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Triathlonschuhe im
Radsportbereich gibt es alles andere wie Sand am Meer. Aber die rare Sektion
bekommt neuen Zulauf: Die Firma Northwave hat dieses Jahr einen
Triathlonradschuh namens „Tribal“ auf den Markt gebracht. Was ist von dem Schuh
zu halten, da er wenig präsent ist im Gegensatz zu seinen reinrassigen
Radschuhbrüdern, die bei der Tour zahlreich anzutreffen waren?
 | Produkt: Tribal
Hersteller: Northwave
Tel.: 0 49 / 89 66 59 35 52
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URL: www.northwave.it
Preis: 149,- €
Details:
karbonverstärkte Sohle
Anti-Rutschgummi am
Fersenteil
Lasche zum Fixieren
Velcrohalter
zwei Verschlüsse
minimaler Schnitt
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Tragekomfort und Design
Unverwechselbar anderes
erlebten wir den Tribal bei der Anprobe: Der Schuh fällt deutlich weiter und
größer aus als alle anderen bis dato uns bekannten Schuhe anderer Hersteller.
Die Turnschuhgröße kann nahezu eins zu eins auf den Tribal übernommen werden.
Auffällig neben dem
schlichten und doch ansprechenden Design ist das fehlen einer Schuhzunge, dem
Stück, das den Spannen im Schuhinneren überdeckt. Unsere Befürchtung war die,
dass beide Seiten des Schuhs, die sich am Spannen treffen und genau unterhalb
des Klettverschlusses liegen, Druckpunkte darstellen, da die nötige und bis
hierhin übliche Pufferung fehlt. Es erwies sich aber als eine unbegründete
Befürchtung: es entstand während unserer Tests kein Gefühl eines unangenehmen
Druckpunktes.
Generell lässt sich sagen,
dass der Tribal einen guten Komfort bietet, allerdings würden wir uns die
karbonverstärkte Sohle noch härter wünschen, um möglichst optimal die Kraft auf
die Pedale bringen zu können.
Design ist für bekanntlich
subjektiv, aber auffällig beim Tribal im Gegensatz zu seinen Mitkonkurrenten
ist, dass er schlicht aussieht und mit Farben aufwartet, die eine gewisse
Eleganz verleihen, insofern man davon sprechen kann. Die Farben schwarz und
weiß fügen sich zu jeder Rahmen- und Bekleidungsfarbe ein. Der Schuh ist minimal
geschnitten, was soviel bedeutet wie eine gute Knöchel- und
Achillessehnenfreiheit.
Verarbeitung
Für einen Schuh dieser
Preisklasse ist die Verarbeitung des Tribals tadellos und steht seinen doch
etwas teureren Konkurrenten in nichts nach. Solide Nähte, eine gut eingefügte
Sohle und das optimal funktionierende Verschlusssystem lassen einen guten
Eindruck entstehen. Einzig störend empfanden wird das Fehlen eines
Anti-Rutsch-Gummies an der Spitze der Sohle. Beim Laufen mit dem Schuh rollt
man zwangsweise auch nach vorne hin ab und hier entstehen deutliche
Abschürfspuren und hinzukommend potentielle Rutschzonen.

Die karbonverstärkte Sohle
besteht zum größten Teil aus Nylonfasern und ist mit einem Gummi überzogen, was
den Sinn hat, den Abrieb zu minimieren.
Funktionalität
Wie vielleicht dem
Vorangegangenen bereits zu entnehmen, spricht einiges für den Tribal von
Northwave, was sich zwangsweise auch auf die Funktionalität bezieht. Der
Schnitt des Schuhs verspricht schnelle Wechsel, von uns ausgiebig getestet,
auch bei mehreren Wettkämpfen. Das Befestigen des Schuhs am Rahmen mittels
eines Gummibandes verläuft einwandfrei und ermöglicht einen angenehm schnellen
Aufstieg auf das Rad samt schnellem Reinschlüpfen in den Schuh. Durch den
Vecrohalter wird der Schuh offen gehalten, was ein wesentlicher Garant dafür
ist, dass der Einstieg in den Schuh problemlos verläuft. Das Befestigen des
Schuhs am Fuß verläuft gewohnt unkompliziert, die Befestigungslasche wird zum
Verschluss von außen nach innen geführt. Für all diejenigen, die nicht den
Schuh auf dem Rad anziehen sei gesagt, dass man mit dem Tribal angenehm laufen
kann, bedingt durch die nicht allzu harte Steifigkeit der Sohle – zu Ungunsten
der Kraftübertragung ? – und das Anti-Rutsch-Gummies an der Ferse. Einmal im
Schuh, kann es auch schon los gehen, ganz egal, welches Pedalensystem ihr
fahrt.
Zu keiner Zeit sammelte
sich während unserer Tests zu viel Wärme im Inneren des Schuhs an, ob während
des Wettkampfes oder bei langen oder intensiven Radeinheiten. Sicherlich kommen
hier das Fehlen der Schuhzunge und die zahlreichen kleinen Belüftungslöcher zum
Tragen.

Handhabung
Tatsache ist, dass es
unkomplizierter kaum geht. Zum einen wird ein großzügiger Einstieg in den Schuh
gewährt und zum anderen ist die Befestigungsmöglichkeit des Schuhs am Rahmen
als auch am Fuß durchdachter denn je. Der Velcrohalter ermöglicht es, den Schuh
offen zu halten, denn es handelt sich hierbei entgegen des Verschlussstreifens
des Kletts um einen zusätzlichen, weiter außen befindlichen Streifen, um den
Befestigungsstreifen äußerlich zu fixieren. Die Verschlüsse zur Fixierung des
Schuhs am Fuß ist unkompliziert und ähnlich der anderer Hersteller. Die
derzeitige Einzigartigkeit des Schuhs ist der kleine Haken an der Innenseite
des Schuhs, unterhalb des Knöchels. Es handelt sich hier um eine kleine Öse,
die dazu dienen kann, den Schuh optimal am Rahmen oder der Tretgarnitur mittels
eines Gummibandes zu befestigen. Herkömmlich hierfür war bis jetzt immer die
Lasche am Fersenbereich. Durch die zweite Lasche wird mehr Variabilität
gewährleistet.
Fazit
Der Tribal ist ein gut
gelungener Schuh, für den Preis allemal. Angenehm zu tragen, gut durchlüftet,
schnell im Ein- und Ausstieg, schlicht im Design, gute
Befestigungsmöglichkeiten – was will man mehr? Passt einem der recht breit
geschnittene Schuh, eröffnet er sein volles Potential. Für Wettkämpfe jeglicher
Distanzen als auch für Trainingseinheiten beliebiger Längen ein echt angenehmer
Schuh, wenn man mit einer nicht allzu harten Sohle leben kann.
Anmerkung:
Auf der aktuellen Homepage
von Northwave ist der Tribal derzeit nicht vorzufinden. Laut Hersteller wird
dieser zur kommenden Saison eingepflegt, weitere Infos können aber gerne
erfragt werden, bei uns oder direkt bei Northwave.
Dennis Wachter
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