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Leichtes Laufen mit Zero
Sonntag, 18 September 2005
Zero 038 & 700Zero, Distributor für Leightweight in den USA, produziert selber Laufräder aller Art aus Karbon. In Deutschland noch gänzlich unbekannt, versucht Zero nun auch hier mit seinen Produkten Fuß zu fassen. Zwei der Aushängeschilder haben wir vorab für euch angetestet.






In Sachen Geschwindigkeit und Material tut sich immer mehr. Um das noch so letzte Bisschen aus dem Material herauszuholen, wird das Augenmerk sehr oft auf die Laufräder gesetzt. Scheibe hinten und Mittel- oder Hochprofil vorne, wenn denn nicht Three- oder Fourspoke. Und gerade in dieser Sektion kann man enorm viel Geld lassen. Zero, ein zweites Label des Rad- und Komponentenherstellers Javelin, reit sich zu den Geschwindigkeitsproduzenten und versucht, den bis jetzt nur existierenden Markt in den USA auch auf Deutschland auszuweiten. Im Folgenden haben wir das Vorderrad „Zero 038“ und die Scheibe „Zero 650“ für euch getestet und erste Eindrücke sammeln können.

                Produkte: Zero 650 (Scheibe) / Zero 038 (front)
               
                Hersteller
: Zero
               
                Tel.
: -
               
                URL
: www.zerocomponents.com
               
                Preise
: beide je $ 1099,00
               
                Details
:
                    Zero 650
                        in 650c (900g) und 700c (975g) verfügbar
                        mit Shimano und Campagnolo kompatibel
                        Zippscheibenähnlich
                        gefertigt aus Karbon
                    Zero 038
                        Front 20 radial, Gewicht 570g
                        Rear 24 2x /radial, Gewicht 730g
                        Aerospeichen   
                        Mittelprofil aus Karbon


Es sei angemerkt, dass uns das Laufrad und die Scheibe nur für einen sehr kurzen Zeitraum zur Verfügung gestellt wurden. Daher war es uns nur möglich, erste Fahreindrücke zu sammeln und hoffen, dass zum kommenden Jahr ein zweiter, ausführlicher Test folgen wird.


Zero 038Zero 038
Das 038-Aerolaufrad von Zero sollte in Deutschland nahezu unbekannt sein. Um die Liga zu verdeutlichen, indem das 038 spielt, sei zu schreiben, dass das Laufradpaar mit 1300 Gramm zu den leichtesten Aerorädern zählt (Campagnolo Bora G3 – 1400 Gramm, Easton Temptest II Carbon – 1380 Gramm, Xentis Mark 1 – 1455 Gramm, Zipp 808 – 1450 Gramm) und in unseren Fahrtests einen äußerst guten Steifigkeitswert aufwies. Sehr schön verarbeitet und stabil wirkend hatten wir keinerlei Probleme auf unseren Teststrecken.














Zero 700Zero 650
Die 650 machte ebenso wie das 038 einen sauber verarbeiteten Eindruck und viel in erster Linie durch die doch recht auf der Hand liegende Ähnlichkeit zur Zipps Scheibe 840 auf. Nach Herstellerangaben wurde uns nicht nur die Ähnlichkeit bestätigt, sondern auch mitgeteilt, dass sie nahezu baugleich sein. Beachtet man den Preis von 1099 US Dollar, sollte die Scheibe von Zero eine recht ordentliche Alternative zu Scheiben anderer Hersteller sein, zumal es in der oberen Liga mitspielt.

Die Klasse der 650 konnten wir, insofern durch den kurzen Testzeitraum möglich, doch spüren: Angenehm im Fahrverhalten ohne jeglichen Probleme bei guter Steifigkeit. Zeros Scheibe ist in der Achse leicht verstellbar und ermöglicht dadurch eine optimale Ausrichtung der Scheibe zum Rahmen und somit auch zu der hinteren Bremseinheit, sollte aber nichts neues sein. Für Scheibenverhältnisse empfanden wird die 650 als relativ leise, was wir als angenehm empfanden.








Fazit


Bei beiden Rädern war die Sache für erste Fahrtests recht rund. Leider konnten wir keine der besagten Räder während eines Wettkampfes testen und somit nicht 100%ig über eine „längere“ Strecke ausfahren, aber das bisher Erlebte lässt auf gutes hoffen.

Details sind aufgrund der kurzen Testzeit eher spekulativ, insofern sehen wir mit Zuversicht einem Test im kommenden Jahr
entgegen, der sich allemal lohnen würde.  

Dennis Wachter




 
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