Moderne
Fahrradcomputer können bei ähnlicher Funktionalität kaum unterschiedlicher
sein. Wobei kommt es aber auf ein kompromissloses Modell an? Ist es die
Funktionsvielfältigkeit oder die Art der Darstellung? Oder sind es kleine, von
Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Innovationen? Sigma-Fahrradcomputer
gelten als zuverlässig und auf das Wesentliche konzentriert. Aber warum genau
haben sich vor allem Jan Ulrich und Erik Zabel für Sigma entschieden?
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Produkte: BC 1600
Hersteller:
Sigma
Tel.: 0
63 21 / 91 20 - 0
URL: www.sigmasport.com
Preis: 28,95 €
Details:
16 Funktionen
Trittfrequenz optional
großes Display (ca. 3 x 2,7 cm)
drei Funktionsknöpfe
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|  | Produkte:
BC 1200 RDS
Preis: 34,50 €
Details:
12 Funktionen
RDS optional
zwei Funktionsknöpfe
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Design
Der BC 1600
fällt in erster Linie durch sein großes und sehr angenehm unterteiltes Display
auf. Selbst ein flüchtiger Blick auf den Tacho lässt das Wesentliche gut
erkennen. Unterteilt wird der BC 1600 in seiner Funktion durch drei Knöpfe, die
optisch kaum auffallen und ihn dadurch sehr homogen und schlicht wirken lassen.
Die Farbe grün/silber metallic rundet einen zeitlosen Eindruck ab und lässt den
1600er nicht unangenehm auffallen, was für einige ein Kriterium sein
könnte.
Der BC 1200
ist der kleinere Bruder des BC 1600. Ein wesentlicher Unterschied liegt neben
der Funktionalität in der Größe des Displays, was beim 1200er etwas kleiner
ausfällt, aber dennoch die Daten übersichtlich darstellt. Entgegen des 1600ers
lässt sich der 1200er durch zwei dezent eingelassene Knöpfe bedienen, die
zusammen mit dem auch hier vorfindbaren schlichten, grün/silber
metallic-Designs einen sehr schlichten und angenehmen Tacho ergeben.
Das RDS,
Remote Digital System, ist deutlich größer als eine herkömmliche
Fahrradcomputerhalterung. Dies liegt daran, dass in der Halterung ein Empfänger
integriert ist, um das digital gesendete Signal des Magnetsensors empfangen zu
können. Das grün metallic ist auch hier dominant und lässt die große Halterung
dennoch unscheinbar wirken.
Verarbeitung
BC 1200 samt
RDS, als auch der BC 1600 sind solide verarbeitet. Beide Modelle gleichen sich
ziemlich, einzig die Größe und die Anzahl der Knöpfe unterscheiden sich. Der
1200er hat, wie bereits eingangs erwähnt, ein kleineres Display, ist aber
genauso in das restliche Gehäuse eingearbeitet wie beim 1600er. Bei beiden
Modellen werden die Funktionen mittels Knöpfen bedient, auf die ein gewisser
Druck einwirken muss, der während unserer Tests und Wettkämpfe als äußerst
angenehm empfunden wurde. Ein leichtes, mit unter unwillentliches Berühren der Knöpfe bewirkt demnach keine
Verstellung der Funktion. Weiterhin scheint der Verschleiß der Knöpfe gegenüber
der Vorgängerserie minimiert worden zu sein, bei der die Knöpfe deutlich
unangenehmer zu Drücken waren.
Das bei dem
1600er und 1200er verwendete Twist-Lock-System (TLS) ist in der gesamten Serie
üblich und verbessert unserer Ansicht nach die Sicherung des Tachos am Rad
deutlich. Mittels eines Bajonett-Drehmechanismus wird auch hier der Verschleiß
beim Auf- und Abstecken gegenüber den Schiebe-Klick-Mechanismen, wie u.a. bei
der Vorgängerserie anzutreffen, deutlich reduziert.
Die
Gummiringe zur Befestigung der Tachohalterung, des herkömmlichen Sensors
(Empfangsteil) und des RDS-Empfängers/Sender bereiteten uns keinerlei Probleme
während der zahlreichen Montagen. Die Gummiringe werden in unterschiedlichen
Größen geliefert, so dass für euren Gabel- oder Lenkerumfang mit Sicherheit das
richtige „Gummi“ dabei sein sollte. In den meisten Fällen ist es notwendig, die
Ringe äußerst kräftig zu dehnen, während unserer Testphase ist uns allerdings
kein einziger gerissen, was für die ausreichende Elastizität und Stabilität
spricht.
Mitgeliefert
werden außerdem zwei Magneten pro Tacho: ein Magnet für konventionelle Speichen
und einer für Messerspeichen. Auf den letzteren muss nicht weiter eingegangen
werden, da dieser mittels einer in den Magneten integrierten Schraube
festgezogen wird. Hierbei arbeitet Metall auf Metall und lässt dadurch wenig
Verschleiß zu. Bei dem konventionellen Tacho sieht es ein wenig anders aus,
zumal hier eine Metallhülse über den Plastikteil gestülpt werden muss, der
zuvor über eine Speiche geklickt wird. Zuweilen kann es auch sehr mühselig
sein, den Magneten abzunehmen, da Metall uns Plastik einen sehr engen Verbund
eingehen. Hilfreich währe hier ein spitzer Gegenstand, um die Metallhülse vom
eigentlichen, in Plastik eingelassenen Magneten, abzuziehen. Allerdings wird
durch den engen Verbund ein sehr hohes Maß an Platzierung garantiert:
Abrutschen kann der Magnet nicht.
