreffen, deutlich reduziert.

Die Gummiringe zur Befestigung der Tachohalterung, des herkömmlichen Sensors (Empfangsteil) und des RDS-Empfängers/Sender bereiteten uns keinerlei Probleme während der zahlreichen Montagen. Die Gummiringe werden in unterschiedlichen Größen geliefert, so dass für euren Gabel- oder Lenkerumfang mit Sicherheit das richtige „Gummi“ dabei sein sollte. In den meisten Fällen ist es notwendig, die Ringe äußerst kräftig zu dehnen, während unserer Testphase ist uns allerdings kein einziger gerissen, was für die ausreichende Elastizität und Stabilität spricht.

Mitgeliefert werden außerdem zwei Magneten pro Tacho: ein Magnet für konventionelle Speichen und einer für Messerspeichen. Auf den letzteren muss nicht weiter eingegangen werden, da dieser mittels einer in den Magneten integrierten Schraube festgezogen wird. Hierbei arbeitet Metall auf Metall und lässt dadurch wenig Verschleiß zu. Bei dem konventionellen Tacho sieht es ein wenig anders aus, zumal hier eine Metallhülse über den Plastikteil gestülpt werden muss, der zuvor über eine Speiche geklickt wird. Zuweilen kann es auch sehr mühselig sein, den Magneten abzunehmen, da Metall uns Plastik einen sehr engen Verbund eingehen. Hilfreich währe hier ein spitzer Gegenstand, um die Metallhülse vom eigentlichen, in Plastik eingelassenen Magneten, abzuziehen. Allerdings wird durch den engen Verbund ein sehr hohes Maß an Platzierung garantiert: Abrutschen kann der Magnet nicht.

Das RDS hat sich auch als unproblematisch und solide erwiesen. Das Empfangsteil besteht aus zwei Teilen, die man leicht zusammen- und auseinander stecken kann und bietet keine große Angriffsfläche für Verschleiß. Auch der Sender ist robust genug gearbeitet, so dass selbst das Fallen auf den Boden von bis zu Fahrradhöhen ohne Funktionseinbuße verkraftet werden kann.  


Funktionalität

Der BC 1200 wartet mit zwölf Funktionen auf: Geschwindigkeit, Uhrzeit, Stoppuhr, Tagesstrecke, zwei Radgrößen sind programmierbar, Gesamtstrecke: Summe aus Rad eins und zwei, Tagestrecke – Fahrzeit, Höchstgeschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, kontinuierlicher Vergleich zwischen aktueller und durchschnittlicher Geschwindigkeit, Teilstreckenzähler und Spracheneinstellung der Menüführung. Alle zwölf Funktionen konnte in unseren Tests einwandfrei zur Datenanzeige genutzt werden und erschienen äußerst sinnvoll. Funktionsvielfalt ist mit dem 1200er geboten, man muss nur entscheiden, ob man auch alle benötigt. 

Der BC 1600 ist mit vier Funktionen mehr ausgestattet als der BC 1200: Gesamtstrecke des ersten Rades, Gesamtstrecke des zweiten Rades, Gesamtfahrzeit und die Option, durch ein weiteres Zubehör die Trittfrequenz anzeigen zu lassen. Die zusätzlichen Funktionen spiegeln wieder, dass an den ambitionierten Sportler gedacht wird, vor allem durch den optionalen Weg der Trittfrequenzanzeige. Auch hier kann man nur sagen, dass aus der Vielfältigkeit der Funktionen jeder seinen eigenen Nutzen sehen muss, wobei gesagt werden sollte, dass genau die Funktionen des BC 1600 eine sehr ausführliche und beinahe unabdingliche Dokumentation einer oder mehrerer Fahrten gewährleistet. Für uns eindeutig ein Optimum des Minimums. 

Auf die Funktionalität der Mechanik wird hier nicht weiter eingegangen, zumal dies unter den Punkten Verarbeitung und Handhabung geschehen ist.


Handhabung

Bei dem RDS entfällt das Umwickeln des Tachokabels und macht die Montage daher zu einem Minimalaufwand. Das Anbringen des Magneten ist das Selbe wie beim BC 1600. Auch die Halterung des 1200ers mit RDS ist genau so unkompliziert anzubringen wie konventioneller Tachohalterungen; die Montagen des RDS vor unseren Probefahrten erwiesen sich sogar als einfacher, da der Gummiring mit einem geringeren Kraftaufwand gedehnt werden konnte, damit er auf der gegenüberliegenden Seiten einrastete.
Vor der Erstjustage des RDS  ist eine genaue Ausrichtung von Sender und Empfänger zueinander unabdinglich, da sonst leichte Störungen während des Betriebes auftreten können. Es erwies sich auch als nicht möglich, das RDS an einem Zeitfahraufsatz  so auszurichten, dass eine einwandfreie Datenübertragung gewährleistet wurde.

Ist einmal die Kabellage samt Magnet und Sensor montiert, kann eine Handhabung wohl kaum leichter sein. Ein wesentlicher Vorteil zu den älteren Vorgängerserien ist das Twist-Lock-System (TLS) von Sigma, das erlaubt, den Tacho in einem Winkel von etwas 45 Grad von der linken Seite ausgehend in die Halterung zu drehen. Das Aufstecken und die Abnahme des 1600ers sind gleichermaßen unkompliziert und erlauben eine sehr angenehme Handhabung.


Fazit

Beide Modelle, der BC 1600 und der BC 1200 samt RDS, beschränken sich eindeutig auf das, was nötig ist. Auf Trittfrequenzmessung (optional) und Höhenprofilanzeige würde verzichtet, um mit einem Radcomputer aufzuwarten, der bis zu 16 Funktionen bietet und dennoch angenehm im Preis liegt. Im Training und im Wettkampf können die Beiden bedenkenlos zum Einsatz kommen. Es gilt nur die Frage, ob das RDS trotz gefundener optimaler Ausrichtung zur einwandfreien Datenübertragung ein unbedingtes Muss ist. Optisch allemal eine Verbesserung, da das Kabel wegfällt und funktional kein Unterschied zum Kabel. Es sollte jeder für sich entscheiden, ob Kabel oder nicht, mehr als zufrieden wird man durch beide Möglichkeiten gestellt werden.


Dennis Wachter

 

 
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