Zero, Distributor für Leightweight in den USA,
produziert selber Laufräder aller Art aus Karbon. In Deutschland noch gänzlich
unbekannt, versucht Zero nun auch hier mit seinen Produkten Fuß zu fassen. Zwei
der Aushängeschilder haben wir vorab für euch angetestet.
In Sachen Geschwindigkeit und Material tut sich
immer mehr. Um das noch so letzte Bisschen aus dem Material herauszuholen, wird
das Augenmerk sehr oft auf die Laufräder gesetzt. Scheibe hinten und Mittel-
oder Hochprofil vorne, wenn denn nicht Three- oder Fourspoke. Und gerade in
dieser Sektion kann man enorm viel Geld lassen. Zero, ein zweites Label des
Rad- und Komponentenherstellers Javelin, reit sich zu den
Geschwindigkeitsproduzenten und versucht, den bis jetzt nur existierenden Markt
in den USA auch auf Deutschland auszuweiten.
Im Folgenden haben wir das
Vorderrad „Zero 038“ und die Scheibe „Zero 650“ für euch getestet und erste
Eindrücke sammeln können.
Produkte: Zero
650 (Scheibe) / Zero 038 (front)
Hersteller: Zero
Tel.: -
URL: www.zerocomponents.com
Preise:
beide je $ 1099,00
Details:
Zero 650
in 650c (900g)
und 700c (975g)
verfügbar
mit Shimano und Campagnolo
kompatibel Zippscheibenähnlich
gefertigt aus Karbon
Zero 038
Front 20 radial, Gewicht
570g
Rear 24 2x /radial, Gewicht 730g
Aerospeichen
Mittelprofil aus
Karbon
Es sei
angemerkt, dass uns das Laufrad und die Scheibe nur für einen sehr kurzen
Zeitraum zur Verfügung gestellt wurden. Daher war es uns nur möglich, erste
Fahreindrücke zu sammeln und hoffen, dass zum kommenden Jahr ein zweiter,
ausführlicher Test folgen wird.
Zero 038
Das 038-Aerolaufrad von
Zero sollte in Deutschland nahezu unbekannt sein. Um die Liga zu verdeutlichen,
indem das 038 spielt, sei zu schreiben, dass das Laufradpaar mit 1300 Gramm zu
den leichtesten Aerorädern zählt (Campagnolo Bora G3 – 1400 Gramm, Easton
Temptest II Carbon – 1380 Gramm, Xentis Mark 1 – 1455 Gramm, Zipp 808 – 1450
Gramm) und in unseren Fahrtests einen äußerst guten Steifigkeitswert aufwies.
Sehr schön verarbeitet und stabil wirkend hatten wir keinerlei Probleme auf
unseren Teststrecken.
Zero 650
Die 650 machte ebenso wie das 038
einen sauber verarbeiteten Eindruck und viel in erster Linie durch die doch
recht auf der Hand liegende Ähnlichkeit zur Zipps Scheibe 840 auf. Nach
Herstellerangaben wurde uns nicht nur die Ähnlichkeit bestätigt, sondern auch
mitgeteilt, dass sie nahezu baugleich sein. Beachtet man den Preis von 1099 US
Dollar, sollte die Scheibe von Zero eine recht ordentliche Alternative zu
Scheiben anderer Hersteller sein, zumal es in der oberen Liga mitspielt.
Die Klasse der 650 konnten
wir, insofern durch den kurzen Testzeitraum möglich, doch spüren: Angenehm im
Fahrverhalten ohne jeglichen Probleme bei guter Steifigkeit. Zeros Scheibe ist
in der Achse leicht verstellbar und ermöglicht dadurch eine optimale
Ausrichtung der Scheibe zum Rahmen und somit auch zu der hinteren Bremseinheit,
sollte aber nichts neues sein. Für Scheibenverhältnisse empfanden wird die 650
als relativ leise, was wir als angenehm empfanden.
Fazit
Bei beiden Rädern war die
Sache für erste Fahrtests recht rund. Leider konnten wir keine der besagten
Räder während eines Wettkampfes testen und somit nicht 100%ig über eine
„längere“ Strecke ausfahren, aber das bisher Erlebte lässt auf gutes hoffen.
Details sind aufgrund der
kurzen Testzeit eher spekulativ, insofern sehen wir mit Zuversicht einem Test
im kommenden Jahr
entgegen, der sich allemal lohnen würde.
Dennis Wachter
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