Das RDS hat
sich auch als unproblematisch und solide erwiesen. Das Empfangsteil besteht aus
zwei Teilen, die man leicht zusammen- und auseinander stecken kann und bietet
keine große Angriffsfläche für Verschleiß. Auch der Sender ist robust genug
gearbeitet, so dass selbst das Fallen auf den Boden von bis zu Fahrradhöhen ohne
Funktionseinbuße verkraftet werden kann.
Funktionalität
Der BC 1200
wartet mit zwölf Funktionen auf: Geschwindigkeit, Uhrzeit, Stoppuhr,
Tagesstrecke, zwei Radgrößen sind programmierbar, Gesamtstrecke: Summe aus Rad
eins und zwei, Tagestrecke – Fahrzeit, Höchstgeschwindigkeit,
Durchschnittsgeschwindigkeit, kontinuierlicher Vergleich zwischen aktueller und
durchschnittlicher Geschwindigkeit, Teilstreckenzähler und Spracheneinstellung
der Menüführung. Alle zwölf Funktionen konnte in unseren Tests einwandfrei zur
Datenanzeige genutzt werden und erschienen äußerst sinnvoll. Funktionsvielfalt
ist mit dem 1200er geboten, man muss nur entscheiden, ob man auch alle
benötigt.
Der BC 1600
ist mit vier Funktionen mehr ausgestattet als der BC 1200: Gesamtstrecke des
ersten Rades, Gesamtstrecke des zweiten Rades, Gesamtfahrzeit und die Option,
durch ein weiteres Zubehör die Trittfrequenz anzeigen zu lassen. Die
zusätzlichen Funktionen spiegeln wieder, dass an den ambitionierten Sportler
gedacht wird, vor allem durch den optionalen Weg der Trittfrequenzanzeige. Auch
hier kann man nur sagen, dass aus der Vielfältigkeit der Funktionen jeder
seinen eigenen Nutzen sehen muss, wobei gesagt werden sollte, dass genau die
Funktionen des BC 1600 eine sehr ausführliche und beinahe unabdingliche
Dokumentation einer oder mehrerer Fahrten gewährleistet. Für uns eindeutig ein
Optimum des Minimums.
Auf die
Funktionalität der Mechanik wird hier nicht weiter eingegangen, zumal dies
unter den Punkten Verarbeitung und Handhabung geschehen ist.
Handhabung
Bei dem RDS
entfällt das Umwickeln des Tachokabels und macht die Montage daher zu einem
Minimalaufwand. Das Anbringen des Magneten ist das Selbe wie beim BC 1600. Auch
die Halterung des 1200ers mit RDS ist genau so unkompliziert anzubringen wie
konventioneller Tachohalterungen; die Montagen des RDS vor unseren Probefahrten
erwiesen sich sogar als einfacher, da der Gummiring mit einem geringeren
Kraftaufwand gedehnt werden konnte, damit er auf der gegenüberliegenden Seiten
einrastete.
Vor der Erstjustage des RDS ist eine genaue Ausrichtung von
Sender und Empfänger zueinander unabdinglich, da sonst leichte
Störungen während des Betriebes auftreten können. Es erwies sich auch
als nicht möglich, das RDS an einem Zeitfahraufsatz so
auszurichten, dass eine einwandfreie Datenübertragung gewährleistet
wurde.
Ist einmal
die Kabellage samt Magnet und Sensor montiert, kann eine Handhabung wohl kaum
leichter sein. Ein wesentlicher Vorteil zu den älteren Vorgängerserien ist das
Twist-Lock-System (TLS) von Sigma, das erlaubt, den Tacho in einem Winkel von
etwas 45 Grad von der linken Seite ausgehend in die Halterung zu drehen. Das
Aufstecken und die Abnahme des 1600ers sind gleichermaßen unkompliziert und
erlauben eine sehr angenehme Handhabung.
Fazit
Beide
Modelle, der BC 1600 und der BC 1200 samt RDS, beschränken sich eindeutig auf das,
was nötig ist. Auf Trittfrequenzmessung (optional) und Höhenprofilanzeige würde
verzichtet, um mit einem Radcomputer aufzuwarten, der bis zu 16 Funktionen bietet und
dennoch angenehm im Preis liegt. Im Training und im Wettkampf können die Beiden
bedenkenlos zum Einsatz kommen. Es gilt nur die Frage, ob das RDS trotz
gefundener optimaler Ausrichtung zur einwandfreien Datenübertragung ein
unbedingtes Muss ist. Optisch allemal eine Verbesserung, da das Kabel wegfällt
und funktional kein Unterschied zum Kabel. Es sollte jeder für sich
entscheiden, ob Kabel oder nicht, mehr als zufrieden wird man durch beide
Möglichkeiten gestellt werden.
Dennis Wachter
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